Kim, Studentin Industriemanagement/ Product and Innovation Management, EUFH Neuss

And the Oscar goes to....

And the Oscar goes to....

Die Zeit rennt, mehr als die Hälfte meines Auslandssemesters ist nun vorbei und schon jetzt kann ich auf eine sehr spannende und unvergessliche Zeit zurückblicken. Ich bin sehr dankbar, dass mir diese interessanten Erfahrungen im Rahmen meines EUFH- Studiums ermöglicht wurden. Dass ich mein Auslandssemester am liebsten in den USA verbringen wollte, stand für mich schon bereits im 1. Semester fest. Als mir dann im Januar die ersten kalifornischen Sonnenstrahlen ins Gesicht schienen, habe ich realisiert, dass der Traum zur Realität wurde.

Auch wenn für mich schon früh feststand, dass es nach Kalifornien gehen soll, fiel mir aufgrund des großen Angebots an verschiedenen Uniprogrammen und Universitäten die Hochschulwahl zunächst gar nicht so leicht. Schließlich habe ich mich für die California State University of Fullerton (CSUF) entschieden, da diese im Rahmen eines viermonatigen Auslandssemesters vor Allem ein breites Portfolio an wirtschaftswissenschaftlichen Studienmöglichkeiten bietet. Fullerton ist eine Stadt in Orange County mit fast 140.000 Einwohnern in der Nähe von Los Angeles. Mit knapp 40.000 Studenten ist die CSUF die größte unter den State Universities. Nur wenige Minuten mit dem Fahrrad von meiner Universität entfernt, wohne ich mit einer Chinesin und einer Kommilitonin zusammen in einem Apartment mit Pool und einer dem Apartmentkomplex angehörigen Kantine vor der Haustür.

Ähnlich wie an der EUFH bestehen meine Kurse auch nur aus bis zu 40 Studenten, allerdings ist der Campus nahezu eine kleine Stadt. Das Campusgelände erstreckt sich dabei über zwei Autobahnausfahrten und lässt mit einem großen Fitnessstudio inklusive Poolbereich, mehreren Stadien, Sporthallen, einem Kletterturm, Bowlingbahnen, einem vielfältigen Food Court und vielem mehr sowie Starbucks gefühlt an jeder Ecke (ganz gefährlich! ) keine Wünsche offen. Bis ich mich da vollkommen zurechtgefunden habe, hat es Tage gekostet.

Diejenigen unter Euch, die bereits in den Vorbereitungen für ihr Auslandssemester stecken und sich hinsichtlich des „Class Crashings“ an amerikanischen Universitäten Gedanken machen, kann ich aus persönlicher Erfahrung nur beruhigen. Zwei meiner 10 Wunschkurse, welche ich zuvor für das „Class Crashing“ wählen durfte, hatte ich bereits von Anfang an zugesichert bekommen. Da man insgesamt 4 Kurse belegen muss, habe ich die beiden anderen „gecrasht“ und hatte diese schließlich am zweiten Tag auch sicher. Nach zwei Wochen Orientierung ging es dann so richtig los. Das Studieren differenziert sich wesentlich von dem an der EUFH. In Amerika ist es üblich, dass man über das komplette Semester hinweg fast jede Woche Tests und verschiedene Quizzes schreibt, Präsentationen hält oder diverse Projektarbeiten einreichen muss. Letztere boten mir aber immer eine gute Möglichkeit mit Amerikanern ins Gespräch zu kommen. Neben den finalen Prüfungen am Ende des Semesters schreibt man ebenfalls mehrere Zwischenprüfungen, die sogenannten „Midterms“.

Durch den zuvor beschriebenen hohen Arbeitsaufwand besteht mein Leben hier nicht gemäß aller Vorurteile ausschließlich nur aus Sonne, Strand und Meer. Da ich aber glücklicherweise meinen Vorlesungsplan so legen konnte, dass ich nur von montags bis mittwochs Vorlesungen habe, konnte ich selbstverständlich manch’ langes Wochenende auch für verschiedene Trips nutzen.

Von Malibu über Santa Monica, Long Beach, Huntington, Newport und Laguna Beach bis nach San Diego haben wir bereits die Westküste Kaliforniens bereist und die Kulissen aus OC California sowie 90210 Beverly Hills wiedererkannt. Diese traumhaften Strände existieren wirklich!!! Und jeder Strand bietet sein ganz eigenes Flair. Während man in Santa Monica Kirmesstimmung auf dem Pier hat, sind Huntington und Newport die Surfer Hochburgen schlecht hin und um Laguna reiht sich eine wunderschöne Bucht an die andere.

Ich könnte noch Stunden weitererzählen und wäre sicherlich immer noch nicht am Ende. Letztlich sind es die atemberaubenden Landschaften der USA, die mich begeistern und die Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern, die die Zeit hier besonders machen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge heißt es für mich in knapp zwei Monaten die Rückreise anzutreten. Davor stehen noch Reiseziele wie Seattle, Vancouver und vielleicht sogar New York und Miami auf dem Plan. Ein Auslandssemester in Kalifornien kann ich absolut weiterempfehlen.

 


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