Isabel Heider, 22, Bäckerin, Feinbäckerei Heider in Königs Wusterhausen

"Als Bäcker siehst du mehr Sonnenaufgänge als jeder andere"

"Als Bäcker siehst du mehr Sonnenaufgänge als jeder andere"

Wie sieht der Job als Bäckerin aus?

Als Bäckerin machst du die Nacht zum Tag. Das ist manchmal nicht ganz so leicht, aber es lohnt sich. Du siehst mehr Sonnenaufgänge als jeder andere und es wird jeden Tag einfacher, nachts aufzustehen. Zum Schichtbeginn fangen wir meistens damit an, Teiglinge aufzuarbeiten. Danach geht es weiter mit Brot- und Brötchenaufarbeitung. Wir stellen aber auch Kuchen und Torten her.

Was sollte man mitbringen, wenn man Bäcker werden will?

Wenn man Bäcker werden will, ist es ganz wichtig, dass man Lust hat, etwas mit seinen Händen zu erschaffen. Das ist einfach ein gutes Gefühl.

Was gefällt dir besonders gut am Bäckerberuf?

Bäcker ist einfach ein toller Beruf. Ich mag daran, dass man im Team arbeiten kann und dass man am Ende sieht, was man mit seinen eigenen Händen alles geschafft hat. Mich macht es stolz, wenn Kunden mir sagen, dass das Brot auch dieses Mal wieder super war und mit einem Lächeln aus dem Geschäft gehen.

Wie gestaltest du dein Privatleben bei deinen Arbeitszeiten?

Privat haben mich die Arbeitszeiten insofern verändert, dass mein Freund und ich uns zeitlich gut aneinander angepasst haben: Ich bringe ihn abends ins Bett und gehe dann zur Arbeit. Morgens wecke ich ihn und kann dann ins warme Bett springen. Wenn er dann von der Arbeit kommt, können wir immer noch den ganzen Nachmittag miteinander verbringen.

Was hast du in deiner Ausbildung gelernt?

In der Lehre wird man auf jeden Fall reifer, da man Erfahrungen sammelt. Es ist schön, am Ende der Ausbildung zu sehen, was man gelernt hat. Dazu gehört auch, das Gelernte umsetzen zu können, mehr Verantwortung zu haben und vor allem am Ende des Tages gute Produkte zu erschaffen.

Welche Möglichkeiten siehst du für die Zukunft?

Ich möchte auf jeden Fall gerne meinen Meister machen und weiterhin meine Familie in der Bäckerei unterstützen. In unserem Handwerk besteht auch die Möglichkeit, auf die traditionelle Walz zu gehen. Das macht mein Bruder gerade. Er hat auch eine Lehre bei uns in der Familienbäckerei gemacht. Jetzt ist er mindestens drei Jahre und einen Tag von zu Hause weg. Er war schon in Holland, in der Schweiz und in Italien und konnte dort viele Erfahrungen in anderen Bäckereien sammeln. Als nächstes will er nach Butan fliegen und dort für den König backen.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich backe auch in meiner Freizeit gerne. Am Wochenende probiere ich gerne mal neue Rezepte aus und backe auch immer für meine Freunde Kuchen zum Geburtstag.

Wie lautet dein Aufruf an deine Nachfolger?

Wenn du den Duft frischer Brötchen liebst und jeden Morgen Kunden glücklich machen willst, dann hol’ dir meinen Job!

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