Berufe mit Medien

Schreiben, designen oder lieber etwas Technisches? Schau dir unsere Übersicht an

Berufe mit Medien

Du weißt, dass du nach der Schule einen Beruf mit Medien machen möchtest. Aber jetzt kommt die entscheidende Frage: Was genau? Die Medienbrache ist groß und bietet für viele Interessen den richtigen Beruf. So arbeiten Journalisten und Fachinformatiker zum Beispiel beide in der Medienbranche – machen aber vollkommen verschiedene Dinge. Wir haben für dich einmal zusammengefasst, welche Bereiche es gibt und welche Einstiegsmöglichkeiten du hast. Links führen dich dann zu den einzelnen Ausbildungen und Studiengängen.

Für Technikbegeisterte

Technik und Medien sind genau dein Ding? Dann könnte eine Ausbildung zum Medientechnologen perfekt zu dir passen. Du kannst dich auf drei Bereiche spezialisieren: Druck, Siebdruck und Druckverarbeitung. Deine Aufgabe ist es, die Druckaufträge von Kunden umzusetzen, indem du die Maschinen richtig einstellst und den Produktionsprozess überwachst. Auch als Mediengestalter Flexografie arbeitest du in diesem Bereich - kümmerst dich aber eher um die Erstellung von Stempeln, Gravuren oder bestimmte Arten von Druckplatten.

Für Informatiker

Oder wäre dir ein Studium wie Medieninformatik lieber? Hier befasst dich unter anderem mit der digitalen Verarbeitung der Medien. Du belegst Kurse wie „Programmierung“, „Software-Design“ und „Computergrafik und -animation“ und lernst so Stück für Stück die Welt der Informatik kennen.

Als Fachinformatiker kümmerst du dich darum, dass die Technik für die Erstellung von Medien stimmt. Du betreust Computersysteme in Unternehmen und berätst die Anwender, also zum Beispiel andere Mitarbeiter des Unternehmens, bei Problemen.

Für angehende Journalisten

Als Redakteur oder Journalist planst und recherchierst du für Beiträge in Zeitungen, Zeitschriften, im Radio oder online. Du führst beispielsweise Interviews und besuchst Veranstaltungen, über die du nachher berichtest. Es gibt ganz verschiedene Wege in den Journalismus. Klassischerweise studierst du ein geistes- oder sozialwissenschaftliches Fach beziehungsweise Journalistik/Publizistik und sammelst Praxiserfahrung durch Nebenjobs oder Praktika. Um danach als Redakteur zu arbeiten, absolvierst du meist nach ein ein- bis zweijähriges Volontariat.

Für Designer

Du möchtest lieber zeichnen, am Computer Designs entwerfen oder dir Melodien für Werbespots ausdenken? Auch hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten.

Mediengestalter Digital und Print recherchieren und bearbeiten Fotos, erstellen Grafiken und Werbeanzeigen oder sorgen dafür, dass das Layout in Zeitschriften stimmt. Oft entwerfen sie auch Materialien wie Broschüren oder Flyer. Wofür sie verantwortlich sind, hängt auch davon ab, in welcher Firma sie arbeiten. Sind sie bei einem Zeitungsverlag angestellt, werden sie ihren Schwerpunkt zum Beispiel eher im Printbereich haben. Mediengestalter Bild und Ton sorgen dafür, dass bei einem Filmbeitrag eine Aufnahme mit einwandfreiem Ton entsteht und korrigieren diesen entsprechend. Auch sind sie für die Organisation solcher Beiträge verantwortlich und müssen Termine absprechen.

Ebenfalls sehr kreativ unterwegs sind Kommunikationsdesigner. Sie kümmern sich um die Umsetzung der Aufträge von Kunden, die beispielsweise ein neues Produkt bewerben wollen. Sie überlegen sich ein Konzept, planen die einzelnen Werbemaßnahmen und arbeiten immer wieder das Feedback des Kunden ein. Design kann man auch studieren - hier gibt es verschiedene Spezialisierungen.

Für alle, die bei Film und Fernsehen arbeiten wollen

Du möchtest zum Fernsehen oder beim Film arbeiten? Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Drehbuchautoren entwickeln Ideen für Filme, Serien oder andere Formate und versuchen, diese zu verkaufen. Es gibt nicht viele hauptberufliche Drehbuchautoren in Deutschland, es dauert relativ lange, sich hier zu etablieren. Eine geregelte Ausbildung gibt es hier nicht - einige Hochschulen und Fachhochschulen bieten allerdings Studiengänge in diesem Bereich an.

Film- und Fernsehregisseure setzen Drehbücher um. Sie werden an Fachschulen und Kunsthochschulen ausgebildet. Natürlich ist das keine Garantie für eine Hollywood-Karriere - vorher machst du viele Praktika, arbeitest bei anderen Regisseuren und lernst dein Handwerk von Grund auf.

Film- und Fernsehwirte verbinden kaufmännische mit kreativen Aufgaben. Sie kümmern sich zum Beispiel mit um die Auswahl der Schauspieler und die Drehorte - behalten aber immer die Kosten im Blick.

Irgendjemand muss natürlich die Filme auch drehen - das übernehmen Kameramänner- und frauen. Sie kümmern sich nicht nur um den Dreh selbst, sondern haben auch einen Blick für das richtige Licht und den Drehort. Sie beraten Regisseure bei der Umsetzung von Szenen und helfen bei der Planung.

Audio-Designer kümmern sich schließlich darum, dass der Ton stimmt - zum Beispiel bei Nachrichtenproduktionen oder Filmen.

Für Fotografiebegeisterte

Fotografen arbeiten an ganz unterschiedlichen Orten: Von der Lokalzeitung bis zur Werbeagentur sind sie dafür da, Menschen, Orte oder auch Gegenstände ins richtige Licht zu rücken. Ihre Fotos bearbeiten sie hinterher am Computer.

Für Geschäftsmänner und -frauen

Wenn du dich eher für kaufmännische Berufe interessierst: Die gibt es in der Medienbranche auch. Kaufleute für audiovisuelle Medien planen zum Beispiel, wie viel Personal für den Dreh eines Filmes notwendig ist und haben die Finanzen im Blick. Dein Arbeitsplatz kann später in der Filmindustrie sein, aber auch beim Rundfunk oder Fernsehen. Ebenfalls kaufmännisch arbeiten Medienkaufleute Digital und Print. Sie kümmern sich in Medienunternehmen darum, neue Produkte zu entwickeln und vorhandene zu verbessern. Zum Beispiel, wenn es darum geht, Apps von Tageszeitungen zu optimieren.

Um die Vermarktung von Medienprodukten kümmern sich Kaufleute für Marketingkommunikation. Sie entwickeln zum Beispiel ein Konzept dafür, eine neue Serie bekannt zu machen. Sollen Werbespots im Fernsehen oder bei Youtube geschaltet werden oder ist eine Plakatkampagne besser? Das sind Fragen, mit denen sie sich beschäftigen.

Und jetzt?

Du siehst: Es gibt sehr viele Möglichkeiten, in der Medienbranche zu arbeiten. Deshalb ist es wichtig, dass du dir darüber Gedanken machst, was genau dich interessiert. Wenn du das noch nicht weißt: Mach unseren Interessencheck und finde es heraus.


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