So schützt du dein Facebook-Profil in der Bewerbungsphase

Eine Anleitung in sieben Schritten

So schützt du dein Facebook-Profil in der Bewerbungsphase

Beste Stimmung auf eurer Party:  Daniel liegt mit dem Kopf in der Torte, Marie ist mit Edding bemalt und Timo – wo ist eigentlich Timo hin? In deiner Facebook-Chronik taucht er am nächsten Tag wieder auf. Er hat die Partyfotos der letzten Nacht gepostet.

Das macht zwar Spaß, allerdings wird das nicht bei jedem Arbeitgeber gerne gesehen. Bei neuen Bewerbern schauen die Firmen heutzutage gerne auch mal auf das Facebook-Profil, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Bei den vielen Privatsphäre-Einstellungen, die man dort vornehmen kann, verliert man allerdings leicht den Überblick. Aber keine Sorge: Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung kannst du im Handumdrehen sicherstellen, dass keine privaten Infos, Fotos oder Beiträge in die falschen Hände geraten.

1. Stelle deine zukünftigen Beiträge auf privat

Zuerst stellst du sicher, dass deine zukünftigen Beiträge und Fotos nicht für die Öffentlichkeit, sondern nur für deine Freunde zu sehen sind. 

  • Klicke auf der rechten Seite der Facebook-Leiste am oberen Bildschirmrand auf das kleine, nach unten zeigende Dreieck und wähle „Einstellungen“. 
  • Auf der linken Seite wählst du jetzt den Reiter „Privatsphäre“ aus. 
  • Klicke unter „Wer kann meine Inhalte sehen?“ → „Wer kann deine zukünftigen Beiträge sehen?“ → auf „Bearbeiten“
  • Im Auswahlmenü wählst du nun „Freunde“ aus.

Alle deine zukünftigen Beiträge werden von nun an nur noch für deine Freunde sichtbar sein. Aber Vorsicht: Für die Beiträge, die du bereits gepostet hast, musst du deine Einstellungen noch extra überprüfen. Das machst du im nächsten Schritt.

2. Stelle deine alten Beiträge auf privat

Facebook bietet eine Funktion, mit der du alle deine vergangenen Beiträge auf einen Schlag nur noch für deine Freunde anzeigen lassen kannst. Dazu gehst du folgendermaßen vor.

  • Stelle sicher, dass du dich in deinen Kontoeinstellungen auf dem Reiter „Privatsphäre“ befindest.
  • Unter „Wer kann meine Inhalte sehen“ → klicke auf „Vergangene Beiträge einschränken“.
  • Klicke auf „Alle Beiträge beschränken“.
  • Nun erhältst du einen Warnhinweis von Facebook, da du diese Änderung nicht in Gänze zurücknehmen kannst. Wenn du irgendwann deine Beiträge wieder auf öffentlich schalten möchtest, musst du das für jeden Post einzeln machen. Klicke auf „Bestätigen“ und im nächsten Fenster auf „Schließen“.

3. Wer kann mich wie finden?

In deiner Bewerbung für eine Ausbildungsplatz als Mechatroniker stehen deine Telefonnummer und deine Adresse. Herr Müller aus der Personalabteilung kann dich mit diesen Daten gezielt finden und schon findet er ein peinliches Foto von dir. Es sei denn, du aktivierst die folgenden Privatsphäre-Einstellungen:

  • Stelle sicher, dass du dich in deinen Kontoeinstellungen auf dem Reiter „Privatsphäre“ befindest.
  • Unter dem Abschnitt „Wer kann nach mir suchen?“ kannst du einstellen, dass nur deine Freunde dich über deine angegebene E-Mail-Adresse oder Telefonnummer finden können.
  • Außerdem kannst du hier einstellen, ob dein Profil bei den Suchergebnissen von Google und anderen Suchmaschinen auftauchen soll. Wenn du den entsprechenden Haken entfernst, wirst du zukünftig nicht mehr in den Suchergebnissen auftauchen. Es kann allerdings einige Zeit vergehen, bis es soweit ist.

4. Markierungen und Beiträge von Freunden

Selbst wenn du darauf achtest, dass du keine Partybilder von dir veröffentlichst: Timo hatte die Kamera und der veröffentlicht, was ihm vor die Linse kommt. Und anschließend markiert er die Personen auf dem Bild oder postet sie in deiner Chronik. Auch hierfür gibt es Abhilfe:

  • Wechsle in den Kontoeinstellungen auf den Reiter „Chronik und „Markierungseinstellungen“
  • Unter „Wer kann Inhalte zu meiner Chronik hinzufügen?“ kannst du einstellen, ob deine Freunde überhaupt Beiträge in deiner Chronik schreiben dürfen. 
  • Außerdem kannst du hier einstellen, dass du die Beiträge, in denen dich deine Freunde markieren, erst überprüfen möchtest, bevor sie in deiner Chronik erscheinen. Hierzu klickst du auf „Bearbeiten“ und wählst anschließend „aktiviert“ aus. Nun können dir keine „Überraschungen“ mehr in die Facebook-Chronik rutschen.
  • Scrolle weiter nach unten, bis zum Abschnitt „Wer kann die Dinge in meiner Chronik sehen?“ Bei den Punkten „Wer kann Beiträge, in denen du markierst wurdest, in deiner Chronik sehen?“ und „Wer kann sehen, was andere in deiner Chronik posten?“ klickst du jeweils auf „Bearbeiten“ und wählst „Freunde“ aus dem Menü aus. So können nur deine Freunde die Markierungen und Beiträge sehen, die auf dich verweisen. Wenn du willst, dass niemand die Markierungen und Beiträge deiner Freunde in deiner Chronik sehen kann, wählst du „Nur ich“ aus.


5. Checke deine „Gefällt mir“-Angaben

Du solltest überprüfen, wer deine „Gefällt mir“-Angaben einsehen kann. Nicht jeder zukünftige Chef muss wissen, welche Bands du gut findest, oder welchen Kinofilm du zuletzt gesehen hast. 

  • Wechsle zunächst auf deine Profilseite, indem du auf deinen Namen neben dem kleinen Portraitbild in der Leiste am oberen Bildschirmrand klickst.
  • Klicke in der Leiste direkt neben deinem großen Profilbild auf „Mehr“ und dann auf den jeweiligen Bereich, zum Beispiel „Musik“.
  • Auf der rechten Seite siehst du ein kleines Bleistiftsymbol. Klicke darauf und wähle „Privatsphäre bearbeiten“ aus.
  • Ein neues Fenster öffnet sich. Unten rechts kannst du auswählen, für wen die jeweiligen „Gefällt mir“-Angaben zu sehen sind. Wähle „Freunde“ oder „Nur ich“ aus.

Diese Schritte solltest du auch für die anderen Bereiche unter „Mehr“ wiederholen. Du kannst so die Sichtbarkeit der Bereiche Sport, Musik, Filme, Fernsehsendungen, Bücher und der „Gefällt mir“-Angaben anpassen und überprüfen.

6. Wer kann sehen, mit wem ich befreundet bin?

Vielleicht möchtest du nicht, dass andere sehen können, mit wem du befreundet bist oder wie viele Freunde du hast. Gleiches gilt für Stars und Web-Angebote, die du abonniert hast. Das erledigst du mit diesen Schritten:

  • Wechsle zunächst auf deine Profilseite, indem du auf deinen Namen neben dem kleinen Portraitbild in der Leiste am oberen Bildschirmrand klickst.
  • Klicke auf der Leiste direkt neben deinem großen Profilbild auf „Freunde“.
  • Auf der rechten Seite siehst du ein kleines Bleistiftsymbol. Klicke darauf und wähle „Privatsphäre bearbeiten“ aus.
  • Ein neues Fenster öffnet sich. Dort kannst du einstellen, für wen deine Freunde oder Abonnements sichtbar sein sollen. Wähle „Freunde“ oder „Nur ich“ aus.

7. Überprüfe deine Einstellungen

Wenn du die Einstellungen geändert hast, kannst du nun noch überprüfen, ob alles geklappt hat. Facebook bietet hierzu eine Funktion an, mit der du dein Profil aus Sicht eines nicht befreundeten Nutzers betrachten kannst. So kannst du sofort sehen, welche Angaben in deinem Profil öffentlich sind und welche nur für Freunde angezeigt werden. 

  • Klicke in der oberen Facebook-Menüleiste auf das kleine Schloss-Symbol auf der rechten Seite.
  • Klicke auf „Wer kann meine Inhalte sehen?“ und dann auf den Link „Anzeigen aus der Sicht von“.

Jetzt siehst du dein Facebook-Profil aus der Sicht von jemanden, der zwar bei Facebook angemeldet, aber nicht mit dir befreundet ist. So kannst du genau feststellen, welche Infos du für die Öffentlichkeit freigegeben hast. Mit einem Klick auf das kleine Kreuz direkt unterhalb der Facebook-Menüleiste verlässt du diesen Modus wieder.

Du hast es geschafft! Wenn du alle Schritte befolgt hast, können jetzt nur noch deine Freunde deine Fotos, Beiträge, „Gefällt mir“-Angaben und Abonnements sehen. Deshalb solltest du natürlich auch darauf achten, mit wem du auf Facebook befreundet bist. Wenn du eine Freundschaftsanfrage von Herrn Müller aus der Personalabteilung annimmst, bringen dir diese Einstellungen natürlich nichts mehr. 

Falls du wissen möchtest, was du generell auf sozialen Netzwerken nicht tun solltest, kannst du dich hier informieren. Noch viel mehr Tipps zum Thema Bewerbung findest du hier.

Web-Adresse: https://blicksta.de/so-schuetzt-du-dein-facebook-profil-in-der-bewerbungsphase.html
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