Johannes Schroeter-Behrens

„Ran an die Fassade!“

„Ran an die Fassade!“

Johannes Schroeter-Behrens ist Stuckateur und Diplom-Prähistoriker. Dass er für Büroarbeit nicht geschaffen ist, stellte er bald nach seinem Studium der Ur- und Frühgeschichte fest. Er beschloss, ein Handwerk zu erlernen. Nach nur anderthalb Jahren Ausbildung arbeitet der 32-Jährige heute als Stuckateur.

„Ich hab was Besseres vor”: Inwiefern passt das Motto der aktuellen Kampagne des Handwerks zu dir?

Das Motto passt sehr gut zu mir. Als Diplom-Prähistoriker hätte ich einen Großteil der Arbeitszeit am Computer gesessen. Ich wollte jedoch lieber etwas Handwerkliches machen, das passt besser zu mir. Mit den Händen zu arbeiten, ist wichtig für Körper und Geist. Wenn ich nur im Büro sitze, denkt der Körper abends, er habe nichts geschafft.

Wie kamst du auf den Beruf des Stuckateurs?

Geschichte und historische Gebäude liegen mir am Herzen. Mich interessierte der Bereich Restaurierung, daher überlegte ich nach meinem Studium, welche Handwerksberufe dazu passen. Und nach einem Praktikum entschied ich mich für den Beruf des Stuckateurs.

Was macht ein Stuckateur eigentlich alles?

Gute Frage, besonders junge Leute kennen den Beruf häufig nicht. Ich schaffe und restauriere Schmuckelemente an Fassaden und Innenräumen. Ich setze Ideen von Architekten um, gestalte aber auch selbst Elemente. Was viele nicht wissen: Stuck ist häufig nicht nur Schmuck, sondern auch Gebäudeschutz. Stuckelemente an Fassaden können zum Beispiel Nässe ableiten.

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