Duale Studiengänge für Berufstätige

Welche Vor- und Nachteile die akademische Weiterbildung neben dem Job bietet

Duale Studiengänge für Berufstätige

Du hast bereits einen Ausbildungsabschluss und/oder arbeitest seit einigen Jahren in deinem Beruf, möchtest dich aber mit einem Studium weiterbilden und einen akademischen Abschluss machen? Dann könnten die dualen Studiengänge zur beruflichen Weiterbildung für dich interessant sein. Wenn du noch keine Ausbildung absolviert hast, findest du hier alle Infos.

Welche Modelle gibt es?

Wenn du nach dualen Studiengängen zur beruflichen Weiterbildung suchst, stößt du auf die Begriffe berufsintegrierend und berufsbegleitend. Als Unterscheidung wird häufig genannt, dass du bei berufsintegrierenden Studiengängen in Teilzeit arbeitest, während du bei berufsbegleitenden ähnlich einem Fernstudium Vollzeit in deinem Betrieb bleibst.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) spricht jedoch in einem Bericht über Trends des dualen Studiums von 2013 davon, dass sich die Bezeichnung berufsintegrierend als nicht praxisgerecht erwiesen habe. In der Datenbank AusbildungPlus, in der zahlreiche Studienangebote gelistet sind, lautet das entsprechende Suchkriterium daher „Studium zur beruflichen Weiterbildung (berufsbegleitend)“. Hier findest du viele Angebote, vielleicht ist ja auch ein für dich passendes dabei.

Worauf muss ich achten?

Es ist wichtig, dass dein Arbeitgeber mitspielt. Denn im Unterschied zum Fernstudium sollte er bei einer Weiterbildung über ein duales Studium mit im Boot sein. Oft heißt es, dass der Betrieb „einen spezifischen, dem Studium förderlichen Beitrag“ leistet. Zum Beispiel indem er dich für einen Tag in der Woche freistellt. Oder indem er deine Aufgaben an die Inhalte deines Studiums anpasst. Die inhaltliche Verzahnung sollte möglichst groß sein. Hier lohnt sich auch ein Blick auf die Studieninhalte.
Manche Betriebe haben einen Kooperationsvertrag mit einer Hochschule abgeschlossen. Falls das nicht der Fall ist, kannst du mit deinem Chef darüber sprechen, ob sich für ihn eine solche Zusammenarbeit lohnen könnte. Die Konditionen findest du oft auf den Internetseiten der Hochschulen.

Die Vor- und Nachteile

Ein Studium neben dem Job zu absolvieren verlangt Disziplin und Motivation, vor allem wenn du Vollzeit arbeitest. Zumal du dich wahrscheinlich oft im Betrieb mit anderen Themen auseinandersetzen musst als in deinem Studium. Wie groß diese Kluft zwischen Theorie und Praxis ausfällt, hängt davon ab, wie intensiv die Kooperation zwischen deinem Betrieb und einer Hochschule ist. Auf der anderen Seite gibt es einige Vorteile: Du bekommst ein Gehalt und kannst so dein Studium finanzieren, für das auch Studiengebühren anfallen können. Du behältst deinen Arbeitsplatz. Bei guten Kooperationen kannst du dein neues Wissen direkt umsetzen. Und mit einem akademischen Abschluss erhöhst du deine Aufstiegschancen.

Was sind die Zulassungsvoraussetzungen?

Wer bereits eine Ausbildung gemacht und/oder mehrere Jahre in seinem Beruf gearbeitet hat, kann ein Studium machen, das mit einem Bachelor abschließt. Du kannst aber auch ein Master-Studium neben deinem Beruf absolvieren – dafür brauchst du einen Bachelor-Abschluss. Manchmal ist auch ein Meister Voraussetzung.

Wie ist das berufsbegleitende Studium aufgebaut?

Es gibt Varianten, bei denen du deine reguläre Arbeitszeit im Betrieb verkürzt oder Teilzeit arbeitest, um Zeit für das Studium zu haben. Bei anderen arbeitest du Vollzeit. Vorlesungen und Seminare finden oft an Abenden oder am Wochenende statt. Außerdem lernst du viel bei dir zu Hause: Mit Büchern, Lernmaterialien und über das Internet.

Wie geht es weiter?

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