„Ich kann mir keinen tolleren Schülerjob vorstellen!“

Anna (18) und Denise (22) erzählen, wie sie jetzt schon praktische Erfahrungen im Journalismus sammeln

„Ich kann mir keinen tolleren Schülerjob vorstellen!“

Anna, 18, steckt gerade mitten in den Abiturvorbereitungen und möchte danach Politik und Wirtschaft studieren. Denise, 21, studiert Geschichte und Fachjournalistik Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Was die beiden gemeinsam haben? Sie möchten Journalistinnen werden! Im ersten Teil unsers Interviews erzählen sie dir, was sie jetzt schon tun, um ihr Ziel zu erreichen.

Journalismus ist ja ein breites Feld. Wisst ihr schon, in welche Richtung es genau gehen soll?

Denise: Ich möchte am liebsten zum Radio. Ich könnte mir aber auch vorstellen, in den Bereich PR oder Eventmanagement einzusteigen.
Anna: Ich habe mich noch nicht für ein bestimmtes Medium entschieden. Online, Radio, Fernsehen - im Moment kann ich mir alles vorstellen.

Was tut ihr jetzt schon, um Praxiserfahrung zu sammeln?

Anna: Seit einem knappen Jahr engagiere ich mich als ehrenamtliche Mitarbeiterin bei der Jungen Presse, die unter anderem das JugendMedienEvent organisiert.

Was ist das?

Anna: Mit der Veranstaltung möchte der Verein jungen Leuten Einblicke in die Welt der Medien geben. Es werden Redaktionsbesuche, Workshops und Diskussionen mit Profis angeboten. Ich habe mit 15 zum ersten Mal daran teilgenommen und habe viele tolle Erinnerungen daran, zum Beispiel an einen Besuch beim ZDF. Außerdem habe ich durch Gespräche mit erfahrenen Journalisten und Medienmachern einen Überblick über die Branche bekommen. Der Besuch des JugendMedienEvents hat mir damals klar gemacht, wie wichtig es ist, schon früh mit der Praxis zu starten, wenn man einmal in der Branche arbeiten möchte. Deshalb habe ich einen Monat später als freie Mitarbeiterin der Lokalredaktion des Westfalen-Blatts angefangen.

Hat sich das gelohnt?

Anna: Auf jeden Fall, ich kann mir keinen tolleren und abwechslungsreicheren Schülerjob vorstellen! Man sammelt erste berufliche Erfahrungen und bessert nebenbei sein Taschengeld auf. Seit über zwei Jahren ziehe ich nun mit Kamera und Block durch meine kleine Heimatstadt Bad Oeynhausen und fange die wichtigsten Geschichten ein. Dabei knüpft man viele Kontakte. Ich bin immer mittendrin, wenn in meiner Heimat etwas passiert - das ist das Schöne am Lokaljournalismus. Hauptberuflich möchte ich das aber nicht machen. Die Zeit zwischen Schule und Studium werde ich für Praktika nutzen, zum Beispiel bei der BILD. Darauf bin ich schon sehr gespannt.

Und du, Denise?

Denise: Ich habe verschiedene Praktika gemacht, zum Beispiel bei der Sueddeutschen Zeitung und dem Hessischen Rundfunk, und auch als freie Mitarbeiterin bei der Frankfurter Rundschau und der Gießener Allgemeine Zeitung gearbeitet. Außerdem helfe ich auch bei der Organisation des JugendMedienEvents mit und bin seit März 2014 im Vorstand der Jungen Presse. Darüber hinaus habe ich an verschiedenen Workshops und einem Ausbildungsprojekt namens „radio starter“ teilgenommen, das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Im zweiten Teil unseres Interviews erfährst du, welche Fähigkeiten man als Journalist mitbringen sollte und was Anna und Denise persönlich am meisten Spaß macht.

Und jetzt?

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