Duale Ausbildung: Was ist das eigentlich?

Was du wissen solltest, wenn du dich für die häufigste Ausbildungsart entscheidest

Duale Ausbildung: Was ist das eigentlich?

Wenn du dich für eine Ausbildung interessierst, hast du vielleicht schon davon gehört, dass es verschiedene Ausbildungsformen gibt. Am häufigsten wird die duale beziehungsweise betriebliche Ausbildung angeboten. In diesem Text erklären wir dir, was das ist, wer duale Ausbildungen anbietet und was du sonst noch wissen musst.

Was bedeutet „duale Ausbildung“?

Das Wort „dual“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „zwei“ oder „zweifach“. Eine duale Ausbildung besteht also aus zwei Elementen: Einer praktischen Ausbildung in einem Betrieb und einem theoretischen Teil an einer Berufsschule oder Berufsakademie. Zwei Drittel aller Ausbildungen in Deutschland sind duale Ausbildungen. Im Betrieb lernst du, wie das Berufsleben praktisch funktioniert. Du arbeitest zum Beispiel im Büro, in der Werkstatt, in einer Gärtnerei oder auf einer Baustelle – je nachdem, wo du deine Ausbildung machst. In der Schule hast du Unterricht in einigen Fächern, die du auch schon aus der Schule kennst und in Fächern, die zu deinem Ausbildungsberuf passen.

Welchen Schulabschluss brauche ich für eine duale Ausbildung und wie lange dauert sie?

Grundsätzlich kann jeder in Deutschland eine Ausbildung machen, es sind keine bestimmten Schulabschlüsse vorgeschrieben. Für manche Berufe in bestimmten Regionen gibt es aber sehr viele Bewerber. Deshalb spielt die Art deines Schulabschlusses oft doch eine Rolle. Einige Ausbildungen kannst du auch nur mit (Fach-)Abitur machen. Wie das konkret für deinen Wunschberuf aussieht, erfährst du in unserer Datenbank, wenn du auf das jeweilige Profil einer Ausbildung klickst. Duale Ausbildungen dauern meist zwei bis dreieinhalb Jahre.

Wie läuft eine Ausbildung ab?

Normalerweise arbeitest du als Auszubildender an drei bis vier Tagen pro Woche in deinem Ausbildungsbetrieb und gehst an ein bis zwei Tagen zur Schule. Manchmal wird auch Blockunterricht angeboten. Hier bist du mehrere Wochen am Stück in der Berufsschule und arbeitest in der restlichen Zeit komplett im Betrieb. Je nach Bundesland und Beruf gibt es unterschiedliche Regelungen, die du am besten konkret mit deinem Ausbildungsbetrieb besprichst. Während deiner Ausbildung machst du in der Regel zwei größere Prüfungen: eine Zwischenprüfung und eine Abschlussprüfung (wenn du einen handwerklichen Beruf lernst, heißt die Abschlussprüfung Gesellenprüfung).

Wann muss ich mich bewerben?

Wenn du dich für einen Ausbildungsplatz bewerben möchtest, solltest du in deinem vorletzten Schuljahr anfangen, dich um deine Unterlagen zu kümmern. Die meisten Ausbildungen starten am 1. August oder 1. September. Gerade viele große Betriebe schreiben freie Ausbildungsstellen schon ein Jahr vorher aus. Genau Infos zu Bewerbungsfristen findest du hier.

Wie geht es weiter?

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