Constanze und Julia

"Man spürt, was die alten Menschen brauchen"

"Man spürt, was die alten Menschen brauchen"

Constanze und Julia machen eine Ausbildung zur Altenpflegerin

Constanze (auf dem Foto links), 21, und Julia, 22, sind beide im dritten Lehrjahr zur Altenpflegerin. Wie sie auf den Beruf gekommen sind? Wir haben die beiden gefragt.

Constanze, Julia, ihr werdet bald fertig mit eurer Ausbildung. Wie seid ihr darauf gekommen, dass das das Richtige für euch sein könnte?

Constanze: Ich habe ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Altenpflege gemacht und mich dann dafür entschieden, in diesem Bereich auch meine Ausbildung zu machen. Die Arbeit hat mir schon damals sehr viel Spaß gemacht.

Julia: Ich wollte eigentlich Krankenschwester werden. Eine Freundin, die bereits Altenpflegerin ist, hat mich dann aber überzeugt, dass das auch für mich das Richtige sein könnte. Man ist viel näher dran an den Menschen und erfährt ganz viel über sie.

Was gehört zu euren täglichen Aufgaben?

Julia: Wir helfen den alten Leuten beim Aufstehen und Anziehen und natürlich bei der täglichen Hygiene – egal, ob Zähneputzen oder Waschen. Dann kümmern wir uns um ihre Medikamente, messen Blutdruck oder wechseln ihre Verbände.

Constanze: Natürlich helfen wir ihnen auch beim Essen oder setzen uns manchmal einfach mit ihnen hin und unterhalten uns. So bekommen wir ganz viel aus ihrem Leben mit.

War es für euch am Anfang schwierig, mit alten Menschen umzugehen?

Julia: Man kriegt nach und nach immer mehr Erfahrung. Man spürt, was die alten Menschen brauchen und lernt immer mehr dazu, wie man richtig mit ihnen umgeht.

Ist es nicht schwierig, wenn dann Heimbewohner sterben?

Constanze: Ja, das ist es, aber man lernt, damit umzugehen. Man ist ja auch nicht alleine, sondern arbeitet in einem Team.

Julia: Ich habe zu Beginn meiner Ausbildung ein Ehepaar über längere Zeit begleitet. Als die beiden gestorben sind, ist mir das schon sehr nahe gegangen. Man baut schon eine Bindung auf. Aber Constanze hat Recht, man lernt mit der Zeit, dass der Tod zum Leben dazugehört.

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