Katharina und Jana

WG auf vier Rädern, ein besonderes Praktikum im Rahmen der Ausbildung zum/-r Diätassistenten/-in

WG auf vier Rädern, ein besonderes Praktikum im Rahmen der Ausbildung zum/-r Diätassistenten/-in

„ ...und warum macht ihr euer Praktikum HIER in Garmisch-Partenkirchen (Bayern)?“, das wurden wir, Jana Müller und Katharina Hamm während unserem Praktikum oft gefragt.
Wie jede/-r angehende/-r Diätassistent/-in mussten auch wir unser Pflegepraktikum zu Beginn des 3. Lehrjahres absolvieren. Das haben wir beide nicht gerade mit einem „Freudehüpfer“ begrüßt, da wir mit der Pflege im Beruf nicht so gern etwas zu tun haben wollten und wir wollten die Notwendigkeit nicht so richtig erkennen. Dass dies jedoch sinnvoll ist, erkannten wir im Laufe unserer Zeit auf der Station.
Um uns das Praktikum im Vorfeld schmackhafter zu machen, wollten wir dahin, wo andere Urlaub machen. Das ist die Antwort auf die Frage, warum wir für das Pflegepraktikum aus Bielefeld (NRW) mit einem Wohnmobil, nach Garmisch-Partenkirchen (Bayern) reisen. Zudem wollten wir aus dem gewohnten Alltag fliehen, um in den Bergen mehr Konzentration zum gemeinsamen Lernen zu haben.

Idee: Wohnmobil
Nachdem wir die Zusagen für das Praktikum in der Tasche hatten, stellte sich uns nur die Frage,  wo wir in der Zeit wohnen sollten. Die Idee mit dem Wohnmobil wurde die perfekte Lösung. So langsam stieg unsere Vorfreude auf die gemeinsame Zeit. Mit vollem Tank, gepackten Koffern und dem „Lernordner“ unter den Armen, tuckerten wir ca. 700 km in den Süden.
Stets mit Blick auf die Berge, lernten wir schnell die Arbeit der Schwestern und Pfleger zu schätzen und sahen die Schnittstelle zwischen Ärzten, Pflege und uns Diätassistenten.

Unsere Aufgaben

Durch das Beobachten der routinierten Stationsabläufe und durch unsere neu erlernten Tätigkeiten wie Blutdruck, Puls und Temperatur messen und dem Pflegen von Patienten haben wir gemerkt, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit der einzelnen Berufsgruppen ist und das zu dem Pflegeteam durchaus ein gutes Ernährungsteam gehören sollte. Das eine oder andere Mal mussten wir unseren Beruf und die damit zusammenhängenden Tätigkeiten erklären und dafür appellieren, wie sinnvoll es doch wäre bei einigen Erkrankungen den Rat einer Diätassistentin hinzuzuziehen.

Trotzdem war das Praktikum für uns eine bereichernde Zeit, denn so wurde die Theorie lebendig und man konnte einiges viel besser nachvollziehen.

 

Was für uns besonders interessant war

Besonders interessant fanden wir diagnostische Untersuchungen z.B.:  Endoskopien oder  eine Ballondilatation am Ösophagus. Aber auch eine kleine Befragung, welche wir auf der Geriatrie zum Thema Portionsgrößen und Zusatznahrung durchführten, war für uns eine interessante Aufgabe an der wir sehen konnten, wie weit Theorie und Praxis manchmal doch voneinander entfernt sind.

Der Kontakt zu den Patienten sensibilisierte den eigenen Blick auf verschiedene Krankheitsbilder und stieß so einige Male unser Mitgefühl an.

 

Was wir aus der Zeit mitnehmen

Rückblickend auf die Zeit können wir sagen, dass sie sehr prägend war und uns charakterlich reifen ließ. Für unser zukünftiges Berufsleben konnten wir viele gute Erfahrungen machen.  Und die gemeinsame Zeit im Wohnmobil, in der wir nach Feierabend über das Erlebte reden konnten, lernten und lebten, wird für uns unvergesslich bleiben.

 

Katharina und Jana

Schule für Diätassistenten am Ev. Krankenhaus in Bielefeld

 

 

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