Muss ich zum Berufsberater in der Schule gehen?

Die Dienstagsfrage vom 13. September 2016

Muss ich zum Berufsberater in der Schule gehen?

An dieser Stelle beantworten wir jede Woche eine Frage. Wenn du auch eine Frage hast, melde dich gerne unter dienstagsfrage@blicksta.de bei uns!

Wir haben so einen blöden Berufsberater in der Schule, ich will da nicht hingehen. Was kann ich sonst machen?

An vielen Schulen gibt es eine Berufsberatung für Schüler, bei der sie mit einem Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit über ihre Interessen reden und sich bezüglich ihrer Zukunft beraten lassen können. Allerdings sind viele Schüler und auch Eltern mit dem Angebot unzufrieden - genau wie du. Oft sind die Informationen zu allgemein oder helfen nicht weiter. Trotzdem ist unser Rat: Geh hin und gibt der Berufsberatung eine Chance. Warum? Sagen wir dir jetzt.

Mach das Beste draus

Letztendlich hast du nichts zu verlieren, wenn du zu dem Berufsberater in deiner Schule gehst. Niemand zwingt dich, seine Ratschläge anzunehmen. Außerdem gibt es immer die Möglichkeit, dass du positiv überrascht wirst und es dich in deiner Berufswahl beziehungsweise Studienwahl nach vorne bringt.

Wenn es dir aber so vorkommt, als seien die Ratschläge während der Beratung nicht zielführend, versuch doch den Spieß einfach mal umzudrehen. Setze dich mit einem Thema auseinander und überlege dir konkrete Fragen, die dich interessieren. Diese kannst du dem Berufsberater dann stellen. Das können zum Beispiel Fragen wie diese sein:

  • Wie läuft das Bewerbungsverfahren für freie Ausbildungsstellen oder Studiengänge ab?
  • Wozu sammelt man Credit-Points? Wie viel BAföG kann ich kriegen?
  • Was ist der Unterschied zwischen Hochschule und Universität?
  • Was muss ich für welchen Beruf/welche Arbeit studieren?
  • Welche Arbeit hat mit meinen Interessen zu tun?

Wenn du dir Fragen überlegst, ist es wahrscheinlicher, dass dir die Berufsberatung in deiner Schule auch wirklich etwas bringt. Du kannst sie auch vorher schon an den Berater mailen, so hat auch er Zeit, sich darauf vorzubereiten. Natürlich hast du auch immer die Möglichkeit, dich mit den Tests von blicksta vorzubereiten. Du kannst zum Beispiel das Ergebnis unsere Berufstests mitnehmen und mit dem Berater besprechen.

Unser Tipp: Versuch einfach, das Bestmögliche aus so einem Angebot herauszuholen!

Lass dir auch von anderen Leuten helfen

Rede mit Eltern, Freunden und Bekannten, welchen Beruf sie haben und vielleicht auch, welchen sie sich für dich vorstellen könnten. Diese Gespräche sind oft mindestens genauso hilfreich wie eine Berufsberatung. Oft kennen diese Leute dich sehr gut und geben interessante Anregungen zur Berufswahl oder der Suche nach dem passenden Studiengang. Auch hier gilt, dass diese Gespräche dir auf jeden Fall nicht schaden, sondern eher helfen können. Pass aber auf, dass du dabei trotzdem bei dir selbst und deinen Interessen bleibst - auch wenn Tante Berta das vielleicht nicht verstehen kann  :-) 

Finde deinen eigenen Weg

Fang ruhig damit an, deine Berufsorientierung unabhängig von einer Beratung selbst in die Hand zu nehmen. Finde heraus, was du machen willst und was dich interessiert. Eine Ausbildung starten und direkt mit der Arbeit anfangen, Studium und später in den Beruf einsteigen, oder beides zusammen in einem dualen Studium? Was passt zu dir und entspricht deinen Ansprüchen?

Du kannst verschiedene Unternehmen und ihre Berufe kennenlernen, indem du Praktika machst oder Veranstaltungen wie beispielsweise Berufs- und Ausbildungsmessen besuchst. Gerade zum Thema Berufsorientierung für Schüler gibt es zahlreiche Messen, auf denen Betriebe versuchen, mit Schülern in Kontakt zu treten und ihnen ihre Arbeit vorzustellen. Die nächsten Messen findest du auch bei den Events auf blicksta. Auch Universitäten und Hochschulen bieten Informationstage an. Hier kannst du mit Studenten sprechen, Vorlesungen und Seminare besuchen und dir einen Eindruck vom Unileben verschaffen.

Ganz wichtig ist nur: Informier dich und kümmer dich um deine Berufsorientierung - auch, wenn der Berater bei euch in der Schule nicht dein Fall ist. Denn nur so findest du den Job, der dir wirklich Spaß macht. Wir wünschen dir ganz viel Erfolg dabei! :-)

Und jetzt?

Und so kannst du blicksta noch zur Berufsorientierung nutzen:

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