Carina Ripplinger

„Papiertechnik - das Thema hat mich irgendwie fasziniert“

„Papiertechnik - das Thema hat mich irgendwie fasziniert“

Carina Ripplinger ist 22 Jahre alt und studiert Papiertechnik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. In ihrem dualen Studium wechseln sich Theoriephasen an der Hochschule mit Praxisphasen in einem Betrieb der Papierindustrie ab. Carina ist im dritten Semester und erzählt, warum sie sich für diesen Studiengang entschieden hat und was ihr besonders gut gefällt.

Papiertechnik ist ein recht ungewöhnlicher Studiengang – wie bist du darauf gekommen?

Ich wollte auf jeden Fall etwas Technisches studieren und bin dann mal zu einem Vortrag an der Dualen Hochschule gegangen, wo sich verschiedene Studiengänge vorgestellt haben. Unter Maschinenbau oder Elektrotechnik konnte ich mir noch etwas vorstellen, aber vom Studiengang Papiertechnik hatte ich noch nie gehört. Ich fand das ziemlich spannend: Man hat jeden Tag mit Papier zu tun, aber man macht sich eigentlich keine Gedanken darüber, wie es produziert wird und welche Arbeitsschritte dahinterstecken. Der Vortrag war sehr interessant und das Thema hat mich irgendwie fasziniert. Ich habe mich dann noch ausführlicher im Internet erkundigt und mich dann für den Studiengang entschieden.

Was wird man denn, wenn man Papiertechnik studiert?

Nach dem Studium ist man Papieringenieur. Ich mache meinen Praxisteil in einer Papierfabrik und lerne dort alle Arbeitsschritte der Papierherstellung kennen. Als Papieringenierin überwache ich dann später die Produktion, kümmere mich um die Anschaffung neuer Maschinen, erprobe neue Verfahren und so weiter. Ich könnte nach meinem Studium aber auch in Richtung Verarbeitungs- oder Weiterverarbeitungsindustrie, Forschung und Entwicklung oder die Zulieferindustrie gehen. Dann würde ich zum Beispiel Maschinen oder chemische Hilfsmittel entwickeln und herstellen, die man für die Papierproduktion benötigt.

Weißt du denn schon, in welchen Bereich du nach dem Studium einsteigen möchtest?

Ich möchte gerne in meinem Ausbildungsbetrieb bleiben. In den dualen Studiengängen sind die Betriebe meistens daran interessiert, einen zu übernehmen, weil sie viel Geld in die Ausbildung gesteckt haben. Außerdem gibt es nur wenige Ingenieure in diesem Fachbereich, weshalb man die Möglichkeit hat, schnell verantwortungsvolle Positionen zu übernehmen. Ich kann zum Beispiel Produktions- oder Abteilungsleiterin werden – in die Richtung wird es wahrscheinlich gehen.

Was gefällt dir im Studium besonders gut?

Der Studiengang ist recht unbekannt und das hat einen großen Vorteil: Es gibt sehr kleine Kurse, wir sind gerade mal zwölf Leute. Und auch in den anderen Jahrgängen sind es in der Regel nicht mehr als 20. Dadurch haben wir ein ziemlich starkes Gruppengefühl. Außerdem sind die Dozenten alle sehr nett und hilfsbereit und gehen individuell auf uns ein. Die bleiben auch mal eine halbe Stunden länger, wenn es viele Fragen gibt oder wenn wir gerne noch mal etwas wiederholen möchten.

Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen, wenn man sich für ein Studium der Papiertechnik entscheidet?

Man braucht auf jeden Fall technisches Interesse und Interesse an den ganzen naturwissenschaftlichen Fächern, also Mathe, Physik, Biologie, Chemie. Außerdem sollte man im Team arbeiten können, denn das in diesem Beruf total wichtig.

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