Studienberaterin Valeska Bitten

Hilfe Zukunft - Deine Tipps zur Studienwahl Teil 2

Hilfe Zukunft - Deine Tipps zur Studienwahl Teil 2

Wer finanziert das Abenteuer Studium?

Finanziell gesehen ist es natürlich günstiger, wenn Du zuhause wohnen bleibst. Solltest Du dennoch lieber ausziehen, ist es wichtig die Lebenshaltungskosten zu kalkulieren. Außerdem fallen auch Kosten direkt an der Hochschule an. Öffentliche Hochschulen erheben einen Semesterbeitrag, der jedes Halbjahr zu zahlen ist. Die Höhe dieses Beitrages richtet sich je nach Hochschule und beinhaltet unter anderem die Immatrikulations- und Rückmeldegebühr sowie den Beitrag für den Asta (Allgemeine Studierendenausschuss), das Studierendenwerk und das Semesterticket. Bei privaten Fachhochschulen fällt eine Studiengebühr an, diese kann monatlich, pro Semester oder jährlich anfallen. Warum ist eine private Fachhochschule so viel teurer? Private Fachhochschulen werden nicht durch den Staat gefördert, sondern finanzieren sich rein durch die Studiengebühren, die von Dir entrichtet werden. Somit wird das Geld direkt wieder in das Studium, die Qualität der Lehre und die Ausstattung der Räumlichkeiten gesteckt.

Nun gibt es verschiedene Wege Dein Studium zu finanzieren. Vorhin erwähnte ich bereits das duale Studium, also die Verzahnung von Theorie und Praxis. Meist wird das duale Studium an privaten Fachhochschulen angeboten. Der Vorteil eines dualen Studiums ist aber neben der Berufserfahrung eben auch die Finanzierung. Die Praxiszeit im Unternehmen wird Dir vergütet und kann somit für die anfallenden Kosten der Hochschule verwendet werden. Bei allen Vollzeitstudiengängen wird diese direkte Verdienstmöglichkeit nicht geboten, dafür kannst du auf andere Finanzierungsmöglichkeiten zurückgreifen. Zu diesem Zeitpunkt sollte man sich intensiv mit den Themen BAföG und Stipendium auseinandersetzen. Gerade das Thema Bafög ist sehr komplex und fast jedes Jahr gibt es hier Neuerungen. Zuerst sollte geprüft werden, ob die Hochschule staatlich anerkannt ist und Du somit berechtigt bist Bafög zu beantragen. Bedenken Sie, dass öffentliche sowie private Hochschulen staatlich anerkannt sein können und somit für eine Förderung durch BAföG in Frage kommen. Ist dies der Fall empfiehlt es sich einmal beim zuständigen BAföG-Amt nachzuhören. Eine gute Möglichkeit sich vorab über die Wahrscheinlichkeit einer Förderung zu informieren ist der BAföG-Rechner im Internet. Eine andere Finanzierungsergänzung kann das Stipendium sein. In Deutschland gibt es zahlreiche Stiftungen, die Stipendien vergeben. Die Voraussetzungen sind sehr unterschiedlich, genauso wie die Förderungshöhe und -dauer. Ein Blick auf die Seite www.mystipendium.de oder www.european-fundingguide.eu empfiehlt sich. Zu guter Letzt kannst Du natürlich auch durch einen Nebenjob noch Geld dazu verdienen. Die Entscheidung liegt hier natürlich bei Dir selbst, ob die Zeit neben dem Studium ausreicht, um einer Beschäftigung nachzugehen.

Wie gestaltet sich die Aussicht nach dem Abschluss?

Erste Studien zeigen, dass man mit dem Bachelorabschluss gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Voraussagen lässt sich hier aber natürlich nichts Konkretes, da die Einstiegsmöglichkeiten immer auch auf die Branche oder das Tätigkeitsfeld ankommen. Sehr wichtig für Unternehmen ist nicht nur der Studienabschluss sondern vor allem die bereits gesammelte praktische Erfahrung während des Studiums. Ein duales Studium bietet hinsichtlich der Berufserfahrung einen unschlagbaren Vorteil. Viele Absolventen eines dualen Studiums bekommen direkt von Ihrem Partnerunternehmen ein Übernahmeangebot, da Firmen sich so ihre Nachwuchskräfte sichern können.

Ein kurzer Hinweis zu den Abschlüssen, die Du an einer Hochschule erwerben kannst. Achte darauf, dass alle Abschlüsse staatlich anerkannt sind und durch bekannte Akkreditierungsagenturen überprüft wurden. So kannst Du eine einheitliche Qualität sicherstellen und deiner Karriere steht nichts mehr im Weg.

Valeska Bitten

Studienberatung Europäische Fachhochschule

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