Deckblatt? Dritte Seite? So hebst du dich von der Masse ab

Zwei Möglichkeiten, wie du deine Unterlagen noch ein bisschen besser machen kannst

Deckblatt? Dritte Seite? So hebst du dich von der Masse ab

Zu einer Bewerbung gehören Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen. Es gibt aber weitere Möglichkeiten, deine Bewerbung auf dich und deine Fähigkeiten zuzuschneiden. Vielleicht hast du schon mal von der „Dritten Seite“ gehört oder dem Deckblatt. Hier erfährst du mehr darüber.

Ich dachte, mit einem Anschreiben, einem Lebenslauf und Zeugnissen ist meine Bewerbung fertig. Stimmt das nicht?

Doch, genauso ist es. Das sind die drei Teile, aus denen eine schriftliche Bewerbung besteht. Darüber hinaus kannst (nicht: musst) du deiner Bewerbung noch weitere Elemente hinzufügen. Das hat für dich mehrere Vorteile:

  • Du hebst dich von der Masse ab: Mit einem schön gestalteten Deckblatt hast du eine weitere Möglichkeit, dich und deine Fähigkeiten kurz und prägnant zu präsentieren
  • Du kannst zusätzliche Schwerpunkte setzen: Manchmal gibt es Themen, die sich weder im Anschreiben noch im Lebenslauf unterbringen lassen, hierfür kannst du beispielsweise die „Dritte Seite“ nutzen
  • Du kannst auf deine Fähigkeiten hinweisen: Wenn es etwas gibt, das du besonders gut kannst und das du noch einmal herausstellen möchtest, eignet sich dafür ebenfalls die „Dritte Seite“.

Was kommt auf das Deckblatt?

Wenn du dich für ein Deckblatt entscheidest, solltest du dir dafür Zeit nehmen. Diese Informationen können auf deinem Deckblatt stehen:

  • Titel: „Bewerbung als…“ oder „Bewerbungsunterlagen“. Ein Titel muss nicht unbedingt sein.
  • Bild: Ein Deckblatt überzeugt auch durch ein gut ausgewähltes und gut platziertes Foto. Mit dem Format kannst du experimentieren, das Bild kann und soll ruhig größer sein als auf dem Lebenslauf. Übrigens: Wenn du ein Deckblatt erstellst, kannst du das Bild beim Lebenslauf weglassen.
  • Persönliche Daten: Vor- und Nachname, Anschrift, Telefon- und Handynummer und E-Mail-Adresse sollten direkt auf dem Deckblatt stehen.
  • Profil: Auf dem Deckblatt kannst du in wenigen Stichpunkten bereits auf deine Stärken hinweisen, die für die Stelle relevant sind. Zum Beispiel: „Abgeschlossene Weiterbildung als…“, „Fünfmonatiger Auslandsaufenthalt in Frankreich“ oder „Expertenkenntnisse in folgenden Computerprogrammen: ...“

Für das Deckblatt gelten keine strengen Regeln. Du kannst ruhig etwas experimentieren. Aber: Halte dich an die generellen Layout-Regeln für Bewerbungen.

Was ist die „Dritte Seite“?

Die „Dritte Seite“ ist eine zusätzliche Möglichkeit, bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse zu betonen. Du solltest sie nur dann nutzen, wenn du das Gefühl hast, dass es noch etwas gibt, das du im Anschreiben und Lebenslauf nicht ausreichend darstellen konntest. Ein Beispiel: Du arbeitest in deiner Freizeit seit Jahren ehrenamtlich bei einem Verein, der Sommerfreizeiten für benachteiligte Kinder organisiert. Du fährst jedes Jahr mit auf diese Freizeiten und hast sogar einen Übungsleiterschein gemacht, damit du die Kinder beim Sport betreuen kannst. Jetzt bewirbst du dich für eine Ausbildungsstelle als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger oder für ein Praktikum an einer Grundschule im Rahmen deines Lehramtsstudiums. In diesem Fall ist es durchaus sinnvoll, dein ehrenamtliches Engagement auf einer „Dritten Seite“ zusammenzufassen.
Generell besteht aber die Gefahr, dass du auf der „Dritten Seite“ wiederholst, was du im Lebenslauf und im Anschreiben geschrieben hast. Einzuschätzen, wann eine „Dritte Seite“ sinnvoll ist und wann nicht, ist deshalb gar nicht so leicht. Als Faustregel gilt: Wenn du dir unsicher bist, lass die „Dritte Seite“ weg und entscheide dich für eine „normale“ Bewerbung, eventuell mit einem zusätzlichen Deckblatt. Es ist besser, keine „Dritte Seite“ zu haben als eine, die langweilig oder wegen sich doppelnder Infos überflüssig ist.

Wie geht es weiter?

Web-Adresse: https://blicksta.de/deckblatt-dritte-seite-so-hebst-du-dich-von-der-masse-ab.html
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