Mit einem Studium generale die Uni testen

Alles, was du zum Orientierungsstudium wissen musst

Mit einem Studium generale die Uni testen

In Deutschland gibt es zurzeit 9.542 grundständige Studiengänge und 7.440 weiterführende Studiengänge an 394 Hochschulen in 172 Städten. Na, fühlst du dich schon allein von den Zahlen erschlagen? Nicht jeder Schüler, der studieren möchte, weiß bei dieser Auswahl sofort, welches Fach am besten zu ihm passt. Und seit es das Abitur in acht Jahren gibt, bleibt sowieso nur noch wenig Zeit für die Berufsorientierung. Bist du auch völlig überfragt? Dann denk doch mal über ein Studium generale nach. Was das ist? Wir verraten es dir.

Studium generale – was ist das eigentlich?

Immer mehr Hochschulen bieten ein Studium generale als Orientierungsjahr an, in dem Abiturienten sozusagen auf Probe studieren können. Diese Angebote sind sehr beliebt, häufig gibt es mehr Bewerber als freie Plätze. Wenn du einen Platz bekommen hast, kannst du ein Jahr lang Veranstaltungen aus verschiedenen Fachbereichen besuchen und auf diese Weise ganz unterschiedliche Studiengänge kennenlernen. Prüfungen musst du nicht machen – du darfst einfach mal „reinschnuppern“. Mathe, Jura, Philosophie oder alles auf einmal? Kein Problem, deiner Neugier sind keine Grenzen gesetzt.

Welche Formen gibt es?

Unter dem Begriff Studium generale werden zwei verschiedene Dinge verstanden:

  • Orientierungsjahr für Abiturienten:
    Das ist die Variante, die wir oben beschrieben haben. Wichtig: Du hast nach dieser Zeit keinen Abschluss, das Studium generale dient wirklich nur der Orientierung. An einigen Hochschulen kannst du dir die besuchten Veranstaltungen aber für ein späteres Studium anrechnen lassen. Wenn du online nach Angeboten suchst, wirst du nicht nur unter dem Begriff „Studium generale“ fündig. An der TU München heißt es zum Beispiel „Studium naturale“ und hat einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. An der Jacobs University in Bremen wird es „Foundation Year“ genannt. Je nachdem, für welche Hochschule du dich entscheidest, kommen Kosten auf dich zu. Am Leibnitz Kolleg in Tübingen zahlst du zum Beispiel 470 Euro im Monat (inklusive Unterkunft).
  • Ergänzung für Studenten:
    An manchen Hochschulen ist das Studium generale ein fester Bestandteil der Studiengänge, zum Beispiel an der WHU - Otto Beisheim School of Management in Düsseldorf und Vallendar oder der Bucerius Law School in Hamburg. Das Studium generale besteht dort aus Vortragsreihen oder Seminaren zu fächerübergreifenden Themen und dient als Ergänzung zum eigentlichen Studienfach. Das Ziel ist, dass die Studenten ein breiteres Allgemeinwissen bekommen und auch mal über den Tellerrand blicken. So lernen Wirtschaftswissenschaftler zum Beispiel etwas über kreatives Schreiben oder Kulturwissenschaftler berechnen die Gewinne eines Unternehmens.

Auch eine Möglichkeit…

  • Öffentliche Vortragsreihen: Manche Hochschulen bieten kostenlose Vorträge an, die öffentlich sind. Das heißt: Jeder, der sich dafür interessiert, kann die Vorträge besuchen, egal ob er studiert oder nicht. Das ist eine gute Alternative, falls dir ein Studium generale zu lang ist oder du nur einen ersten Eindruck vom wissenschaftlichen Arbeiten bekommen möchtest. Schau einfach mal, was Hochschulen in deiner Nähe anbieten! Je nach Raumsituation ist es auch möglich, sich in "normale" Vorlesungen zu setzen und einfach mal ein bisschen Uniluft zu schnuppern.
  • Schnupperstudium: Das ist ein spezielles Programm für interessierte Schüler und wird von vielen Hochschulen angeboten. Im Schnupperstudium besuchst du reguläre Vorlesungen und Seminare und erlebst das Studentenleben hautnah mit. In der Regel kannst du dir einfach ein Angebot aus dem Programm heraussuchen und daran teilnehmen. Häufig geht das sogar ohne Anmeldung.

Wie geht es weiter?

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