Vorsicht, Falle! Bei diesen Fragen darfst du lügen

Fragen, die der Arbeitgeber nicht stellen darf und wie du damit umgehst, wenn er es trotzdem tut

Vorsicht, Falle! Bei diesen Fragen darfst du lügen

Im Vorstellungsgespräch geht es für dich darum, sich dem potenziellen neuen Arbeitgeber zu präsentieren. Im Gegenzug versucht dieser natürlich herauszufinden, wer du bist. Er stellt dir Fragen, du antwortest … Stop! Es gibt einige Fragen, die er nicht stellen darf – beziehungsweise die du nicht beantworten musst. Wir sagen dir, welche das sind.

Wieso sind manche Fragen nicht erlaubt?

Natürlich hat ein Arbeitgeber das Interesse und auch das Recht, etwas über dich zu erfahren. Es gibt aber gesetzlich festgelegte Grenzen, die deine persönlichen Rechte schützen sollen. So musst du deinem Arbeitgeber grundsätzlich nichts über deine Familienplanung verraten, also ob du beispielsweise Kinder haben möchtest oder demnächst heiraten willst. Auch zu deiner sexuellen Orientierung darfst du nicht befragt werden. Welche Fragen verboten sind, haben wir für dich aufgelistet. Nicht antworten musst du beispielsweise auf diese Fragen:

  • Möchten Sie bald heiraten?
  • Sind Sie schwanger?
  • Wollen Sie Kinder haben?
  • Welcher Religion gehören Sie an?
  • Sind Sie homosexuell?
  • Welche Partei wählen Sie?
  • Wie finden Sie die Partei xy?
  • Sind Sie Mitglied einer Gewerkschaft?
  • Haben Sie Schulden?
  • Welche Krankheiten haben Sie? (kann eventuell erlaubt sein, wenn diese dich bei der Arbeit beeinträchtigen würde)
  • Sind Sie vorbestraft? (kann eventuell, je nach Beruf, erlaubt sein)

Wie soll ich reagieren, wenn mir eine unzulässige Frage gestellt wird?

Versuch, ruhig zu bleiben. Die meisten Arbeitgeber wissen, dass sie bestimmte Fragen nicht stellen dürfen. Tun sie es doch, bist du nicht verpflichtet, sie wahrheitsgemäß zu beantworten. Wenn du beispielsweise planst, in näherer Zukunft eine Familie zu gründen, kannst du auf die Frage danach lügen. Alternativ kannst du aber auch eine Gegenfrage stellen und dich erkundigen, welchen Bezug diese Frage zur angebotenen Stelle hat. Und du solltest dir natürlich grundsätzlich überlegen, ob du bei diesem Unternehmen arbeiten möchtest – denn die Verletzung deiner Persönlichkeitsrechte ist nicht sonderlich professionell.

Wie geht es weiter?

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