Was du zum Thema BAföG wissen musst

Wer BAföG beantragen kann, wovon die Höhe der Förderung abhängt und was du noch wissen musst

Was du zum Thema BAföG wissen musst

BAföG – das ist die Abkürzung für Berufsausbildungsrderungsgesetz. Ein ganz schön langer Name für ein Gesetz, das dir finanzielle Unterstützung zusichert, wenn du ein Studium oder eine schulische Ausbildung absolvierst. Wer Geld vom Staat bekommen kann und wer nicht, erklären wir dir in diesem Text. Bitte schon mal im Hinterkopf behalten: Dieses Thema ist sehr komplex und es gibt sehr viele Ausnahmen und Einzelfallregelungen. Ob und wie viel BAföG du bekommst, kannst du nur herausfinden, wenn du einen Antrag stellst.

Wer hat generell Anspruch auf BAföG und wer nicht?

Nicht jeder kann BAföG beantragen. Grundsätzlich hast du Anspruch, wenn du Schüler, Auszubildender oder Student bei einer dieser Einrichtungen bist:

  • weiterführende allgemeinbildende Schule (zum Beispiel Haupt-, Real- und Gesamtschule, Gymnasium) ab Klasse 10
  • Berufsfachschule ab Klasse 10
  • Fach- und Fachoberschule
  • Abendhauptschule
  • Berufsaufbauschule
  • Abendrealschule
  • Abendgymnasium
  • Kolleg
  • Höhere Fachschule/Akademie
  • Hochschule

Hier findest du weitere Infos.

Unter welchen Voraussetzungen bekomme ich BAföG?

Anspruch auf BAföG hast du, wenn du an einer der oben genannten Schulen oder Bildungsinstitutionen ein Studium oder eine Ausbildung absolvierst. Außerdem musst du regelmäßig einen Nachweis über deine Leistungen erbringen. So soll sichergestellt werden, dass nur diejenigen gefördert werden, die ernsthaft einen Abschluss erwerben wollen. Meist musst du zu Beginn des fünften Fachsemesters oder nach einer Zwischenprüfung einen entsprechenden Nachweis einreichen.
Außerdem gibt es eine Altersgrenze. Wenn du älter als 30 bist, bekommst du nur in bestimmen Ausnahmefällen BAföG. Weitere Infos findest du hier.

Wovon hängt die Höhe der Förderung ab?

Egal ob Student oder Schüler es kommt darauf an, wie viel deine Eltern verdienen und gegebenenfalls wie viel du selbst verdienst. Den für das BAföG gelten bestimmte Verdienstgrenzen. Ist das Einkommen deiner Eltern gering, bekommst du mehr Unterstützung als wenn sie viel verdienen. Wenn du selbst auch ein Einkommen hast, spielt das ebenso eine Rolle. Danach wird dann die Höhe deines BAföG-Satzes berechnet.
Es gibt allerdings Ausnahmen, bei denen das Einkommen deiner Eltern nicht berücksichtigt wird. Dies gilt zum Beispiel, wenn du BAfög für die Ausbildung an einer Abendschule oder einem Kolleg bekommst. Alles Weitere erfährst du hier.

Und wie viel Geld bekomme ich dann?

Die Höhe der Förderung hängt von mehreren Faktoren ab. Und zwar:

  • Wie wohnst du?: Wenn du noch bei deinen Eltern wohnst, bekommst du weniger Geld als wenn du eine eigene Wohnung hast oder in einer WG oder einem Wohnheimzimmer wohnst.
  • Was machst du?: Die Höhe der Förderung hängt auch davon ab, ob du an einer Hochschule oder an einer Schule angemeldet beziehungsweise eingeschrieben bist.

Der Höchstsatz für einen Studenten, der bei seinen Eltern wohnt, beträgt zum Beispiel 422 Euro. Ein Student, der bereits zu Hause ausgezogen ist, kann bis zu 597 Euro im Monat erhalten. Als Schüler einer Berufsfachschul- oder Fachschulklasse bekommst du etwas weniger. Wenn du weiter zu Hause lebst, können es bis zu 216 Euro sein, wohnst du nicht mehr zu Hause, sogar 465 Euro. Diese Tabelle hilft dir weiter. Möchtest du wissen, wie viel BAföG dir in etwa zustehen könnte? Hier bekommst du einen ungefähren Hinweis. Aber: Wie viel du genau bekommst, wirst du erst wissen, wenn du den Antrag gestellt hast.

Wie lange bekomme ich BAföG?

Das ist leichter zu beantworten: BAföG bekommst du vom ersten bis zum letzten Tag deiner Ausbildung beziehungsweise bis zum Bestehen deiner Abschlussprüfung. Wenn du die Ausbildung allerdings abbrichst oder über die Regelstudienzeit hinaus studierst, wird dir das BAföG nicht weitergezahlt.

Wie viel muss ich zurückzahlen?

Das hängt davon ab, ob du Schüler oder Student (an einer Höheren Fachschule, Akademie oder Hochschule) bist. Studenten müssen die Hälfte des Geldes, das sie bekommen, zurückzahlen. Das kannst du in monatlichen Raten von mindestens 105 Euro tun, dafür hast du 20 Jahre Zeit. Du musst aber nicht sofort nach dem Abschluss mit der Rückzahlung anfangen, die erste Rate wird erst fünf Jahre nach deinem Abschluss verlangt. Damit deine Schulden nach der Ausbildung nicht zu hoch sind, gibt es eine Grenze, bis zu der du maximal dein BAföG zurückzahlen musst. Diese liegt bei 10.000 Euro. Mehr als diesen Betrag musst du nie zurückzahlen. Und es gibt noch eine weitere Besonderheit: Wenn du in der Lage bist, den vollen Betrag auf einmal zurückzuzahlen, bekommst du eine Ermäßigung. Das gleiche gilt, wenn du Raten von mindestens 500 Euro zahlst.
Schüler-BAföG wird als sogenannter Vollzuschuss gezahlt. Das heißt: Du bekommst das Geld geschenkt und musst es nicht zurückzahlen. Welche Regelung auf dich zutrifft, liest du hier.

Wo kann ich BAföG beantragen?

Das hängt davon ab, was du machst. Schau einfach mal hier. Dort findest du genaue Infos für jedes Bundesland.

Und jetzt?

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