Alles zum Freiwilligendienst im Umwelt- und Naturschutz

Ab auf den Biohof oder lieber die Seehundstation? Für Freiwillige gibt es viele Möglichkeiten

Alles zum Freiwilligendienst im Umwelt- und Naturschutz

Du führst Touristen durchs Wattenmeer, zählst Vögel im Naturschutzgebiet oder nimmst Wasserproben – in einem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) oder dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Umwelt- und Naturschutz erwarten dich die unterschiedlichsten Aufgaben. Wir verraten dir, was du darüber wissen musst.

Freiwilliges Ökologisches Jahr oder Bundesfreiwilligendienst – was ist der Unterschied?

Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr können junge Erwachsene zwischen 16 und 26 Jahren machen. Die rechtlichen Regelungen sind die gleichen wie beim Freiwilligen Sozialen Jahr. Beim Bundesfreiwilligendienst gibt es dagegen keine Altersbeschränkung. Er ist der Ersatz für den früheren Zivildienst und kann zwischen sechs Monaten und zwei Jahren dauern. Hinzu kommt, dass du den BFD so oft machen kannst, wie du möchtest, das FÖJ allerdings nur einmal in deinem Leben. Inhaltlich unterscheiden sich die beiden Programme kaum, in viele Einrichtungen bekommen „Bufdis“ und „FÖJler“ genau die gleichen Aufgaben.

Was bringt mir das?

Du tust etwas Gutes und nimmst viele neue Erfahrungen fürs Leben mit. Du lernst zum Beispiel, Verantwortung zu übernehmen und mit anderen Menschen im Team zu arbeiten. Viele Unternehmen wissen das zu schätzen, wenn du dich später bei ihnen bewirbst. Wenn du ein Fach wie Umweltwissenschaft oder Forstwissenschaft studieren oder eine Ausbildung zum Umweltschutztechnischen Assistenten machen möchtest, kann es nicht schaden, vorher schon mal ein paar praktische Erfahrungen zu sammeln. Du kannst dir das FÖJ oder den BFD an der Uni auch als Wartesemester oder als Pflicht- beziehungsweise Vorpraktikum anrechnen lassen.

Wo kann ich helfen?

Viele verschiedene ökologische Einrichtungen können Unterstützung gebrauchen, zum Beispiel Umweltschutzverbände, Landschaftsverbände oder biologische Stationen. Auch Vogelschutzwarten, Naturschutzvereine oder Stiftungen bieten Plätze an. Darüber hinaus kannst du in Forstämtern oder landwirtschaftlichen Betrieben anfangen.

Welche Aufgaben erwarten mich?

Deine Aufgaben sind stark davon abhängig, für welche Einrichtung du dich entscheidest. Du arbeitest zum Beispiel im Garten- und Landschaftsbau, pflegst Baumbestände oder sammelst Müll im Naturschutzgebiet. Vielleicht unterstützt du auch einen Landwirt auf seinem Hof, fütterst die Tiere, erntest Obst und Gemüse und verkaufst es anschließend auf dem Wochenmarkt. Wenn du dich für den Bereich Umweltkommunikation entscheidest, entwickelst du womöglich Lehrmaterial, um Kindern und Jugendlichen das Thema Umwelt- und Naturschutz näherzubringen. Oder du hilfst bei der Öffentlichkeitsarbeit eines Umweltverbandes, schreibst Pressemitteilungen und gestaltest Flyer. Überleg dir am besten vorher, welche Aufgaben dich am meisten interessieren und wähle deine Einsatzstelle danach aus!

Und jetzt?

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