Raus aus der Uni, rein in die Praxis

Ob als Biologe im Labor oder Journalistik-Student beim Radio: So sammelst du Praxiserfahrung

Raus aus der Uni, rein in die Praxis

In den meisten Studiengängen ist mindestens ein Praktikum Pflicht. Reicht das aus, um zu wissen, wie es nach dem Studium weitergehen soll? Viele Studenten sammeln mittlerweile deutlich mehr Praxiserfahrung.

Pflicht und Kür – Praktika im Studium

Je nachdem, welches Fach du an welcher Hochschule studierst, ist Praxiserfahrung für dich sowieso schon vorgesehen. Ob zweimonatige Pflichtpraktika oder ganze Praxissemester: Die meisten Hochschulen schreiben ihren Studenten mittlerweile Berufserfahrung in den Stundenplan. Diese muss meist eine bestimmte Dauer haben und mit einem Praktikumsbericht dokumentiert werden. Oft finden begleitende Seminare statt, in denen du deine Erfahrungen mit deinen Mitstudenten diskutieren kannst. Viele Studenten machen zusätzlich noch freiwillige Praktika. Warum? Weil sie mehrere Berufe kennenlernen möchten, bevor sie sich für eine Richtung entscheiden. Wenn du beispielsweise Politikwissenschaften studierst, gibt es viele Bereiche, in denen du später arbeiten kannst: Sei es als Mitarbeiter bei einem Bundestagsabgeordneten, bei einer Organisation für Entwicklungsarbeit oder als Redakteur bei einem Fernsehsender.

Wie viel Erfahrung darf’s denn sein?

Die meisten Studenten machen mehrere Praktika. In den Naturwissenschaften ist die Zahl häufig gering, in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sind es auch mal fünf während des Studiums. Praktika sollten dich immer in irgendeiner Form weiterbringen, ein bloßes Aneinanderreihen vieler Praktika bei möglichst vielen Firmen bringt dich nicht weiter. Im Gegenteil: Es könnte im Lebenslauf so wirken, als könntest du dich nicht entscheiden.

Wo soll ich mich bewerben?

Vor der Bewerbung solltest du dir überlegen, was du von deinem Praktikum erwartest. Wir haben eine kleine Liste mit Fragen zusammengestellt, die dir dabei helfen kann:

  • Möchtest du einen komplett neuen Bereich kennenlernen oder deine Kenntnisse in einem bekannten Bereich erweitern? Wenn du beispielsweise schon als freie Mitarbeiterin bei deiner Lokalzeitung gearbeitet hast, könnte ein Praktikum bei einem Fernsehsender spannend für dich sein.
  • Möchtest du überprüfen, ob deine Erwartungen an einen bestimmten Beruf zutreffen? Wenn du Jura studierst und Anwalt werden möchtest, aber nicht weißt, ob dir das Spaß machen würde, kannst du dich bei einer Kanzlei bewerben.
  • Möchtest du im Ausland arbeiten und deine Sprachkenntnisse verbessern? Es gibt Agenturen, die Plätze bei Firmen im Ausland vermitteln. Natürlich kannst du dein Auslandspraktikum auch selbst organisieren.
  • Willst du nur einen Einblick in eine Branche oder ein Unternehmen bekommen oder länger dort arbeiten? Vielleicht lohnt sich für dich ein sechsmonatiges Praktikum, bei dem sogar die Chance besteht, hinterher übernommen zu werden. Wenn du nur einen Einblick bekommen möchtest, reichen auch sechs bis acht Wochen.

Was muss ich sonst noch beachten?

Als Student solltest du auch die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten, denn davon hängt beispielsweise ab, ob du Anspruch auf Urlaub und Bezahlung hast. Wir haben außerdem ein paar Tipps für einen guten Start ins Praktikum zusammengestellt – und ein paar Fettnäpfchen, die du vermeiden solltest.

Und jetzt?

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