Ein High School-Jahr in den USA - Teil 2

Ailin, 18, ist ein halbes Jahr in Kansas zur Schule gegangen

Ein High School-Jahr in den USA - Teil 2

Ailin, 18, ist mit der Organisation "INTO" ein halbes Jahr in die USA gegangen. Dies ist Teil 2 unseres Interviews mit ihr. Hier geht es zu Teil 1.

Wie sah ein typischer Tag in den USA für dich aus?

Vormittags bin ich wie jeder Schüler natürlich in die Schule gegangen. Ich hatte Fächer wie zum Beispiel American History, Music oder Web-Design. Mein Stundenplan war zwar jeden Tag derselbe, es wurde aber nie langweilig. Meine Lehrer waren immer gut drauf und haben versucht, den Tag so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. 

Wenn um 16 Uhr die Schule zu Ende war, bin ich mit meinen Freundinnen direkt zum Volleyball-Training gegangen – jeden Tag. Es sei denn, wir hatten ein Turnier, dann haben wir an dem Nachmittag schulfrei bekommen und sind zusammen mit den typisch amerikanischen Bussen zu den umliegenden High Schools gefahren. Bei den Spielen wurden wir dann kräftig von den Cheerleadern angefeuert. Wer Volleyball nicht mag, kann natürlich auch im Basketball, Football, Baseball, Leichtathletik, Tanzen etc. sein Talent beweisen. 

An Wochenenden habe ich mit meiner Gastfamilie meistens Ausflüge in Städte, zu Seen oder ins Kino gemacht. Oft sind wir auch zu meinen Gastgroßeltern gefahren, die auf einer großen Farm leben. Es wurde wirklich nie langweilig!

Was war die größte Umstellung der größte Unterschied zu Deutschland?

Ein Unterschied zu Deutschland ist meiner Meinung nach der Schulsport und das Engagement in der Schule. Schüler, Lehrer und Eltern fahren zusammen zu Schulveranstaltungen, seien es Turniere im Sport oder Feiern (zum Beispiel der Abschlussball). Und da meine Schule sehr klein war (ca. 130 Schüler), fühlte es sich an, als wären wir alle eine große Familie.

Hattest du Probleme mit der Sprache?

Amerikaner habe ich als sehr herzliche und offene Menschen kennengelernt und somit hatte ich auch keine Probleme mit der Sprache. Kleine Anfangsschwierigkeiten waren in kurzer Zeit kein Thema mehr und ich habe nach einigen Wochen sogar angefangen, auf Englisch zu träumen und zu denken.

Was sollte man in der Region, in der du warst, unbedingt gesehen oder gemacht haben?

Auf meinem Hin- und Rückweg war ich jeweils eine Woche in New York und natürlich kann ich jedem empfehlen, sich diese atemberaubende Stadt anzugucken. Den Times Square bestaunen, den Blick vom Empire State Building genießen und durch den Central Park spazieren - das hat mich sehr beeindruckt. Ganz anders, aber mindestens genauso schön, war mein Ausflug in die Berge nach Colorado. Ich bin mit meiner Gastfamilie durch die schöne Natur gewandert und mit der Sommerrodelbahn einen Berg in den Rocky Mountains heruntergefahren.

Wurden deine Erwartungen erfüllt?

Meine Erwartungen, die ich aus den ganzen High-School Filmen hatte, wurden erfüllt und sogar bei Weitem übertroffen. Ich habe eine zweite Familie und viele neue Freunde gefunden und war bereits ein zweites Mal dort, um sie zu besuchen. Ich habe nicht ein einziges Mal bereut, diese Erfahrung gemacht zu haben und kann es nur weiterempfehlen. Wie das Motto meiner Organisation, ist auch meine Empfehlung: „Don’t dream it, do it!“

Hast du einen Tipp für alle, die ein Gap Year planen?

Mein Tipp ist, sich zu trauen und nicht schüchtern zu sein, denn wenn man so eine einmalige Chance hat, sollte man sie nutzen! Trau dich zu sprechen, zu fragen und probiere so viele Sachen wie möglich aus, wozu du zu Hause vielleicht keine Chance zu hast!

Wie ging es nach deinem Auslandsaufenthalt weiter?

Nach meinem Auslandsaufenthalt habe ich erst einmal mein Abitur zu Ende gemacht, jetzt möchte ich studieren und kann mich mit meinen verbesserten Englischkenntnissen auf Studiengänge bewerben, in denen man gute Sprachkenntnisse braucht. Das ist natürlich ein großer Vorteil. Auch im Studium möchte ich ein Auslandssemester machen und eine weitere neue Kultur kennenlernen. Welche genau, weiß ich noch nicht, aber ich freue mich jetzt schon, weitere tolle Erfahrungen zu machen!

Wie geht es weiter?

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