Berufe mit Computerspielen

Egal ob kreativer Kopf oder Programmierer – so kannst du dein Hobby zum Beruf machen

Berufe mit Computerspielen

Du liebst Videospiele und alles, was damit zu tun hat? Du möchtest am liebsten dein Hobby zum Beruf machen, weißt aber nicht genau wie?
Anlässlich der gamescom 2014 wollen wir dir Berufe vorstellen, in denen du mit Games zu tun hast. Doch bedenke: Das Zocken allein steht oft nicht im Vordergrund.

Ein eigenes Spiel von der Idee bis zur Markteinführung begleiten und mitentwickeln, das ist der Traum vieler Gamer. Spieleentwickler – so nennt sich jeder, der am Entwicklungsprozess eines Spiels beteiligt ist. Dabei hat jeder „Game Developer“ sehr verschiedene Aufgabenbereiche.

Viele unterschiedliche Aufgabenbereiche

Die Entstehung eines Videospiels beginnt mit der Idee eines Game Designers. Ein ganzes Team von Game Designern entwickelt diese Idee dann zu einem realisierbaren Konzept weiter. Diese Phase nennt man Pre-Production. Übrigens: Game Design kann man in Deutschland auch studieren.

Ob ein Spiel tatsächlich auf den Markt kommt, entscheidet der Publisher. So nennt man Unternehmen, die Videospiele veröffentlichen und vertreiben. Außerdem stellen sie die finanziellen Mittel zur Verfügung und vermarkten das Produkt. Bekannte Publisher sind zum Beispiel Electronic Arts, Nintendo, Rockstar Games und Activision Blizzard.

In der folgenden Produktionsphase arbeiten sehr viele verschiedene Personen an dem Videospiel. Sie setzen es Stück für Stück – wie ein Puzzle – zusammen. Eine zentrale Rolle spielen hier die Drehbuchautoren und Leveldesigner, die über Aufbau und Atmosphäre des Spiels entscheiden. Zusammen mit den Game Designern skizzieren sie das Spielkonzept und geben die Handlung vor. So entwerfen sie zum Beispiel die Missionen, Menüs und Charaktere, die das Spiel später ausmachen sollen.

Umsetzung in den Entwicklerstudios

In die Tat umgesetzt werden die Konzepte nun von Programmierern und Concept Artists in den Entwicklerstudios wie Valve, Naughty Dog oder Rockstar North. Programmierer haben oft ein Informatik-Studium absolviert und beschäftigen sich mit dem technischen Gerüst des Spiels. Der Concept Artist skizziert Figuren und andere Spielelemente wie Landschaften und Gegenstände, um sie dann in das Spiel zu integrieren. Sie realisieren zusammen die virtuelle Umgebung und hauchen dem Spiel so Leben ein. Dabei stehen sie immer im engen Kontakt mit dem Entwicklerteam. Die Animation von Figuren übernimmt der 3D-Artist. Er sorgt mit speziellen Computerprogrammen dafür, dass alle Bewegungsabläufe wie die Laufbewegung einer Person flüssig dargestellt werden. Natürlich braucht jedes Spiel auch einen Sound – dafür ist der Sound Designer zuständig. Musik, Synchronstimmen und das Nachahmen abstrakter Geräusche gehören zu seiner Arbeit.

Testen, testen, testen

Der gesamte Produktionsablauf und die Termineinhaltung werden vom Producer überwacht. Er stellt auch das Bindeglied zum Publisher dar, der den Vertrieb und die Werbung übernimmt. Hier entstehen schon während der Produktion Marketing-Kampagnen, die das Spiel bekannt machen sollen.

Nach der Produktion schließt sich eine Testphase an, in der Spieletester das Spiel auf verschiedene Fehler prüfen. Dieser Job kann sehr monoton sein, da der Tester oft große Areale mehrmals „abgrasen“ muss. Spieletester üben ihre Tätigkeit oft nebenberuflich oder befristet aus. Als Schüler kann man im Zuge eines Praktikums Einblick in diesen Beruf bekommen.

Zum Schluss erfolgt die digitale Zusammenführung aller Spielelemente und die Veröffentlichung der finalen Spielversion durch den Publisher. In dieser Zeit werden natürlich auch die Verpackung und die Werbung fertiggestellt.
Nun kannst du dir das Spiel im Geschäft oder im Internet kaufen und dem Spielvergnügen steht nichts mehr im Weg!

Und jetzt?

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