Ist Physiotherapeutin ein sehr anstrengender Beruf?

Die Dienstagsfrage vom 22. März 2016

Ist Physiotherapeutin ein sehr anstrengender Beruf?

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Ist Physiotherapeutin ein sehr anstrengender Beruf? Ich finde das spannend, aber man muss da ja auch bestimmt sehr fit sein, oder?

Super, dass du schon weißt, was du machen möchtest! Dein Beruf sollte dir Spaß machen und wenn du gesund bist und gut mit anderen Menschen umgehen kannst, spricht erst mal nichts gegen eine Ausbildung zur Physiotherapeutin.

Der Alltag einer Physiotherapeutin

In diesem Beruf hilfst du deinen Patienten, nach Verletzungen, Krankheiten oder auch bei chronischen Leiden wieder auf die Beine zu kommen. Du kennst dich perfekt mit dem menschlichen Körper aus und setzt zum Beispiel Krankengymnastik oder Massagen ein, damit deine Patienten sich wieder besser bewegen können. Gerade ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung benötigen oft regelmäßig Physiotherapie, damit ihre Bewegungsfähigkeit erhalten bleibt.

Dich erwarten ganz unterschiedliche Aufgaben: Du machst zum Beispiel Bewegungs- und Atemübungen oder führst Wärme- und Lichttherapien oder Massagen durch. Du sitzt aber auch mal am Schreibtisch und arbeitest zum Beispiel einen Therapieplan aus oder besprichst dich mit Ärzten und anderen Therapeuten. Je nachdem, was gerade ansteht, ist der Beruf also körperlich mehr oder weniger anstrengend.

Auf jeden Fall wirst du viel in Bewegung sein, Übungen vormachen und die Patienten unterstützen. Denn nicht alle können alleine aufstehen oder ihre Beine bewegen und sind deshalb auf deine Hilfe angewiesen. Deshalb: Ja, der Beruf ist durchaus anstrengend. 

Du lernst, auf deinen eigenen Körper zu achten

In deiner Ausbildung lernst du spezielle Techniken kennen, die dir die Arbeit erleichtern und deinen Rücken und die Gelenke schonen. Ein Beispiel: Bei einer Massage sollte deine Kraft nicht nur aus den Armen kommen. Wenn du stattdessen dein ganzes Körpergewicht einsetzt, ist es leichter für dich und auf Dauer besser für deine Gelenke. Es gibt viele solcher Tricks, die dir erfahrene Physiotherapeuten in deiner Ausbildung zeigen.

Am besten suchst du dir eine Ausgleichssportart, zum Beispiel Schwimmen, Tanzen, Yoga oder ein gezieltes Training für den Rücken. Auch wenn es schwerfällt, sich nach einem anstrengenden Arbeitstag noch aufzuraffen: Es wird dir auf lange Sicht helfen, fit zu bleiben.

Übrigens: Der Beruf kann auch psychisch belastend sein. Manche Menschen haben starke Schmerzen, einige möchten mit ihren Physiotherapeuten über ihre Sorgen sprechen und nicht alle Patienten wollen überhaupt bei der Therapie mitmachen. Auch den Umgang mit diesem Thema lernst du. Denn es gilt, verständnisvoll und mitfühlend zu sein, deine Patienten aber gleichzeitig auch zu motivieren.

Unser Tipp: Probiere es einfach mal aus! Mach ein Praktikum bei einem Physiotherapeuten oder ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Altenheim oder im Krankenhaus. Dann bekommst du ein Gefühl dafür, ob der Beruf zu dir passt oder ob er zu anstrengend ist. Viel Spaß dabei!

Und jetzt?

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