Social Skills: Was genau sind eigentlich soziale Kompetenzen?

Motivation, Selbstdisziplin oder Einfühlungsvermögen: Worum es bei sozialen Kompetenzen geht

Social Skills: Was genau sind eigentlich soziale Kompetenzen?

Vielleicht hast du auch schon mal davon gelesen, dass "Social Skills" immer wichtiger werden und dich gefragt, was damit eigentlich gemeint ist. Deshalb wollen wir dir in diesem Artikel erklären, was es mit den "sozialen Kompetenzen" auf sich hat.

Für Arbeitgeber wird es heutzutage immer wichtiger, dass ihre Angestellten soziale Qualifikationen besitzen, die über das eigentliche Fachwissen hinaus gehen. Diese sozialen Kompetenzen werden auf englisch auch als “Social Skills” bezeichnet und zeigen sich vor allem darin, wie man mit anderen Menschen umgeht.

Da man in den meisten Berufen ständig mit Kollegen, Kunden und Vorgesetzten zu tun hat, sind diese sozialen Fähigkeiten sehr wichtig. Aber auch Kompetenzen im Umgang mit sich selbst zählen zu den Social Skills. Dinge wie Selbstvertrauen und Eigenverantwortung sind ebenso wichtig wie zum Beispiel Teamfähigkeit und Kritikfähigkeit, also Eigenschaften, die sich im Umgang mit anderen Personen zeigen.

Was gehört zu den Social Skills?

Es gibt eine Reihe von Kenntnissen und Fähigkeiten, die zu den Social Skills gehören. Wir haben hier die zehn wichtigsten aufgeführt:

  • Teamfähigkeit: Da in vielen Berufen häufig Dinge im Team besprochen und bearbeitet werden, ist es wichtig, mit anderen produktiv in einer Gruppe zusammenarbeiten zu können und nicht stets darauf zu beharren, seine eigene Meinung durchzusetzen.
  • Kooperationsfähigkeit: Es ist wichtig, innerhalb eines Teams nicht gegeneinander, sondern miteinander zu arbeiten. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, können auf Dauer gute Arbeitsergebnisse erzielt werden. Das gilt gleichermaßen für Jobs im Büro, zum Beispiel Kaufmann für Büromanagement, wie auch für handwerkliche Jobs, zum Beispiel Gerüstbauer.
  • Kommunikationsfähigkeit: Auch die Kommunikationsfähigkeit gehört zu den Social Skills, denn in der Zusammenarbeit mit anderen ist es wichtig, sich angemessen ausdrücken zu können. Das gilt innerhalb eines Teams und auch in der Zusammenarbeit mit Kunden. Es ist zum Beispiel wichtig, dass du als Tischler deinem Kunden erklären kannst, wie du nach seinen Wünschen einen individuellen Kleiderschrank planen kannst.
  • Kritikfähigkeit: Nur wer in der Lage ist, auch mal Kritik anzunehmen, der kann sich langfristig weiterentwickeln und aus seinen Fehlern lernen.
  • Einfühlungsvermögen: Wenn man sein Gegenüber von einer Sache überzeugen möchte, ist die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, von großem Vorteil. Wenn du ein Gefühl dafür hast, was dem anderen wichtig ist und was er erwartet, kannst du auch entsprechend handeln. Dies ist besonders in Berufen mit Kundenkontakt wichtig, beispielsweise, wenn du als Verkäufer arbeitest.
  • Vertrauenswürdigkeit: Das Gefühl, sich auf eine Person stets verlassen zu können und Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu haben, bildet die Basis für eine entspannte Zusammenarbeit. Als Erzieher vertrauen dir die Eltern ihre Kinder zum Beispiel nur an, wenn sie davon überzeugt sind, dass du verlässlich bist und ihre Kinder bei dir in guten Händen sind. Aber auch unter Kollegen ist es wichtig, Vertrauenswürdigkeit auszustrahlen. Nur wenn deine Arbeitskollegen in deine Fähigkeiten und deine Persönlichkeit vertrauen, werden sie dir wichtige Aufgaben übertragen oder dich um Rat fragen.
  • Selbstvertrauen: Auch sollte man in sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten vertrauen können, denn dann wirkt man auch nach außen viel selbstbewusster und kompetenter. Wenn du dir als Kraftfahrzeugmechatroniker unsicher bist, ob du das Auto eines Kunden reparieren kannst und ihm das auch zeigst, wird er womöglich ebenfalls seine Zweifel haben. Selbstvertrauen gewinnst du natürlich auch durch Übung, es ist ganz normal, dass man zum Beispiel als Azubi manchmal unsicher ist.
  • Eigenverantwortung: Für sein Handeln einzustehen und die Konsequenzen zu tragen, ist eine weitere entscheidene Kompetenz. Denn nur, wer in der Lage ist, für sich selbst Verantwortung zu tragen, kann auch die Verantwortung für andere Personen oder Projekte übernehmen. Das gilt zum Beispiel für Berufe, in denen du mit anderen Menschen arbeitest - wie als Heilerziehungspfleger, Gesundheits- und Krankenpflegehelfer oder auch als Sportlehrer.
  • Selbstdisziplin: Selbstdisziplin oder Selbstbeherrschung zeigen sich, wenn man trotz starker Müdigkeit und einer Einladung zum Geburtstagsfrühstück der Freundin ins Büro geht und sich somit seinen Verpflichtungen bewusst ist. Selbstdisziplin ist ein entscheidener Schlüssel zum Erfolg.
  • Motivation: Wer motiviert an ein Projekt herangeht und davon überzeugt ist, gute Arbeit leisten zu können, der hat von vornherein bessere Voraussetzungen, seine Ziele verwirklichen zu können. Motiviert bist du, wenn dir deine Arbeit Spaß macht.

Einige dieser Social Skills besitzt du wahrscheinlich schon, andere wirst du dir im Laufe deines Berufsleben aneignen. Du solltest dir am besten Gedanken darüber machen, welche Kompetenzen dir vielleicht noch fehlen und wo es Verbesserungsbedarf gibt, denn nur dann kannst du auch an ihnen arbeiten. Es werden unter anderem eine Reihe von Seminaren zum Erlernen von Social Skills angeboten, aber auch Coachings können dir dabei helfen, dein Potenzial auszuschöpfen. Es lohnt sich auf jeden Fall, daran zu arbeiten, denn wer gute fachliche Kenntnisse und zusätzlich noch viele Social Skills besitzt, der kommt bei Arbeitgebern umso besser an.

Wie geht es weiter?

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