Und los geht’s! So läuft ein Vorstellungsgespräch ab

Antworten geben, aber auch eigene Fragen stellen: Das kommt beim Bewerbungsgespräch auf dich zu

Und los geht’s! So läuft ein Vorstellungsgespräch ab

Die Vorbereitung hast du hinter dich gebracht? Super, dann bist du bestens gerüstet, um im Vorstellungsgespräch zu überzeugen. Wir erklären dir, worauf du dich einstellen kannst und wie die Gespräche oft ablaufen.

Begrüßung und Aufwärmphase

Am Anfang jedes Gesprächs steht die Begrüßung. Vielleicht kennst du den Namen deines Ansprechpartners schon, dann kannst du ihn auch mit seinem Namen begrüßen. Versuch, dir die Namen derjenigen zu merken, die beim Gespräch dabei sind. Mach dir keine Sorgen, falls dir das nicht bei allen gelingt, weil du vielleicht sehr aufgeregt bist. In diesem Fall kannst du sie am Ende des Gesprächs noch einmal bitten, ihre Namen für dich zu notieren. Was sonst noch wichtig ist:

  • Blickkontakt: Schau deinen Gesprächspartner an. So zeigst du Interesse und Aufmerksamkeit. Kleiner Trick, wenn dir der direkt Blickkontakt unangenehm ist: Schau auf die Nasenwurzel deines Gegenübers. Das ist der Punkt zwischen den Augen, an dem die Nase beginnt. Dein Gegenüber wird den Unterschied nicht merken.
  • Leichter Händedruck: Niemand möchte einen Waschlappen in der Hand haben. Drück bei der Begrüßung deiner Gesprächspartner leicht seine Hand.
  • Aufmerksam sein: Versuch, dich gerade hinzusetzen und gut zuzuhören. So kannst du nachfragen, wenn du etwas nicht verstehst.
  • Offen sein und nachfragen: Wenn du sehr nervös bist, sag das ruhig am Anfang. Deine Gesprächspartner wissen, dass du in deinem Leben wahrscheinlich noch nicht viele Vorstellungsgespräche gehabt hast. Wenn du in deiner Aufregung etwas nicht verstanden hast, frag einfach nach, das ist völlig okay.

Vorstellung des Unternehmens

Häufig (aber nicht immer) folgt der Vorstellung der Gesprächsteilnehmer eine Vorstellung des Unternehmens. Hier solltest du aufmerksam zuhören, besonders wenn es darum geht, was von dir als Bewerber erwartet wird oder was deine Aufgaben sein werden. So kannst du später noch einmal darauf eingehen. Beispiel: Dein Gesprächspartner sagt, dass es ihm besonders wichtig ist, dass ein Bewerber schon einmal in einem bestimmten Bereich tätig war. Wenn das bei dir der Fall ist, kannst du zum Beispiel sagen: „Sie haben ja eben bereits gesagt, dass Sie jemanden suchen, der Programmierkenntnisse hat. Das passt gut, denn die habe ich. Seit vielen Jahren …“.

Vorstellung des Bewerbers und Fragen an den Bewerber

Meist folgt als Nächstes die Vorstellung des Bewerbers. Es kann aber auch sein, dass diese Phase direkt nach der Begrüßung kommt. Eingeleitet wird sie zum Beispiel mit der Frage „Warum bewerben Sie sich bei uns?“ oder auch „Erzählen Sie doch mal etwas von sich!“. Auf diese Fragen kannst du dich sehr gut vorbereiten, da sie in nahezu allen Vorstellungsgesprächen kommen. Wichtig ist:

  • Vor der Antwort nachdenken: Niemand erwartet, dass du auf alle Fragen sofort eine Antwort hast. Es ist okay, wenn du kurz überlegst. Du kannst das auch sagen. Zum Beispiel: „Darüber muss ich einmal kurz nachdenken.“ Du kannst auch deinen Gesprächspartner bitten, die Frage noch einmal zu wiederholen, wenn du sie nicht verstanden hast oder noch etwas Zeit brauchst.
  • Kurz fassen: Versuch, die Fragen präzise zu beantworten. Länger als fünf Minuten solltest du im Normalfall nicht reden.
  • Roten Faden behalten: Besonders wenn man auf bestimmte Fragen nicht vorbereitet ist (was natürlich vorkommt und auch völlig normal ist!), sollte man versuchen, den roten Faden nicht zu verlieren. Wenn du merkst, dass du abschweifst: Einmal tief durchatmen und dann weiterreden.
  • Nicht provozieren lassen: „Finden Sie nicht auch, dass Ihre Mathenote ziemlich schlecht ist?“, „Warum haben Sie zwei Klassen wiederholt?“ – manchmal werden dir auch unangenehme Fragen gestellt. Lass dich davon nicht provozieren, sondern antworte ruhig und sachlich. Deine Gesprächspartner wollen nur testen, wie du unter Stress reagierst.

Abschlussphase und Fragen des Bewerbers

„Haben Sie noch Fragen?“ – hier solltest du auf keinen Fall mit einem schlichten „Nein“ antworten. Im Idealfall hast du dir vorher bereits überlegt, was du noch wissen möchtest. Das kann zum Beispiel sein, wie genau dein Aufgabengebiet aussehen wird. Oder wie viele Auszubildende es insgesamt gibt. Oder auch, ob es die Möglichkeit gibt, während der Ausbildung ins Ausland zu gehen. Wenn dir überhaupt keine Fragen einfallen oder wenn sie schon vorher beantwortet wurden, bedank dich einfach für das informative Gespräch und sag, dass sich deine Fragen schon während des Gesprächs geklärt haben. Verabschiede dich mit einem Händedruck. Und: Fang nicht schon auf dem Firmengelände an, mit deiner Mutter oder mit Freunden zu telefonieren und zu erzählen, dass der Chef des Unternehmens eine komische Frisur hat. Das Bewerbungsgespräch ist erst zu Ende, wenn du im Auto/Zug/Bus sitzt und deinen potenziellen neuen Arbeitgeber verlassen hast.


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