"Es ist toll, Menschen in Notsituationen helfen zu können"

Henrik Wachtel erzählt von seinem ehrenamtlichen Engagement beim Berliner Jugendrotkreuz

"Es ist toll, Menschen in Notsituationen helfen zu können"

Henrik Wachel, 17, geht in Berlin zur Schule und engagiert sich nebenbei ehrenamtlich beim Berliner Jugendrotkreuz (JRK Berlin). Wir haben mit ihm über seine Arbeit gesprochen.

Henrik, was sind deine Aufgaben beim Berliner Jugendrotkreuz?

Ich bin stellvertretender Jugendleiter und engagiere mich in verschiedenen Projekten. Ich bilde zum Beispiel Jugendliche in Erster Hilfe aus. Außerdem geben wir vom JRK Kurse an Schulen, damit die Schüler in Notsituationen sofort helfen können. Es gibt auch noch viele andere Projekte, für die man sich einsetzen kann, zum Beispiel den Rollstuhlschiebedienst.

Was ist das genau?

Wir gehen mit Menschen, die im Rollstuhl sitzen, zum Beispiel auf Messen oder Ausstellungen. Der Sinn der Sache ist, dass sie – genau wie jeder andere – an diesen Veranstaltungen teilnehmen können. Außerdem kann man sich bei uns zum Notfallsanitäter ausbilden lassen und dann bei großen Veranstaltungen, zum Beispiel Open-Air-Konzerten, die medizinische Versorgung übernehmen. Das ist alles richtig cool und macht Spaß.

Nebenjob Lebensretter – kann man das so sagen?

Ja, genau. Es ist toll, Menschen in Notsituationen wirklich helfen zu können und nicht in die Verlegenheit zu kommen, ratlos rumzustehen.

In welchen Projekten kann man sich sonst noch einbringen, wenn man beim JRK mitmachen möchte?

Zum Beispiel bei „Moby Dick“, einem Programm für übergewichtige Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 16 Jahren. Wir bieten Gruppentreffen an, in denen wir uns mit dem Thema Ernährung beschäftigen, zusammen kochen und uns mit ihnen über persönliche Erfahrungen und Probleme unterhalten. Um dauerhaft abzunehmen, muss man sich natürlich auch bewegen. Deshalb machen wir zusammen Sport, spielen Fußball, gehen wandern oder machen Ausflüge.

Dein Ehrenamt sind ja ganz schön vielfältig...

Ja, das stimmt. Momentan läuft auch die Kampagne „Klimahelfer“. Damit machen wir uns für alle Menschen stark, die vom Klimawandel betroffen sind. Überflutungen, Wirbelstürme, Hitzewellen und Dürren bedrohen die Menschen auf der ganzen Welt, nicht nur in Entwicklungsländern. Deshalb ist das Motto der Kampagne „Änder' was, bevor's das Klima tut“. Das JRK fordert zum Beispiel eine bessere Aufklärung von Kindern und Jugendlichen zum Thema Klimawandel oder Gesetze zur Aufnahmen von Klimaflüchtlingen. Denn wegen des Klimawandels müssen total viele Menschen ihre Heimat verlassen.

Was macht dir denn am meisten Spaß?

Es macht mir vor allem Spaß, so viel in der Gruppe zu unternehmen. Wir treffen uns regelmäßig und basteln, kochen oder quatschen einfach. Außerdem bereiten wir uns auf Wettbewerbe vor oder sind auf Messen und sonstigen Veranstaltungen im Einsatz. Man erlebt immer etwas Neues, es wird nie langweilig.

Und jetzt?

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