Benedikt Goldbeck und Rhett Weikamm

Von wegen Klos putzen: Als Gebäudereiniger hoch hinaus

Von wegen Klos putzen: Als Gebäudereiniger hoch hinaus

„Bei mir lernen alle, die irgendwo runterfallen können“, sagt Benedikt Goldbeck (rechts im Bild) und lacht. Als Gebäudereinigermeister und Industriekletterer mit eigener Firma bildet er andere Menschen darin aus, sich sicher in luftiger Höhe zu bewegen.

Rhett Weikamm (links im Bild) hingegen hat eine Gebäudereinigerfirma und ist ständig auf der Suche nach neuem Personal und qualifizierten Auszubildenden. „Viele denken, dass man aus Gebäudereiniger nur Toiletten putzt“, sagt er. Dass der Beruf sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt hat und heute sehr viel komplexer geworden ist, wissen viele nicht. „Wir kümmern uns heute um das Management für komplette Gebäude – die Reinigung ist nur ein Teil davon“, sagt er.

Benedikt Goldbeck und Rhett Weikamm haben ein gemeinsames Ziel: Das Image des Gebäudereinigerhandwerks zu verbessern. Deshalb sind beide immer wieder auf Berufsmessen wie der Einstieg Messe unterwegs, um Schülern von ihrem Handwerk zu berichten. „Das Image ist schlecht“, sagt Benedikt Goldbeck, „dabei ist das Handwerk total vielfältig“. Er selbst ist das beste Beispiel: Er ist zwar gelernter Gebäudereiniger, bildet heute aber diejenigen aus, die in größerer Höhe arbeiten müssen. „Ich habe mein Spezialgebiet gefunden“, sagt er.

Vielfältige Aufgaben

Was also gehört zu den Aufgaben von Gebäudereinigern? „Im Prinzip alles rund um das Management eines Gebäudes“, fasst Rhett Weikamm zusammen. Hierzu gehört neben der Planung der Reinigungseinsätze und der Reinigung selbst auch die Auswahl der richtigen Mittel für die jeweilige Oberfläche. „Deshalb sollte man auch ein bisschen Ahnung von Chemie, Physik und Mathe haben“, sagt Rhett Weikamm. Ohne ein gewisses Grundwissen falle es schwer, eine 5-prozentige Lösung herzustellen.

„Hauptsache, er will“

Welche Anforderungen stellt Rhett Weikamm noch an die Schüler, die sich bei ihm bewerben? „Hauptsache, sie haben Lust auf den Beruf und wollen die Arbeit machen“, sagt er. Die Bewerber sollten außerdem Spaß an der Arbeit mit Menschen haben, da sie immer im Kundenauftrag unterwegs seien. „Ganz wichtig sind auch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit“, ergänzt Benedikt Goldbeck. Rhett Weikamm erzählt, dass er einmal von einem Tag auf den anderen ein Team zusammenstellen musste, das spontan zwei Tage ein Kreuzfahrtschiff im Hamburger Hafen reinigt.

Praktika machen!

Was ist eigentlich das Schönste am Beruf des Gebäudereinigers? „Die Vielseitigkeit“, sagt Rhett Weikamm, „es gibt immer wieder neue Kunden, neue Arbeitstechniken, neue Bodenbeläge – man setzt sich ständig mit neuen Dingen auseinander“. Benedikt Goldbeck nickt und fügt hinzu: „Außerdem ist das ein Beruf, bei dem man fast immer im Team arbeitet.“

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