„Mein Lieblingsfach? Die Film-Studies-class“

In der Schule aktuelle Hollywood-Film-Hits gucken? Gehört für Imke zu ihrem High-School-Alltag in den USA.

„Mein Lieblingsfach? Die Film-Studies-class“

Seit August 2014 lebt Imke (17) als Austauschschülerin in Chicago, USA. Noch immer ist sie total begeistert – und traurig, dass es bald wieder nach Hause geht. Hier ist ihr dritter Erfahrungsbericht für blicksta:

Auf dem Stundenplan: The Avengers

Ich fahre gerade mit dem Bus nach Downtown Chicago zum Navy Pier am Michigansee – zum Unterricht. Auf dem Stundenplan steht die Film-Studie-Class. Dafür geht’s heute ins iMax-Theater. Wir sehen „The Avengers: Age of Ultron“. Der Kinobesuch ist aber eine Ausnahme. Normalerweise schauen wir uns die Filme in der Schule an. In jeder Stunde der Film-Studie-Class steht ein Film auf dem Programm, anschließend besprechen wir ihn. Nicht nur deswegen zählt die Filmklasse zu meinen Lieblingsfächern. 

Ich darf zur Graduation Zeremonie

In der Schule läuft zum Glück alles sehr gut. Auf dem Foto oben sehr ihr mich vor dem Learning Resource Center unserer Schule. Ich habe in fast allen meinen Fächern über 90 Prozent, also ein „A“, wie man hier sagt. Nur in zwei Fächern habe ich 89 Prozent. Obwohl ich ein Junior bin, darf ich zum Schulende durch die Graduation Zeremonie gehen, weil ich eine Austauschschülerin bin. Ich werde also so eine coole Cap (Kappe) und einen Gown (Umhang) tragen, wie man sie aus den High-School-Filmen kennt. Ich bin schon sehr aufgeregt und hoffe, dass ich auf der Bühne nicht stolpere.

Das Sportteam ist wie eine zweite Familie

Und jetzt zum Sport: Meine Track-and-Field-Season (Leichtathletik-Saison) ist jetzt vorbei. Vor kurzem durfte ich noch am DVC-Wettbewerb (DuPage Valley Conference – das ist unser Bezirk) teilnehmen und dort über 800 Meter starten. Leider konnte ich meine Bestzeit von 2:47 min nicht mehr verbessern. Das Wetter war nicht ideal, ich aber auch ein bisschen müde nach einer ereignisreichen Saison. Trotzdem gab's einen Pokal in Schuhform, wie ihr auf dem Foto sehen könnt Ich werde das Team unglaublich vermissen, weil ich so etwas noch nie erlebt habe. Der Zusammenhalt ist unglaublich. Schulteams sind hier wie eine zweite Familie. In meinem Teams Cross country und Track-and-field habe ich sehr viele gute Freunde gefunden, die mir die ganze Zeit erzählen, dass ich nicht zurück nach Deutschland gehen darf und dass sie mich nicht gehen lassen wollen.


Die letzten Wochen waren nicht besonders erholsam, weil ich jeden Tag Schule und Training habe, danach noch Hausaufgaben machen muss und auch Zeit mit meiner Familie verbringen möchte. Gestern zum Beispiel waren wir auf einer super interessanten Architektur-Bootstour auf dem Chicago River. Am Samstag haben wir was mit den Cousins sowie Tanten und Onkeln in meiner Gastfamilie unternommen. Das war die letzten paar Wochenenden so und wird auch die nächsten noch so weiter gehen.

Überraschungsbesuch aus Deutschland

Ein ganz besonderes Highlight liegt nun schon ein paar Wochen zurück: Ich hatte Geburtstag. Das an sich war schon wunderbar. Meine Freunde und Lehrer haben mir alle gratuliert und beim Training hat das ganze Team für mich gesungen. Aber das Beste kam danach. Als wir nach einem Road Run zur Schule zurückkamen, stand dort mein Vater, also der echte aus Deutschland. Ich hatte wirklich überhaupt keine Ahnung, dass er mich besuchen wollte. Ich war unglaublich überwältigt und habe mich wahnsinnig gefreut. Es war, als würde man ein vertrautes Bild anschauen und plötzlich wird etwas hinzugefügt, das man kennt, aber nicht mit diesem Bild assoziiert. Er ist dann für vier Tage geblieben und wir hatten eine wunderschöne Zeit.


Das war es erst mal wieder von mir, bis bald.

Wie geht es weiter?

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