Timo Lischker und Christian Zitzmann

„Informatik ist ein gigantisches Gebiet“

„Informatik ist ein gigantisches Gebiet“

Christian Zitzmann (25) und Timo Lischker (19) machen ihre Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration bei der der Fiducia IT AG. Sie sind im zweiten Lehrjahr und haben mit uns über ihre Ausbildung gesprochen.

Warum habt ihr euch für die Ausbildung entschieden?

Timo: Es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf und die Ausbildung ist praxisnah. Man macht viel mit den Händen und sitzt nicht immer nur vor dem Computer herum, wie manche vielleicht denken würden.

Christian: Wenn man sich für diesen Beruf entscheidet, hängt es meistens damit zusammen, dass man auch ein Hobby in der Richtung hat, also dass man zum Beispiel zuhause an PCs rumschraubt und das ganze Thema IT einfach liebt. So war es jedenfalls bei mir.

Was würdet ihr sagen: Welche Fähigkeiten sollte man für diesen Beruf mitbringen?

Christian: Das Wichtigste ist meiner Meinung nach wirklich das Interesse. Wenn das fehlt, hast du verloren. Grundkenntnisse in Informatik sollte man auch mitbringen.

Timo: Das braucht man aber nicht unbedingt. Ich hatte zum Beispiel keinerlei Grundkenntnisse und habe es bis jetzt trotzdem geschafft. Die Hauptsache ist, dass man Interesse und Spaß an der Informatik hat.

Arbeitet man als Informatiker eigentlich eher alleine oder im Team?

Timo: Man sollte definitiv teamfähig sein, denn man arbeitet häufig im Team, zum Beispiel mit anderen Mitarbeitern und Azubikollegen.

Christian: Selbst wenn man in einem Projekt alleine vor sich hin arbeitet, muss man trotzdem ab und zu Kollegen um Rat fragen oder sich mit den anderen Mitgliedern des Projektteams absprechen.

Timo: Da sind wir auch schon gleich bei der nächsten wichtigen Fähigkeit: Der Kommunikationsfähigkeit. Man sollte nicht einfach still in der Ecke sitzen und sein Zeug machen, sondern auch von sich aus mal auf andere zugehen und Kontakte knüpfen. Kontakte sind meiner Meinung nach mit das Wichtigste in diesem Beruf. Gerade in einer großen Firma wie unserer sollte man wissen, auf welche Leute man zugehen kann, wenn man eine Frage hat oder einen Tipp braucht.

Wie sehen eure täglichen Aufgaben aus?

Christian: Es kommt darauf an, in welcher Abteilung man arbeitet. Wenn man im Kundenservice sitzt, dann telefoniert man viel. Man sagt den Leuten zum Beispiel, wie sie technische Probleme beheben können und versucht, sie zu beruhigen. In meiner Abteilung migrieren wir hingegen Daten. Das heißt, dass wir riesige Datenpakete entpacken.

Timo: Selbst innerhalb einer Abteilung wechseln die Aufgaben häufig. Man kann zum Beispiel ein großes Projekt haben, das man während der ganzen Zeit in der Abteilung betreut oder mehrere kleine Projekte, die nach und nach abgeschlossen werden.

Was für Projekte sind das zum Beispiel?

Timo: Ich bespiele zum Beispiel Hardware. Und in der zentralen Security unserer Firma habe ich eine automatische E-Mail verfasst, die einmal wöchentlich rausgeht, Dateisysteme ausliest und an die die entsprechenden Mitarbeiter weiter sendet. Damit konnte ich der ganzen Abteilung einen Gefallen tun: Die wöchentliche, mühsame Suche in den einzelnen Verzeichnissen wurde deutlich vereinfacht. Außerdem habe ich schon mal einen kleinen Roboter programmiert und zusammengelötet. Der konnte selbstständig einem Parcours auf dem Boden folgen.

Gibt es auch etwas, das euch an dem Beruf nicht so gut gefällt?

Christian: Informatik ist ein gigantisches Gebiet. Nach einer Ausbildung zum Koch kann man zum Beispiel sagen: „So, ich kann die Standardgerichte.“ In der Informatik kannst du nach drei Jahren sagen: „Ich habe von jedem Thema etwas angekratzt.“ Aber perfekt kannst du noch nichts.

Timo: Das ist aber auch der Vorteil: Informatik ist sehr vielseitig, man kann sich das raussuchen, was einem am meisten Spaß macht. Man kann sich zum Beispiel darauf spezialisieren, Computer zusammenzubauen oder Großrechner zu programmieren.

Christian: Und mit diversen Grundkenntnissen nach der Ausbildung ist es auch nicht schwer, in neue Themengebiete einzusteigen. Wenn man zum Beispiel einmal eine Programmiersprache richtig gut beherrscht, lernt man auch schnell eine andere.

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