Mandy Kümpel

„Meine Bilder machen andere und mich glücklich“

„Meine Bilder machen andere und mich glücklich“

Mandy Kümpel (27) aus Salzwedel wollte eigentlich studieren und schrieb sich nach dem Abitur für Kunstgeschichte ein. Doch an der Universität wurde ihr schnell klar, dass das Studium nicht das Richtige für sie war.

Sie entschied sich, eine Ausbildung zur Fotografin zu machen. Mit Erfolg: Mandy konnte ihre Ausbildungszeit durch hervorragende Leistungen verkürzen und ist heute glücklich in ihrem Job.

Dein Handwerk ist die Fotografie – was gefällt dir daran besonders gut?

Mit meiner Fotografie kann ich Momente festhalten und damit sowohl mich als auch andere glücklich machen. Um die Reaktionen auf meine Bilder hautnah mitzuerleben, bringe ich sie meinen Kunden oft sogar persönlich vorbei. Wenn sie dann vor Freude weinen, zum Beispiel beim Anblick ihrer Hochzeitsbilder, dann weiß ich, dass ich in meinem Traumberuf arbeite.

Der Weg zu deinem Traumberuf führte aber zunächst über ein Studium.

Ja, ein Studium war immer mein Ziel. Als ich nach dem Abitur und etlichen Bewerbungen endlich die Zusage einer Universität für Kunstgeschichte bekam, war ich anfangs auch überglücklich. Aber schon gegen Ende des ersten Semesters wurde mir bewusst, dass das Studium doch nicht das Richtige für mich war.

Woran lag es, dass dir das Studieren nicht gefiel?

Monate zu lernen und erst am Ende des Semesters eine Klausur über den gesamten Stoff zu schreiben – darauf konnte ich mich nie richtig einstellen. Hinzu kam, dass in meinen Augen die Praxis viel zu kurz kam. Lediglich ein Praxissemester war vorgesehen.

Und dieses Praxissemester hast du absolviert?

Ja, es ging darin um Fotografie in der Architektur. Und da ich mich in meiner Freizeit mit Fotografie beschäftigte, freute ich mich auch sehr darauf. Letztlich hat es in diesem Praxissemester bei mir Klick gemacht. Danach stand für mich die Entscheidung für eine Ausbildung zur Fotografin und gegen das Studium felsenfest, ab diesem Zeitpunkt gab es kein Zurück mehr.

Wie ging es nach der Entscheidung für die Ausbildung weiter?

Nachdem ich meine Entscheidung getroffen hatte, ging alles sehr schnell:
Meinen Eltern hatte ich zunächst nichts von den Bewerbungen für eine Ausbildung erzählt. Sie erfuhren davon, als sie aus Versehen einen Brief öffneten, der eine Absage für einen Ausbildungsplatz enthielt. Nach einigen Gesprächen haben sie sich dann schnell hinter mich gestellt.

Hast du deine Entscheidung je bereut?

Nein. Ich absolvierte erst einmal ein siebenmonatiges Praktikum bei einem Fotografen. Dort merkte ich bald, dass es richtig war, das Studium abzubrechen. Ich habe wahnsinnig viel gelernt und mich schnell weiterentwickelt. Anschließend konnte ich nahtlos in die Ausbildung wechseln. Bedenken oder Zweifel an der Entscheidung, eine Ausbildung zu machen, hatte ich nie. Den Vorteil einer Ausbildung im Handwerk sehe ich darin, dass man von Anfang an direkt im Beruf drin ist. Das Verhältnis von Praxis und Theorie ist einfach ausgewogener. Die Theorie der Fotografie funktioniert nicht ohne Praxis – das ist in allen Handwerken so.

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