Duales Studium direkt nach der Schule

Keine Angst vorm vollen Stundenplan: Alle Infos zum Studium mit viel Berufspraxis

Duales Studium direkt nach der Schule

Du möchtest studieren und dein Wissen direkt in der Praxis anwenden? Dann könnte ein Studium mit gleichzeitiger Ausbildung oder langen Praxisphasen richtig für dich sein. Die Voraussetzung: Du hast mindestens die Fachhochschulreife, aber noch keinen Berufsabschluss. Alle Infos zu dieser Form des dualen Studiums bekommst du hier. Wenn du bereits über einen Berufsabschluss verfügst, könnten die Angebote zur beruflichen Weiterbildung für dich interessant sein.

Ein duales Studium ist eine Herausforderung!

Studieren und Berufserfahrung sammeln in drei bis maximal fünf Jahren – das klingt spannend, ist aber ziemlich anstrengend. Wer sich für ein duales Studium entscheidet, braucht gute Nerven und Disziplin. Denn zu Vorlesungen und Seminaren, Hausarbeiten und Klausuren kommt noch der Berufsalltag hinzu. Es ist also nicht so, dass man arbeitet und nebenbei ein bisschen studiert oder andersherum. Beide Elemente – Praxis und Theorie – sind gleichermaßen wichtig und entsprechend zeit- und arbeitsaufwendig. Das sollte dich aber nicht abschrecken, denn es gibt sehr viele Vorteile.

Was bedeutet ausbildungs- und praxisintegriert?

Beim ausbildungsintegrierenden Modell wird ein Hochschulstudium mit einer kompletten beruflichen Erstausbildung verknüpft. Danach hast du sowohl einen akademischen Abschluss und einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Beim praxisintegrierenden Modell arbeitest du während des Studiums auch in einem Unternehmen mit und sammelst Berufserfahrung, machst aber keine komplette Ausbildung mit einem Berufsabschluss.

Was sind die Voraussetzungen?

Das ausbildungsintegrierende und praxisintegrierende duale Studium richtet sich an alle, die mindestens die Fachhochschulreife und noch keine Ausbildung gemacht haben. Manchmal brauchst du auch Abitur oder eine fachgebundene Hochschulreife. Je nachdem, was du studieren möchtest, sind bestimmte Vorkenntnisse (Sprachen, Mathe) wichtig, eher selten gibt es einen NC, manchmal muss man vorher ein Fachpraktikum gemacht haben. Es ist wichtig, dass du dich früh informierst, was die (Fach-)Hochschule oder Berufsakademie fordert. Meistens brauchst du erst eine Zusage vom kooperierenden Unternehmen, bevor du dich einschreiben kannst – und auch das stellt Ansprüche an die Bewerber.

Wie sieht der Aufbau aus?

Beim Aufbau dominiert das Blockmodell: Du bist abwechselnd zwischen acht und 16 Wochen im Unternehmen und an der (Fach-)Hochschule oder Berufsakademie. Auch die Semesterferien und Praxissemester verbringst du meist im Betrieb. Ein kleiner Trost: Auch deine Kommilitonen in „traditionellen“ Studiengängen machen in der vorlesungsfreien Zeit häufig Praktika. Und natürlich hast auch du Anspruch auf Urlaub.
Bei beiden Modellen arbeitest du immer nur in einem Unternehmen. Das hat den Nachteil, dass du nur dieses kennenlernst und dir der „Blick über den Tellerrand“ fehlt. Der Vorteil ist, dass du viel besser ins Team und in Projekte eingebunden werden kannst – und einen Fuß in der Tür hast.
Vor allem bei den praxisintegrierenden Varianten solltest du dich vorher genau informieren, wie viel Praxis eingeplant ist. Bei beiden Formen solltest du darauf achten, dass die Lernorte Hochschule und Betrieb inhaltlich und organisatorisch eng zusammenarbeiten. So kannst du die Theorie in der Praxis anwenden und umgekehrt.
Das Studium schließt du mit einem Bachelor ab. Deine Abschlussarbeit schreibst du oft im Unternehmen. Der Bachelor ermöglicht es dir in den meisten Fällen, anschließend noch ein Master-Studium zu machen. Auch das kann dual, also in Kooperation mit einem Unternehmen, sein. Mehr Infos dazu findest du hier.

Wie geht es weiter?

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