Freiwilligendienst in der Politik - Demokratie hautnah

Egal ob Menschenrechtsorganisation oder Landtag: Freiwillige haben viele Möglichkeiten

Freiwilligendienst in der Politik - Demokratie hautnah

„Die machen doch sowieso alle was sie wollen…“ Das denken viele Deutsche über Politiker und über die Entscheidungen, die sie treffen. Dabei stimmt das gar nicht – jeder hat die Möglichkeit, sich einzubringen. Er muss dafür noch nicht einmal in eine Partei eintreten – der Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Politik bieten einen umfassenden Einblick in die Arbeit von politischen Organisationen. Wir verraten dir, was dich erwartet.

Wo kann ich anfangen und was mache ich da?

Die Aufgaben können ganz unterschiedlich sein, eigentlich ist für jeden etwas dabei. Je nachdem, für welche Organisation du dich entscheidest, schnupperst du in alle Aufgabenbereiche einmal hinein oder du betreust sogar dein eigenes kleines Projekt. Hier ein paar Beispiele:

  • Du schreibst Texte für die Website einer politischen Stiftung oder für die Facebook-Seite einer Gewerkschaft.
  • Du führst Gruppen durch eine Gedenkstätte oder sortierst die Akten im Archiv.
  • Offene Kanäle und Radiostationen bieten ebenfalls Stellen an. Dort arbeitest du an den Beiträgen mit, drehst Filme und lernst, sie selbst zu schneiden.
  • Du schreibst Artikel für die Mitgliederzeitschrift einer Menschenrechtsorganisation oder hilfst bei der Organisation von Veranstaltungen und Protestaktionen.
  • Du unterstützt die Pressestelle eines Jugendverbandes, indem du Pressemitteilungen schreibst oder Termine mit deiner Kamera begleitest.
  • Auch Kommunalverwaltungen und Landtagsfraktionen bieten Stellen für Freiwillige an. Dort nimmst du unter anderem an Ausschusssitzungen oder Pressegesprächen teil.
  • Du hilfst beim Aufbau eines Jugendparlaments in einer Stadt, das Kindern und Jugendlichen ermöglicht, ihre Stimme in die Politik einzubringen.

Du merkst: Möglichkeiten gibt es viele. Eigentlich musst du nur noch entscheiden, was dir am meisten Spaß machen würde und dich dann auf die Suche nach einer passenden Stelle machen. Die meisten Einrichtungen machen keinen Unterschied zwischen dem Bundesfreiwilligendienst und dem Freiwilligen Sozialen Jahr. Die Aufgaben sind häufig gleich.

FSJ oder BFD in der Politik – was bringt mir das?

Das FSJ und der BFD werden als Wartesemester an den Unis angerechnet. Und wenn es inhaltlich zum Studiengang passt, kann es auch als Vor- oder Pflichtpraktikum zählen. Darüber hinaus kannst du testen, ob dir die politische Arbeit gefällt. Würde dir eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung Spaß machen, möchtest du gerne mit Jugendlichen arbeiten oder wäre ein Studium der Politischen Kommunikation das Richtige für dich? Das alles kannst du in deinem Freiwilligendienst herausfinden. Du verstehst politische Prozesse und erlebst, was du bewirken kannst, wenn du selbst aktiv wirst. Außerdem lernst du im Team zu arbeiten, bekommst erste Einblicke in das Berufsleben und entwickelst dich persönlich weiter. Du hast mit vielen verschiedenen Menschengruppen zu tun, zum Beispiel mit Touristen, Kindern, Politikern, Journalisten… Das schult deine Menschenkenntnis und stärkt dein Selbstbewusstsein.

Wie bewerbe ich mich?

Für das Freiwillige Soziale Jahr in der Politik gibt es ein Onlinebewerbungsverfahren. Du musst dich dort anmelden und einen Fragebogen ausfüllen. In dem kannst du ankreuzen, für welches Bundesland du gerne Stellenangebote zugeschickt bekommen möchtest. Wenn du dich für den Bundesfreiwilligendienst interessierst, solltest du dich direkt an die Träger wenden.

Und jetzt?

Web-Adresse: https://blicksta.de/freiwilligendienst-in-der-politik-demokratie-hautnah.html
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