Alexandra Ventz

Wie ist die Ausbildung zum Chemielaboranten bei Covestro?

Wie ist die Ausbildung zum Chemielaboranten bei Covestro?

Hi Alex, stell dich doch bitte kurz vor!

Ich heiße Alex, bin 21 und komme gebürtig aus Mülheim an der Ruhr. Nach meinem Abi 2013 habe ich eine Ausbildung zur Chemielaborantin angefangen, die ich dieses Jahr im Sommer abschließe. In meiner Freizeit spiele ich gerne Badminton und bin beim VfB Grün Weiß Mülheim auch im Verein aktiv.

Wie bist du auf die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Chemielaborantin zu machen, aufmerksam geworden und was hat dich schlussendlich überzeugt, bei Covestro einzusteigen?

Ich habe lange überlegt, welcher Beruf zu mir passen könnte. Von Anfang an war mir klar, dass ich keine Lust auf einen Bürojob habe, bei dem ich 8 Stunden nur am Schreibtisch sitzen muss. Mit meiner Familie habe ich mich dann beraten, welche Ausbildungen es so gibt. Da mich Chemie auch in der Schule schon interessiert hat –auch wenn ich nicht die besten Noten in dem Fach hatte – habe ich mich entschieden, es mit einer Ausbildung zur Chemielaborantin zu versuchen und bis jetzt habe ich es noch nicht bereut.

Kannst du uns kurz beschreiben, wie ein typischer Arbeitsalltag bei dir aussieht?

Das ist ganz schön schwierig, denn einen typischen Arbeitsalltag gibt es nicht wirklich. Es hängt immer davon ab, in welchem Bereich man arbeitet. Ich kann ja mal kurz erzählen, wie es zum Beispiel in der Forschungssynthese im Bereich Polymere abläuft, hier hatte ich im dritten Lehrjahr einen Abteilungseinsatz. Im Mittelpunkt des Arbeitstages stehen verschiedene Versuche, das heißt, ein bestimmter Stoff wird auf sein Verhalten unter unterschiedlichen Bedingungen, z. B. bei steigender Temperatur untersucht. Zu Beginn des Arbeitstags wird im Team besprochen, welche Versuche unter welchen Bedingungen durchgeführt werden sollen. Am Ende werden alle Ergebnisse einer Messreihe zusammengefasst. Ist eine Versuchsreihe abgeschlossen, werden die Proben an die nachfolgende Abteilung weitergegeben und analysiert. Das kann zum Beispiel die Qualitätskontrolle sein, wo die zuständigen Kollegen dann prüfen, ob das Produkt bestimmte Qualitätsstandards erfüllt. Wichtig ist, dass parallel zu jedem Versuch ein sogenanntes Versuchsprotokoll geschrieben wird, um auch später noch nachvollziehen zu können, was schon getestet wurde.

Welche Aufgaben in der Ausbildung gefallen dir besonders?

Ich finde es super, wenn wir mit der Klasse im Lehrlabor sind. Das findet während unserer Schulphase statt, hat aber mit theoretischem Unterricht nix zu tun. Wir können dort jeden Tag etwas anderes ausprobieren – ob es jetzt chemische Verfahren oder neue Analysegeräte sind. Besonders gut finde ich, dass wir dadurch auch Verfahren und Chemikalien kennenlernen, die nicht alltäglich sind, das ist super spannend.

In der Praxis gefällt es mir dagegen, an einer Sache länger zu arbeiten und Zusammenhänge zu verstehen. Im Lehrlabor lernt man also eher das Handwerkszeug und im Betrieb versteht man dann die Hintergründe, was auch sehr interessant ist.

Und worauf könntest du am ehesten verzichten?

Ich hasse es, Glasgeräte zu spülen! Nach jedem Versuch muss der Arbeitsplatz und alle Geräte, mit denen man gearbeitet hat, sauber gemacht werden, das macht überhaupt keinen Spaß – gehört aber dazu. Das ein oder andere Becherglas oder Thermometer ist mir auch schon kaputt gegangen.

Wenn du an unsere drei Werte denkst: curious, courageous und colorful – mit welchem kannst du dich am besten identifizieren und warum?

Natürlich curious – als Naturwissenschaftlerin liegt mir Neugier einfach im Blut. Wenn ich kein Interesse an Forschung hätte und es nicht spannend fände, neue Dinge zu entdecken, würde ich meine Arbeit auch nicht gut machen. Privat passt curious übrigens auch gut – ich spiele wie gesagt Badminton, am Anfang habe ich das nur hobbymäßig gemacht. Aber inzwischen will ich einfach alles über den Sport wissen, neue Techniken dazulernen und später auch vermitteln - deswegen mache ich gerade auch meinen Trainerschein.

Was würdest du Schülern, die sich für eine Ausbildung bei Covestro interessieren, empfehlen?

Auf jeden Fall macht es Sinn, sich vorher auf einer Schülermesse, wo auch immer „echte“ Azubis vor Ort sind, oder im Internet zu informieren, welche Ausbildung überhaupt zu einem passt und ab wann man sich bewerben kann. Ich finde es gut, dass Schulnoten bei Covestro nicht so wichtig sind, sondern dass eher darauf geachtet wird, dass die Person gut zum Unternehmen passt. Natürlich sollte man sich aber trotzdem auf das Interview vorbereiten – ich habe zum Beispiel mit meinen Freunden und meiner Familie geübt.

Weißt du schon, wie es in Zukunft beruflich für dich weitergeht? Was steht nach der Ausbildung an?

Ich bin im Sommer mit der Ausbildung fertig und habe auch schon eine Übernahmestelle, darüber freue ich mich total. Nachdem ich einige Bewerbungsgespräche geführt habe, weiß ich dass ich ab Sommer im Bereich Beschichtungen anfangen werde. Ansonsten bin ich privat viel im Verein eingebunden, ich kann mir deswegen im Moment noch nicht vorstellen, noch eine Studium oder eine Weiterbildung dranzuhängen. Aber wer weiß, was in ein paar Jahren ist… ;)

Liebe Alex, vielen Dank für das Interview!

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