Berufe im sozialen Bereich

Du möchtest mit Menschen arbeiten? Dann schau dir diese Berufe an

Berufe im sozialen Bereich

Du bist kontaktfreudig und kannst dich gut auf verschiedene Menschen und Situationen einstellen? anderen zu helfen oder sie zu beraten macht dir Spaß? Dann solltest du beruflich vielleicht etwas im sozialen Bereich machen. Denn im sozialen Bereich gibt es unglaublich viele Berufe, in denen du täglich mit Menschen arbeitest, ihnen etwas beibringst, sie pflegst oder therapierst. Bestimmt ist auch für dich der passende Beruf dabei.

1. Mit Kindern und Jugendlichen arbeiten

Als Erzieher kann man nicht nur im Kindergarten tätig werden. In Jugendzentren, die zum Beispiel in sozialen Brennpunkten liegen, helfen Erzieher zum Beispiel dabei, dass sich Kinder und Jugendliche verschiedener Herkunft miteinander verstehen und einen Platz in der Gesellschaft finden. Oder du spezialisierst dich auf die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen, die die Familie ergänzen oder sogar ersetzen, zum Beispiel in Heimen. Ähnliche Aufgaben übernimmst du mit einem Studium der Pädagogik, Erziehungswissenschaften und als Sozialhelfer. Als Sozialhelfer wirst du vorwiegend dort eingesetzt sein, wo es Probleme gibt.

Wenn du gerne kreativ bist und gerne singst, bastelst und vorliest, kannst du als Sozialpädagogischer Assistent/Kinderpfleger/in arbeiten. Bei diesem Beruf bist du meist in Kindergärten oder Beratungsstellen für Familien oder Kinderkliniken im Einsatz. Du schaust, wie sich die Kinder entwickeln und förderst sie ihrem Alter entsprechend.

Essen, anziehen, Zähne putzen, aufräumen - das sind Dinge, die Kindern und Jugendlichen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung besonders schwer fallen. Heilerziehungspfleger helfen ihnen, im Alltag besser klarzukommen. Deine Tätigkeitsgebiete können Förderschulen, Kindergärten, Wohn- und Pflegeheime oder Kliniken sein. Für diesen Beruf solltest du sehr geduldig sein und keine Berührungsängste mit Menschen mit Behinderung haben.

Logopäden behandeln beispielsweise Kinder mit Sprachstörungen und bringen ihnen bei, fehlerfrei zu sprechen. Als Logopäde kann man aber auch Erwachsene mit Sprachstörungen behandeln. Atem-, Sprech- und Stimmlehrer kümmern sich ebenfalls um Menschen, die mit ihrer Stimme oder dem Sprechen Probleme haben.

Alle genannten Ausbildungsberufe und Studiengänge im Überblick:

2. Menschen im Alltag betreuen

Nicht nur Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung brauchen Unterstützung, sondern auch Erwachsene. Als Heilpädagoge bist du ebenfalls in einem sozialen Beruf tätig und begleitest Menschen mit geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen und förderst sie mit pädagogischen und therapeutischen Maßnahmen. Du diagnostizierst Entwicklungsstörungen, erstellst Förderpläne und führst Beratungsgespräche mit Angehörigen.

Auch viele ältere Menschen brauche Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags. Wenn du eine Ausbildung zum Altenpfleger oder Altenpflegehelfer gemacht hast, kannst du sie dabei unterstützen. Was du in diesem Job tust, hängt davon ab, wie fit die Senioren noch sind und wo du arbeitest. Du begleitest sie zum Beispiel zum Arzt, gehst mit ihnen einkaufen oder spazieren. Außerdem hilfst du ihnen bei der Körperhygiene und der Medikamenteneinnahme.

Als Sozialhelfer kannst du nicht nur Kindern und Jugendlichen, helfen sondern auch Erwachsenen: Du unterstützt Menschen in ihrem Alltag, berätst sie bei Problemen und führst unter Umständen vorübergehend ihren Haushalt. In eine ganz ähnliche Richtung kannst du gehen, wenn du Soziale Arbeit studiert hast. Auch dann berätst und betreust du einzelne Personen, Familien oder bestimmte Gruppen in schwierigen Situationen oder in akuten Krisen.

Alle genannten Ausbildungsberufe und Studiengänge im Überblick:

3. Menschen gesundheitlich unterstützen

Wenn du ein großes Herz für Babys hast und dich das Thema Schwangerschaft fasziniert, könnte eine Ausbildung zur Hebamme oder zum Entbindungshelfer das Richtige für dich sein. In diesem Beruf begleitest du schwangere Frauen auf ihrem Weg bis zur Geburt und darüber hinaus. Du machst Vorsorgeuntersuchungen, Geburtsvorbereitungskurse und hilfst dabei, das Baby auf die Welt zu bringen. Nach der Geburt gibst du der Mutter zum Beispiel auch Tipps zum Stillen. 
Als Gesundheits-und Kinderkrankenpflegerinversorgst und betreust du kranke und pflegebedürftige Säuglinge, Kinder und Jugendliche. Bei diesem sozialen Beruf kommst du zum Beispiel in Kinderkrankenhäusern und bei Kinderärzten zum Einsatz.
Dasselbe kannst du auch für Erwachsene Menschen tun. Nach einer Ausbildung zum Gesundheits- Und Krankenpflegehelfer hilfst du zum Beispiel älteren Menschen dabei, sich zu waschen oder zu essen und du unterstützt Ärzte und das Pflegepersonal. Ob Alten- oder Pflegeheime, Krankenhäuser oder Gesundheitszentren – deine Einsatzgebiete können vielfältig sein.

Auch wenn du dich für das Thema Sport und Bewegung interessierst, kannst du anderen Menschen helfen. Zum Beispiel, indem du eine Ausbildung zum Physio- und Sporttherapeuten machst oder Physiotherapie studierst. Als Physiotherapeut kannst du Menschen mit Rückenschmerzen oder nach schweren Verletzungen helfen, ihre Beweglichkeit wiederherzustellen und schmerzfrei zu leben.
Als Ergotherapeut therapierst du beispielsweise Kinder, die sich zu langsam entwickeln oder Personen, die einen Schlaganfall erlitten haben. Du hilfst ihnen, wieder auf die Beine zu kommen und Spaß an Bewegung zu haben. Um Ergotherapeut zu werden kannst du eine Ausbildung zum Ergotherapeuten machen oder Ergotherapie studieren .
Eine gesunde Ernährung erhält eine immer größere Bedeutung, denn Krankheiten, die zum Beispiel durch Übergewicht ausgelöst werden, haben stark zugenommen, auch bei Kindern. Als Diätassistent hilfst du Menschen beim Abnehmen, indem du Ernährungspläne für sie erstellst, Kochkurse gibst oder Vorträge hältst. Zu deinen Einsatzorten gehören dabei Krankenhäuser und Pflegeheime, es können aber auch Hotels sein.

Alle genannten Ausbildungsberufe und Studiengänge im Überblick:

4. Menschen in ärmeren Ländern helfen

Du interessierst dich für andere Länder und Kulturen und möchtest gerne Menschen helfen, denen es nicht so gut geht? Dann könnte eine Ausbildung zum Entwicklungshelfer spannend für dich sein. Bei diesem Beruf unterstützt du Menschen in ärmeren Ländern dabei, ihre Lebensverhältnisse selbst zu verbessern. Du zeigst ihnen beispielsweise, was beim Brunnenbau zu beachten ist oder mit welchen hygienischen Maßnahmen sie sich vor Krankheiten schützen können. Außerdem organisierst und koordinierst du Hilfsprojekte. Weitere Informationen zum Berufseinstieg findest du bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) oder der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) .

Und jetzt? 

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