Als Freiwilliger in der Denkmalpflege

Eisen schmieden oder Gemälde restaurieren: Hier kannst du dich handwerklich austoben

Als Freiwilliger in der Denkmalpflege

Jedes Haus hat seine eigene Geschichte, es ist häufig viel mehr als nur ein Gebäude. Vielleicht wurde es vor mehreren Jahrhunderten von einem Gutsherrn gebaut, war das Zuhause für viele Generationen von Bewohnern und ist heute ein Museum. Es gibt viele Helfer, die sich in einem Freiwilligen Jahr in der Denkmalpflege dafür einsetzen, die Geschichte und das kulturelle Erbe im In- und Ausland zu bewahren. Du möchtest auch mitmachen? Hier findest du alle wichtigen Infos.

Ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege - was ist das eigentlich?

Das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege (FJD) wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Zusammenarbeit mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) organisiert. Die Freiwilligen bekommen die Gelegenheit, Kunst und Kultur mit ihren eigenen Händen zu erleben und zu bewahren. Damit sind nicht nur Gebäude gemeint, sondern zum Beispiel auch historische Parkanlagen, Gemälde oder archäologische Grabungsstätten. Ursprünglich war das Programm für junge Leute zwischen 16 und 26 Jahren gedacht, als Ergänzung zum Freiwilligen Sozialen Jahr. Du bist älter als 26? Kein Problem, seit 2011 kannst du auch den Bundesfreiwilligendienst in der Denkmalpflege machen.

Welche Aufgaben erwarten mich und was habe ich davon?

Du besserst zum Beispiel Fenster und Türen aus, schmiedest Teile aus Eisen, stellst alte Parkwege wieder her oder restaurierst ein Gemälde. In einem Freiwilligen Jahr in der Denkmalpflege lernst du die unterschiedlichsten Techniken der Handwerkskunst kennen und kannst sie direkt in der Praxis ausprobieren. Das ist eine gute Vorbereitung für eine handwerkliche Ausbildung, zum Beispiel zum Maurer, Stuckateur oder Tischler. Du arbeitest mit Sandstein, führst Maurer- und Putzarbeiten aus oder erneuerst Fußböden. Vielleicht hilfst du auch, alte Wandmalereien oder Stuckarbeiten wiederherzustellen. Wenn du Architektur oder Kunstgeschichte studieren möchtest, ist ein FJD hilfreich, um einen Eindruck von der praktischen Arbeit zu bekommen. Du kannst dir die ehrenamtliche Tätigkeit als Praktikum für eine Ausbildung oder ein Studium anrechnen lassen. Außerdem zählt sie als Wartesemester an den Unis.

Wo kann ich arbeiten und wie kann ich mich bewerben?

Du kannst das FJD zum Beispiel bei Denkmalpflegebehörden, in Handwerksbetrieben, Museen und Restaurierungswerkstätten machen. Es muss nicht immer in Deutschland sein, mittlerweile gibt es auch einige Plätze für die Gartendenkmalpflege in Polen. Die sogenannten Jugendbauhütten organisieren das FJD. Sie schauen sich die Einsatzstellen vorher an und prüfen, ob sie geeignet sind. Da die Jugendbauhütten am besten wissen, welche Stelle die richtige für dich sein könnte, bewirbst du dich direkt bei ihnen. Die Adressen erfährst du auf der Website der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes. Dort findest du auch einen Bewerbungsbogen, in dem du ankreuzen kannst, welcher Einsatzbereich dich am meisten interessiert.

Wie geht es weiter?

Web-Adresse: https://blicksta.de/als-freiwilliger-in-der-denkmalpflege.html
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