Abi in der Tasche, und nun? Praxiserfahrung sammeln!

Mit einem Praktikum nutzt du die Zeit nach dem Abi sinnvoll - und hast viel Spaß

Abi in der Tasche, und nun? Praxiserfahrung sammeln!

Du hast dein Abitur geschafft und jetzt ein paar Monate Zeit bis die Ausbildung oder das Studium anfängt? Wenn du Lust hast, dich in dieser Zeit weiter beruflich zu orientieren, solltest du überlegen, noch ein Praktikum einzuschieben. So kannst du diese Zeit sinnvoll nutzen und auch noch mal testen, ob dir dein Traumjob Spaß macht.

Freiwilliges Praktikum nach dem Abi – wie soll ich das organisieren?

Wenn du nach dem Abi ein Praktikum machen möchtest, solltest du dich frühzeitig darum kümmern. Denn während der Klausurphase bist du wahrscheinlich mit dem Lernstoff gut ausgelastet. Die erste Frage sollte sein: Was interessiert mich? Vielleicht weißt du schon in etwa, in welchem Bereich du arbeiten möchtest. Vielleicht möchtest du aber auch etwas ganz anderes ausprobieren, beispielsweise bei einem Auslandspraktikums. Wichtig ist, diese Fragen vorher zu klären, sonst verzettelst du dich bei deiner Recherche nach einem Praktikumsplatz leicht.
Wenn du weißt, was du möchtest, kannst du anfangen, dich bei deinen Wunschfirmen zu bewerben. Vorsicht: Einige Firmen bieten nur Praktika für Schüler oder sogenannte Pflichtpraktika für eingeschriebene Studenten an. Das erfährst du aber entweder auf der Website oder indem du direkt bei der Firma anrufst. Dort erfährst du auch, mit welchen Unterlagen du dich bewerben musst und wann.

Wie lange sollte das Praktikum dauern?

Während Schülerpraktika meist nur zwei oder drei Wochen dauern, sollten es nach dem Abitur eher vier bis zwölf Wochen sein. Warum? Vielleicht erinnerst du dich noch an dein Schülerpraktikum. Nach zwei Wochen hattest du endlich die Abläufe in der Firma verstanden und hast kleinere Aufgaben übernommen – da war das Praktikum schon wieder vorbei. Sowohl für dich als auch für das Unternehmen ist es deshalb besser, wenn du etwas länger dort bleibst. Vorteil für dich: Du lernst mehr, kannst mehr selbst machen und gewinnst einen besseren Einblick. Vorteil für das Unternehmen: Die Einarbeitung lohnt sich und du kannst andere, verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen als ein Schülerpraktikant. Aber Vorsicht: Für einige Unternehmen sind Praktikanten günstige Arbeitskräfte, die viele Aufgaben übernehmen, aber günstiger sind als festangestellte Mitarbeiter. Klär deshalb vor Praktikumsbeginn ab, was deine Aufgaben sein werden.

Bekomme ich Geld?

Ob du für dein Praktikum Geld bekommst, hängt sehr stark vom Unternehmen und der Branche ab, in der du dich bewirbst. Da es bei Praktika nicht darum geht, möglichst viel Geld zu verdienen, sondern darum, etwas zu lernen, wirst du in den meisten Fällen nicht reich werden. Bevor du ein gering bezahltes oder unbezahltes Praktikum antrittst, solltest du überlegen, ob das für dich finanziell machbar ist.

Wie bin ich versichert?

Auf diese Frage gibt es leider keine Antwort, die für jeden passt. Während deiner Schulzeit bist du über deine Eltern krankenversichert. Je nachdem, wie es danach für dich weitergeht, ändert sich dein Versicherungsstatus. Grundsätzlich gilt: Beginnst du direkt nach dem Abi ein Studium und hast kein hohes eigenes Einkommen, bist du bis zu deinem 25. Lebensjahr über deine Eltern versichert. Das gilt auch für Übergangszeiten wie die nach dem Abitur – aber nur, wenn klar ist, dass du nach wenigen Monaten mit Studium oder Ausbildung anfängst. Während deiner Ausbildung musst du dich selbst versichern.
Andere Regeln gelten, wenn noch nicht klar ist, wie es für dich weitergeht, wenn dein Einkommen eine bestimmte Grenze überschreitet oder du sogar schon voll berufstätig bist. Deshalb: Wie es konkret in deinem Fall aussieht, kann dir am besten die Krankenkasse deiner Eltern beantworten.

Und jetzt?

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