Fahrradmonteur /-in

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Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer 2 Jahre
Verdienst *
  • 1. Lehrjahr: 375€ - 744€
  • 2. Lehrjahr: 415€ - 785€
Ausbildungsort Betrieb und Berufsschule
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Was mache ich in dem Beruf?

Schnell mal einen Reifen wechseln, die Kette reinigen oder die Bremsen einstellen – wenn du viel und gern Fahrrad fährst, beherrscht du das wahrscheinlich schon jetzt. Nachdem du eine Ausbildung zum Fahrradmonteur gemacht hast, kannst du aber natürlich auch die sehr komplizierten Dinge reparieren, an die du dich jetzt vielleicht nicht herantraust. Als Fahrradmonteur baust du neue Räder zusammen, wartest und reparierst sie oder stattest sie mit neuen Komponenten aus – je nachdem, was der Kunde möchte. Werkzeugschlüssel, Polierscheiben und Schmiermittel gehören ebenso zu deinen Arbeitsmitteln wie Prüf- und Messgeräte. Denn du stellst sicher, dass das Rad verkehrssicher und funktionstüchtig ist, wenn der Kunde sich in den Sattel schwingt. Wenn es Ersatzteile nicht mehr im Handel gibt, stehst du auch mal an der Werkstattdrehbank, um sie selbst herzustellen. Deine Arbeiten dokumentierst du, um dem Kunden ein Werkstattprotokoll mitgeben zu können. Tretlager, Rahmen, Bremsen, Kettenschaltwerk von Hollandrad, Mountainbike, Tandem oder auch der stark im Trend liegenden E-Bikes und Pedelecs – als Fahrradmonteur kennst du jede Komponente an Fahrradtypen zahlreicher Marken und Preisklassen. Als Experte stehst du den Kunden als Berater zur Verfügung, wenn sie zum Beispiel ein neues Rad kaufen möchten.

Wo arbeite ich später?

Nach deiner Fahrradmonteur-Ausbildung arbeitest du bei einem Fahrradhändler, bei dem es auch eine Reparaturwerkstatt gibt, bei einem Hersteller von Fahrrädern oder im Fahrradzubehörhandel. Auch im Bereich des Fahrradverleihs sind deine Fertigkeiten gefragt. Dir steht zudem die Möglichkeit offen, dich selbständig zu machen und einen entsprechenden Reparaturbetrieb zu eröffnen. Dafür musst du aber die Meisterprüfung bestanden haben. Einen Einzelhandelsbetrieb für Fahrräder kannst du auch ohne diesen Abschluss eröffnen.

Übrigens

Irgendein Teil hat sich verklemmt, die Schraube sitzt extrem fest, das Rad muss für die Reparatur auf die Bühne gehoben werden – bei deiner Arbeit ist manchmal Muskelkraft gefragt. Bei anderen Arbeiten wiederum brauchst du Fingerspitzengefühl. Im Frühjahr und Sommer ist Hochsaison – das kann bedeuten, dass du bei schönstem Sonnenschein einmal etwas länger arbeiten oder dass es in der Werkstatt etwas hektisch zugeht – besonders dann brauchst du einen kühlen Kopf. Manche Betriebe bieten einen Wettkampfservice oder einen Fahrradverleih an – dann kommt es vor, dass du auch mal am Wochenende im Einsatz bist.

Welche Fähigkeiten sind in diesem Beruf besonders wichtig?

- du arbeitest sehr sorgfältig und verantwortungsbewusst, zum Beispiel beim Prüfen der Verkehrssicherheit
- du arbeitest auch unter Zeitdruck gut, präzise und gründlich.
- du hast Spaß am Werken und interessierst dich sehr für Technik
- Kenntnisse aus dem Physikunterricht sind hilfreich, um zum Beispiel elektrische Systeme oder mechanische Vorgänge zu verstehen

Welche Chancen bietet der Arbeitsmarkt?

Laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln geht es den deutschen Herstellern von Fahrrädern, E-Bikes und Behindertenfahrzeugen im Jahr 2014 recht gut, vor allem boomt das Exportgeschäft: Markenfahrräder aus Deutschland sind im Ausland gefragt. Knapp 4.100 Mitarbeiter beschäftigten die 21 meist mittelständischen Firmen mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahr 2013. Dazu kamen 23 Kleinbetriebe mit 750 Beschäftigten (Stand: 2012). Dass die Deutschen gern Radfahren, lässt auch eine Zahl vermuten, die der Zweirad-Industrie-Verband veröffentlicht: In Deutschland gibt es rund 70 Millionen Drahtesel. Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt kannst du schon während der Ausbildung erhöhen, indem du Zusatzqualifikationen erwirbst, etwa in den Bereichen Klebe- und Fügetechnik. Auch kannst du dir kaufmännische Grundlagen aneignen oder dich zum Betriebsassistenten im Handwerk qualifizieren.

Wie kann ich mich weiterbilden und/oder aufsteigen?

Zweiradtechnik, Wartung und Instandhaltung, Korrosionsschutz – als Fahrradmonteur kannst du dich in vielen Bereichen weiterbilden. Für den beruflichen Aufstieg ist es gut, wenn du deine Ausbildung fortsetzt und dich zum Zweiradmechaniker der Fachrichtung Fahrradtechnik prüfen lässt und dann noch eine Weiterbildung anschließt – etwa zum Zweirad-Servicetechniker oder zum Zweiradmechanikermeister. Wenn du eine Hochschulzugangsberechtigung hast, kannst du studieren und zum Beispiel einen Bachelor in Fahrzeugtechnik machen.

Fakten zur Ausbildung

Abschluss Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss erforderlich. Mehrheitlich haben die Auszubildenden den Hauptschulabschluss.
Ausbildungsdauer 2 Jahre
Ausbildungsort Betrieb und Berufsschule
Duales Studium Nein

Freie Ausbildungsplätze

Fahrradmonteur /-in

Fahrradmonteur/-in

*Quelle: Alle Informationen in diesem Ausbildungsprofil inklusive der beispielhaften Angaben zum Verdienst basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von der Region und vom Arbeitgeber – von unseren Angaben abweichen.

Web-Adresse: https://blicksta.de/welche-ausbildung-passt-zu-mir/fahrradmonteur-in
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