Interview: "Immer dranbleiben und üben, üben, üben!"

Ein Gespräch über Musikmachen, Motivation und den richtigen Beruf mit Sacrety-Sänger Fabi

Interview: "Immer dranbleiben und üben, üben, üben!"

Fabian Häckel, 25, ist Sänger der Band Sacrety. Gemeinsam mit David Frommer (Schlagzeug), Matthias Brendle (Gitarre), Tobias Wörner (Bass) und Chris Schaible (Electronics) ist er seit vielen Jahren auf deutschen und internationalen (Festival-)Bühnen unterwegs - gleichzeitig haben alle fünf Bandmitglieder noch "normale" Berufe. Wie das zusammenpasst? Wir haben mit Fabi gesprochen.

Fabi, ihr macht mit eurer Band Sacrety seit vielen Jahren erfolgreich Musik. Wie hat das Ganze angefangen?

Das Ganze hat als Idee von vier Jungs angefangen, die einfach Bock hatten, Musik zu machen. Die Liebe zur Musik und zu all dem, was dazugehört, hat uns dann dazu gebracht, nicht mehr damit aufzuhören.

Euer Stil bewegt sich irgendwo zwischen Hardcore, Rock und Electro. Wie schreibt ihr eure Songs?

Die Songs schreiben wir sehr unterschiedlich. Manchmal entstehen Ideen einfach über das "jammen", manchmal setzen wir uns zusammen und entwerfen eine Melodie und schreiben dazu die Texte. Oder es passiert andersrum. Das Songwriting ist dadurch super interessant und es ist immer ein kleines Wunder, wie so ein Song entsteht.

Ihr seid alle semiprofessionelle Musiker. Welche Berufe übt ihr neben der Musik aus?

Matze ist Sport- und Fitnesskaufmann und arbeitet halbtags in einem Fitnessstudio. Dave macht eine Ausbildung zum Event-Manager bei einer recht bekannten Managerfirma. Tobi ist der Einzige, der Vollzeit arbeitet. Er ist Mechatroniker. Chris ist studierter Musiker und unterrichtet nebenher als Klavierlehrer an einer Musikschule. Ich bin gelernter Sporttherapeut und arbeite halbtags in einem Fitnessstudio.

Lassen sich eure Berufe gut mit der Musik vereinbaren?

Die Berufe lassen sich deshalb mit der Musik gut vereinbaren, weil wir super Chefs haben, die sehr kulant mit dem Thema umgehen. Ohne sie wäre das Ganze sicher nicht in dem Maße möglich.

Beeinflusst eure Musik/Banderfahrung euch in euren „normalen“ Berufen?

Ich denke ja. Da wir ständig mit verschiedenen Menschen und neuen Begebenheiten konfrontiert sind, eignet man sich ein gewisses Level an Gelassenheit an, welches im Berufsleben sicher von Vorteil ist. Zusätzlich ist die Small-Talk-Fähigkeit ausgeprägter und hilft in unseren Berufen teilweise sehr. Vielfach wird in unseren Berufen auch Organisatorisches groß geschrieben, worin wir uns über die Band sicherlich fortbilden konnten.

Habt ihr Tipps für Bands, die noch nicht so erfolgreich sind wie ihr?

Ganz sicher diesen Tipp: Immer dran bleiben und üben, üben, üben. Es gab Zeiten, in denen wir bis zu 350 Kilometer voneinander getrennt waren und trotzdem ein- bis zweimal unter der Woche geprobt haben und am Wochenende Konzerte spielten. Alles ist machbar und mit dem notwendigen Ehrgeiz gibt es keine Ausreden! Immer nach dem Motto: Just go for it!

Wie geht es für euch im Jahr 2015 weiter?

Wir sind mit dem im Dezember 2014 neu releasten Album von Januar bis März an den Wochenenden auf Jugendhaus- und Clubtour. Im Sommer nehmen wir die Festival-Saison so gut es geht mit. Im Herbst gehen wir dann auf eine zweiwöchige Europatournee. Die Zeit dazwischen werden wir für das Songwriting verwenden, da wir im Frühjahr 2016 das nächste Album veröffentlichen wollen. Wir werden also einiges zu tun haben im Jahr 2015, aber so soll das auch sein!

Alles zu den Berufen der Jungs:

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