Bestattungsfachkraft

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Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer 3 Jahre
Verdienst *
  • 1. Lehrjahr: 400€ - 853€
  • 2. Lehrjahr: 450€ - 903€
  • 3. Lehrjahr: 500€ - 949€
Ausbildungsort Betrieb und Berufsschule
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Was mache ich in dem Beruf?

Vielleicht warst du schon einmal in der traurigen Situation, dass ein dir wichtiger Mensch gestorben ist. Dann hast du vielleicht auch mitbekommen, dass für die Beerdigung viele Dinge geregelt werden müssen. Die meisten bespricht man mit dem Bestatter. Wenn du als Bestattungsfachkraft arbeitest, organisierst du die Beerdigungen so, wie es sich die Hinterbliebenen wünschen. Du berätst sie bei der Wahl der Urne oder des Sarges, den du auch selbst herstellen kannst. Vielleicht wünschen sie auch eine andere Art der Bestattung, beispielsweise eine Wald- oder Seebestattung. Du besprichst mit ihnen, wie die Beerdigung und die Trauerfeier ablaufen: Soll jemand eine Rede halten? Wie sollen die Trauerkränze aussehen, die nachher aufs Grab gelegt werden? Was soll in der Todesanzeige stehen? Dafür kommen die Angehörigen zu dir ins Institut oder du besucht sie zu Hause. Anschließend organisierst du alles wie besprochen. Du kümmerst dich zudem darum, dass der Verstorbene überführt wird, das bedeutet, dass er von dort, wo er gestorben ist, dorthin kommt, wo er beigesetzt wird. Du bist auch dafür zuständig, den Toten zu waschen, zu schminken und anzukleiden. Außerdem entlastet du die Trauernden, indem du wichtige Dinge mit den Behörden regelst. Auch die Vorsorge gehört zu deinem Beruf: Hier berätst du Menschen, die zu ihren Lebzeiten die Details ihrer Bestattung festlegen möchten. Schließlich ermittelst du die Kosten deiner Dienstleistung und kümmerst dich um die Abrechnung etwa mit der Krankenkasse.

Wo arbeite ich später?

Die meisten Bestattungsfachkräfte arbeiten in Bestattungsinstituten oder bei Überführungsunternehmen. Aber auch auf Friedhöfen und in Krematorien, also dort, wo die Verstorbenen eingeäschert werden, wenn die Hinterbliebenen eine Urnenbeisetzung wünschen, sind Bestattungskräfte angestellt. Außerdem können sie in der öffentlichen Verwaltung, etwa in Friedhofsverwaltungen, tätig sein. Als Bestattungsfachkraft kannst dein eigenes Institut eröffnen. Dafür ist es sinnvoll, wenn du erst einmal Berufserfahrung sammelst oder dich zum Bestattungsmeister weiterbildest. Das ist aber keine Bedingung für die Selbständigkeit.

Übrigens

Bei diesem Beruf solltest du Respekt, aber keine Berührungsängste vor dem Thema Tod und Sterben haben. Du hast auch keine Scheu, eine Leiche zu sehen und anzufassen – auch dann nicht, wenn sich um ein Unfallopfer handelt. Du lässt dich von der Trauer anderer Menschen nicht anstecken – du bist in dem Moment sozusagen der „Fels in der Brandung“ und der Experte, der weiß, was nun zu tun ist. Als Bestattungsfachkraft bist du ständig für die Angehörigen da – auch außerhalb der Geschäftszeiten. Du kannst ihnen den Service anbieten, bei der Trauerbewältigung zu helfen. Deine Arbeit kann zudem körperlich anstrengend sein, etwa beim Vorbereiten der Grabstelle.

Welche Fähigkeiten sind in diesem Beruf besonders wichtig?

- du gehst mit anderen Menschen respektvoll und sehr feinfühlig um und interessierst dich für sie
- du planst und organisierst gern
- du arbeitest sehr sorgfältig, etwa beim Formulieren der Todesanzeige
- du bist verschwiegen und behältst persönliche Dinge, die du von Hinterbliebenen erfährst, für dich

Welche Chancen bietet der Arbeitsmarkt?

Vielleicht kennst du die US-amerikanische Serie „Six feet under“, in dem es um zwei Söhne geht, die das Bestattungsinstitut ihres Vaters übernehmen. Der Untertitel dieser Serie lautet „Gestorben wird immer“. Natürlich klingt das in diesem Zusammenhang sehr makaber. Doch für dich als Bestatter heißt das – ganz nüchtern betrachtet – dass du auch in Zukunft gebraucht wirst. Zudem existiert der Ausbildungsberuf erst seit 2003, das bedeutet, dass es noch nicht so viele ausgebildete Bestattungsfachkräfte auf dem Markt gibt.

Wie kann ich mich weiterbilden und/oder aufsteigen?

Als Bestattungsfachkraft kannst du dich auf Teilbereiche spezialisieren – etwa auf die Trauerbewältigung oder die Organisation. Entsprechend kannst du dich auch weiterbilden, beispielsweise auf dem Gebiet der Seelsorge, der Floristik oder auch für das Marketing. Du kannst auch Bestattermeister werden. Leitungs- und Führungsaufgaben kannst du zudem als Bestattungsfachwirt übernehmen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung steht dir die Möglichkeit offen, beispielsweise Dienstleistungs- und Servicemanagement zu studieren.

Fakten zur Ausbildung

Abschluss Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Mehrheitlich stellen Betriebe und Verwaltungen Auszubildende mit Realschulabschluss beziehungsweise mittlerem Bildungsabschluss ein.
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsort Betrieb und Berufsschule
Duales Studium Nein

Freie Ausbildungsplätze

Bestattungsfachkraft

Bestattungsfachkraft

*Quelle: Alle Informationen in diesem Ausbildungsprofil inklusive der beispielhaften Angaben zum Verdienst basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von der Region und vom Arbeitgeber – von unseren Angaben abweichen.

Web-Adresse: https://blicksta.de/welche-ausbildung-passt-zu-mir/bestattungsfachkraft
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