Bye, bye, deutsche Uni – Alle Infos zum Auslandssemester

Anderes Land, andere Sprache, andere Hochschule - So organisierst du dein Studium in der Ferne

Bye, bye, deutsche Uni – Alle Infos zum Auslandssemester

Die Sonne scheint, das Meerwasser glitzert. Neben dir am Strand liegt deine Mitbewohnerin, mit der du für die Klausur lernst, die ihr in der kommenden Woche schreibt. Klingt unrealistisch? Nicht, wenn du ein Semester in Spanien verbringst, einem der beliebtesten Länder für einen Auslandsaufenthalt. Was du zum Thema Auslandssemester wissen solltest, liest du in diesem Artikel.

Was ist eigentlich ein Auslandssemester?

Wie der Name schon sagt, kannst du, wenn du an einer deutschen Hochschule eingeschrieben bist, ein oder mehrere Semester im Ausland verbringen. Dort belegst du Kurse an der Hochschule, schreibst Klausuren und Hausarbeiten und bekommst dafür Noten oder Leistungspunkte. Es gibt verschiedene Formen des Auslandsstudiums. Falls du dein komplettes Studium im Ausland verbringen möchtest, findest du hier alle Infos.

Wann gehe ich am besten ins Ausland?

Ein Auslandssemester kannst du grundsätzlich in jedem Studiengang machen, egal, ob du auf Bachelor, Diplom oder Staatsexamen studierst. Allerdings kann es je nach Studienfach leichter oder schwieriger sein, einen passenden Zeitpunkt zu finden. Bei Bachelor-Studiengängen ist meist das vierte oder fünfte Semester passend, da du dich dann schon an deiner Heimat-Uni und auch in deinem Fach ausreichend auskennst. Die meisten deutschen Hochschulen bieten eine umfassende Beratung zum Thema Auslandssemester an. Dort kannst du auch klären, wann der beste Zeitpunkt ist. Wichtig: Fang mit der Planung möglichst früh an, damit du die Bewerbungsfristen nicht verpasst.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Vielleicht hast du schon mal von ERASMUS gehört. Das ist ein europäisches Austauschprogramm, durch das ein großer Teil der Studenten gefördert wird, die ins Ausland gehen. Auf der Website deiner Hochschule erfährst du, mit welchen ausländischen Hochschulen sie kooperiert und wie viele Plätze dort angeboten werden. Meist musst du dich für einen Platz bewerben. Wirst du angenommen, bekommst du ein monatliches Stipendium von etwa 100 bis 300 Euro. Dieser Betrag variiert je nach Hochschule. Der Vorteil von ERASMUS: Du bezahlst an der Hochschule im Ausland keine Studiengebühren und legst vorher mit deiner Heimathochschule fest, welche Kurse du vor Ort belegst. So soll sichergestellt werden, dass dir die Leistungen anerkannt werden.
Möchtest du an einer ausländischen Hochschule studieren, mit der deine Uni keine Kooperation hat, ist das auch möglich. Es gibt diverse Stipendien, wie beispielsweise das Free-Mover-Stipendium oder das PROMOS-Stipendium des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes, das einige Unis anbieten.

Muss ich unbedingt ins Ausland gehen?

Du bekommst Bauchschmerzen bei dem Gedanken an ein Auslandssemester? Du hast aber gleichzeitig Angst, dass du später Nachteile hast, wenn du keines machst? Erstmal: Niemand muss ins Ausland gehen. Immer noch bleiben zwei Drittel der Studenten während ihres Studiums in Deutschland – und auch sie finden hinterher einen Job.
Aber: Du solltest dich trotzdem damit beschäftigen, warum genau du nicht ins Ausland möchtest. Hast du Angst, dass du mit der Sprache nicht klarkommst? Denkst du, dass du keine neuen Freunde finden wirst? Wenn du dir unsicher bist, ob ein Auslandssemester für dich das Richtige ist oder nicht, sprich am besten mit jemandem, der schon eines gemacht hat oder lass dich an deiner Uni beraten. Viele Ängste sind ganz normal. Und wenn du die Anfangsschwierigkeiten hinter dir gelassen hast, wird ein Auslandssemester in den meisten Fällen eine tolle Zeit, an die du dich noch lange gern zurückerinnerst.

Wie geht es weiter?

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