Auf die Plätze, fertig, los! Der Freiwilligendienst im Sport

Turnierleiter oder Platzwart: Im Bereich Sport gibt es viele Möglichkeiten für Freiwillige

Auf die Plätze, fertig, los! Der Freiwilligendienst im Sport

Der dreijährige Tom strahlt: Du hast ihm Mut gemacht und jetzt hat er sich getraut, bis ganz nach oben auf das Klettergerüst zu steigen. Nebenan haben einige Mädchen ihre Begeisterung für den Fußball entdeckt. Sie trainieren ganz fleißig und freuen sich über jeden Tipp, den du ihnen geben kannst. Morgen begleitest du sie zu einem Turnier – du bist schon ganz gespannt, wie weit sie kommen. Solche Tage könnten dir gefallen? Dann denk doch mal über ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst im Sport nach! Hier erfährst du, was dich genau erwartet.

Was mache ich und wo kann ich anfangen?

Du leitest Übungsgruppen, in denen Kinder und Jugendliche ihre Begeisterung für die Bewegung entdecken können. Außerdem hilfst du bei der Organisation und Durchführung von Sportveranstaltungen wie Turnieren oder Skatertreffs und übernimmst Aufgaben als Platz- oder Hallenwart (zum Beispiel Rasen mähen). Verwaltungs- und Managementaufgaben erledigst du auch manchmal. Du pflegst vielleicht die Vereinswebsite oder verwaltest die Mitgliedsbeiträge. Ein FSJ oder den BFD im Sport kannst du in Sportvereinen, Sporteinrichtungen und -verbänden machen. Dazu gehören Schwimmklubs und Leichtathletikgruppen ebenso wie bestimmte Kindergärten oder Judovereine. Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen den beiden Freiwilligendiensten: Wenn du dich für ein FSJ entscheidest, trainierst du ausschließlich Kinder und Jugendliche. Der Ansprechpartner für das FSJ Sport sind daher die Landessportjugenden. Im BFD darfst du auch andere Übungsgruppen leiten, zum Beispiel für Senioren oder chronisch Kranke.

Muss ich schon Erfahrungen als Trainer haben?

Nein, das ist keine Voraussetzung. Du wirst auch nicht gleich ins kalte Wasser geworfen. Damit du genau weißt, was du tust, nimmst du während deines Freiwilligendienstes an Seminaren teil und machst deine Übungsleiterausbildung. Es kann allerdings nicht schaden, wenn du selbst sportlich bist und vielleicht sogar schon einige Erfahrungen in Vereinen gesammelt hast. Das hilft dir beim Einstieg – Pflicht ist es aber nicht.

Was bringt mir ein FSJ oder der BFD im Sport?

Wenn du später Erzieher oder Sportlehrer werden möchtest, ist der Freiwilligendienst im Sport eine gute Möglichkeit, um erste Praxiserfahrungen zu sammeln. Du kannst ihn dir auch als Wartesemester an den Unis oder als Vor- oder Pflichtpraktikum anrechnen lassen. Und nicht zu vergessen: Nach dem Freiwilligendienst hast du deinen Übungsleiterschein! Das heißt, du kannst später auch noch nebenberuflich als Trainer arbeiten oder dir dein Studium damit finanzieren.

Wie bewerbe ich mich?

Das kommt drauf an, in welchem Bundesland du deinen Freiwilligendienst machen möchtest. In einigen Bundesländern bewirbst du dich direkt bei den Einsatzstellen, also zum Beispiel bei den Sportvereinen. Manchmal sind aber auch die Sportjugenden der richtige Ansprechpartner. Sie vermitteln dann zwischen dir und den möglichen Einsatzstellen. Auf der Website der Sportjugend NRW gibt es zum Beispiel einen Bewerber-Pool, in den du dich eintragen kannst. Ein einheitliches Bewerbungsverfahren für ganz Deutschland gibt es nicht.

Und jetzt?

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