„Man kann da ruhig entspannt hingehen“

Ein Experte erklärt, wie du dich optimal auf eine Berufsmesse vorbereitest

„Man kann da ruhig entspannt hingehen“

Wie bereite ich mich auf eine Berufsmesse vor? Was kann ich dort alles machen und wie kann ich mich am besten präsentieren? Im blicksta-Webinar hat Denis Buss, Studien- und Berufsberater von Einstieg den Teilnehmern Rede und Antwort gestanden. Im Interview mit blicksta fasst er die wichtigsten Punkte noch einmal zusammen.

Denis, was bietet mir die Einstieg-Messe?

Auf den Messen von Einstieg gibt es alle Informationen rund um das Thema Berufsorientierung. Herzstück der Messe sind die Aussteller, also Stände von verschiedenen Unternehmen und Hochschulen. Dort präsentieren sie sich und ihre Angebote. Außerdem gibt es Bühnen, auf denen Vorträge zu verschiedenen Themen rund um die Berufs- und Studienwahl gehalten werden.


Denis Buss (Foto: Einstieg GmbH)

Was kann ich sonst noch auf der Messe machen?

An den Bühnen oder im Bewerbungsforum werden oft Workshops angeboten, zum Beispiel Bewerbungstrainings. Daran nehmen dann etwa zehn bis 15 Besucher teil. Hier sind die Plätze heiß begehrt und es lohnt sich, frühzeitig vor Ort zu sein. Das Programm findet man über die Internetseite oder direkt auf der Messe im Messekatalog. Einstieg bietet an seinem Stand außerdem individuelle Beratungen an. Schüler können sich für ein Speedcoaching zum Thema Berufswahl am Einstieg Infostand anmelden.

Und was bringt mir das alles?

Eine Berufsmesse ist eine gute Gelegenheit, um zu schauen, ob eine Ausbildung, ein duales Studium oder ein Studium zu mir passen. Am Messestand kann man direkt mit Azubis, Studenten, Dozenten und Personalverantwortlichen sprechen. Diese Chance hat man als Schüler ja sonst nicht.

Muss ich mich wirklich auf eine Messe vorbereiten? Reicht es nicht, sich vor Ort umzuschauen?

Am meisten profitiert man von einer Berufsmesse, wenn man sich vorher überlegt, was einem wichtig ist. Sonst besteht die Gefahr, dass der Messetag zu einem verschenkten Tag wird, weil man gar nicht weiß, wo man hingehen soll und dann auch nichts für sich mitnimmt.

Wie kann man sich denn vorbereiten?

Auf unserer Internetseite haben wir den blicksta-Interessencheck integriert und ein Ausstellermatching für die einzelnen Messen eingebaut. Das heißt: Wer den Interessencheck macht, bekommt hinterher eine Liste mit Ausstellern und Vorträgen, die besonders gut zu ihm passen. Wer einfach erstmal schauen möchte, kann sich auf unserer Homepage durch die Ausstellerliste klicken oder vor Ort im Messekatalog blättern. Man sollte sich außerdem überlegen, was man erwartet.

Was heißt das genau?

Möchte man sich zum Beispiel erstmal informieren, welche dualen Studiengänge es im Bereich Wirtschaftswissenschaften gibt, reicht es, sich eine Liste mit den Ausstellern zusammenzustellen, die diese Studiengänge anbieten. Am Stand kann man dann mit Leuten sprechen, die das entsprechende duale Studium machen. Wenn man aber schon weiß, dass man seine Ausbildung bei einem ganz bestimmten Unternehmen absolvieren möchte, das auf der Messe vertreten ist, sollte man sich anders vorbereiten.

Wie denn?

In diesem Fall kann das Gespräch am Stand eine Art vorgezogenes Bewerbungsgespräch sein. Man sollte schauen, dass man einen Lebenslauf dabeihat und am Stand direkt mit den Personalern der Firma spricht. Hier geht es dann mehr darum, sich zu präsentieren und weniger darum sich zu informieren. Dazu muss man vorher schon etwas über die Firma wissen.

Wie komme ich mit Ausstellern ins Gespräch?

Die Situation auf Berufsmessen ist für die meisten Schüler neu und ungewohnt. Viele sind am Anfang unsicher, weil sie so etwas noch nicht oft gemacht haben. Man muss aber keine Angst haben. Die Standbetreuer freuen sich auf Besucher! Man kann da ruhig entspannt hingehen. Ich würde empfehlen, die Eltern außen vor zu lassen. Diese Gespräche kann man ruhig alleine führen. Sie sind eine gute Übung für „richtige“ Vorstellungsgespräche.

Hast du noch weitere Tipps?

Gut ist, wenn man von seinen Gesprächspartnern Visitenkarten mitnimmt. So kann man sich später noch einmal melden und weitere Fragen stellen. Außerdem sollte man sich überlegen, wann man wichtige Gespräche führt. Samstagsvormittags ist es meist recht voll und man muss manchmal warten, bis die Gesprächspartner Zeit haben. Freitagmittags und –nachmittags ist es oft leerer.


Und jetzt?

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