Der Freiwilligendienst für alle: Als „Bufdi“ Gutes tun

Was der Bundesfreiwilligendienst ist und wo du ihn überall machen kannst

Der Freiwilligendienst für alle: Als „Bufdi“ Gutes tun

„Das wenige, das du tun kannst, ist viel.“ Das stellte der Arzt und Philosoph Albert Schweitzer einst fest – heute ist es der Leitgedanke für viele ehrenamtliche Helfer. Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) gibt Menschen jeden Alters die Möglichkeit, „etwas zu tun“. Wir erklären dir, was der BFD genau ist und wo du ihn machen kannst.

Bundesfreiwilligendienst – was ist das eigentlich?

Der Bundesfreiwilligendienst ist seit 2011 der Ersatz für den Zivildienst. Du kannst ihn zu jedem Zeitpunkt in deinem Leben beginnen, es gibt keine Altersbeschränkung. Das ist der Hauptunterschied zum Freiwilligen Sozialen Jahr, das du nur zwischen 16 und 26 Jahren machen darfst. Du arbeitest in einer sozialen, ökologischen oder kulturellen Einrichtung deiner Wahl, hast einen Anspruch auf Urlaub und nimmst an einem Begleitseminar teil. Die meisten „Bufdis“ – so werden die Freiwilligen häufig genannt – bleiben ein Jahr. Theoretisch ist aber alles zwischen sechs Monaten und zwei Jahren drin. Starten kannst du immer zum Monatsbeginn.

Wo kann ich den BFD machen und welche Aufgaben erwarten mich?

Deine Aufgaben können ganz unterschiedlich sein, je nachdem, für welchen Bereich du dich entscheidest. Vielleicht baust du Überwinterungsmöglichkeiten für Fledermäuse, unterstützt geistig oder körperlich behinderte Menschen in ihrem Alltag oder gibst einen Tanz-Workshop für Jugendliche. Was würde dir Spaß machen? Klick einfach auf die einzelnen Bereiche, um mehr zu erfahren:

Muss ich bestimmte Voraussetzungen erfüllen?

Für den BFD musst du in der Regel mindestens 16 Jahre alt sein, in Ausnahmefällen kannst du auch schon mit 15 anfangen. Du musst allerdings deine Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. Wenn du möchtest, kannst du den BFD auch mehrmals in deinem Leben machen. Manchmal wird ein Führerschein oder ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Ansonsten gilt: Sei offen für Neues, freu dich darauf, neue Leute kennenzulernen und zeig Einsatzbereitschaft – dann wirst du sicherlich viel Spaß haben!

Wie bewerbe ich mich?

Wenn du schon weißt, wo du hinmöchtest, kannst du dich direkt bei deiner Wunscheinrichtung oder den jeweiligen Trägern bewerben, also zum Beispiel bei sozialen Verbänden oder Altenheimen. Deine Bewerbung sollte auf jeden Fall einen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben enthalten, in dem auch steht, wie lange du bleiben möchtest. Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung findest du hier. Du weißt noch nicht, wo es hingehen soll? Kein Problem – auf der offiziellen Seite zum BFD gibt es eine Einsatzstellensuche.

Wovon lebe ich?

Weil der Bundesfreiwilligendienst eine ehrenamtliche Tätigkeit ist, bekommst du kein richtiges Gehalt, sondern nur ein Taschengeld von höchstens 357 Euro pro Monat. Solange du unter 25 Jahre alt bist, erhalten deine Eltern Kindergeld für dich. Von manchen Einrichtungen wird dir auch die Unterkunft, Verpflegung oder Arbeitskleidung kostenlos zur Verfügung gestellt. Wenn du für den BFD umziehen musst und keine Unterkunft gestellt bekommst, kannst du Wohngeld bei der Stadt beantragen. Während deines Freiwilligendienstes bist du Mitglied in der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Und jetzt?

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