Logistikassistent /-in (schulische Ausbildung)

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Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer 2 Jahre
Ausbildungsort Berufsfachschule
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Was mache ich in dem Beruf?

Hatte ich nicht noch eine neue Packung Kaffee gekauft? Aber wo habe ich sie hingetan? Und wem habe ich nochmal mein Lieblingsbuch geliehen? Schon bei sich zu Hause kann es nerven, nicht zu wissen, wo sich bestimmte Dinge befinden. In einem großen Unternehmen ist es besonders wichtig, nicht nur Ordnung zu halten, sondern auch den Überblick nicht zu verlieren. Wenn du als Assistent für Lagerlostik arbeitest, ist das deine Aufgabe. Du unterstützt die Führungskräfte von Transport- und Speditionsunternehmen, Handelsbetrieben und Industrieunternehmen bei logistischen Prozessen. Du planst, koordinierst, steuerst und überwachst die sogenannten TUL-Prozessen. Die Abkürzung steht für Transport, Umschlag und Lagerung. Vom Auftragseingang im Unternehmen bis zu dem Moment, in dem die Ware beim Kunden ankommst, weißt du jederzeit genau, wo sich das Produkt innerhalb der Warentransportkette befindet – also ob es zum Beispiel gerade in der Kommissionierung ist oder am Zoll auf die Abfertigung wartet. Die Prozesse planst du so, dass Kosten- und Zeitaufwand möglichst gering sind. Im Lager erfasst und kontrollierst du alle eingehenden und ausgehenden Güter und stellst Ladungen zusammen. Alle logistischen Schritte dokumentierst du sorgfältig mit speziellen Computersystemen sowie Lagerlogistik-Software und -datenbanken. Daneben arbeitest du viel mit Papier – vom Lieferschein über Lagerlisten bis zu Verkaufsunterlagen. Neben der Buchführung unterstützt du auch das Rechnungswesen oder hilfst bei Marketingmaßnahmen mit.

Wo arbeite ich später?

Als Logistikassistent kannst du später in einem Transport- und Speditionsunternehmen arbeiten. Deine Fachkenntnisse werden zudem in fast allen Wirtschaftszweigen benötigt – das Spektrum reicht von den Bereichen Bau und Architektur, Fahrzeugbau, Medien bis zu Bekleidung, Gesundheit oder auch Maschinenbau. Dabei spezialisierst du dich meist auf einen bestimmten Bereich, beispielsweise die Materialbeschaffung oder die Organisation des Straßen-, Schienen- oder Luftfrachttransports. Als Arbeitgeber kommt zudem die öffentliche Verwaltung in Frage. Du kannst dich auch selbständig machen. Eine Meisterprüfung ist dafür keine Voraussetzung.

Übrigens

Auch wenn es bei deiner Arbeit einmal stressig wird und es sehr schnell gehen musst: Du behältst immer einen kühlen Kopf, damit der Kunde die richtige Ware zum vereinbarten Termin bekommt. Deine Arbeitszeiten sind oft unregelmäßig sein. Logistische Prozesse werden zum Beispiel häufig nachts oder am Wochenende abgewickelt, da dann weniger Verkehr auf den Straßen, Schienen, in der Luft oder den Schifffahrtswegen unterwegs ist.

Welche Fähigkeiten sind in diesem Beruf besonders wichtig?

  • du arbeitest auch unter Zeitdruck gut, präzise und gründlich 
  • du planst und organisierst gern 
  • betriebswirtschaftliches Wissen ist nützlich, da du zum Beispiel Aufgaben aus dem Rechnungswesen übernimmst 
  • du interessierst dich für Mathe – das brauchst du unter anderem, um Stückzahlen und Füllmengen korrekt zu berechnen 
  • gute Deutschkenntnisse benötigst du für die Kommunikation mit Geschäftspartnern und Kunden

Welche Chancen bietet der Arbeitsmarkt?

Der deutsche Exportmarkt boomt: Viele der hier produzierten Waren sind im Ausland gefragt. Aber auch von dort kommen zahlreiche Produkte zu uns. Beides ist gut für die Logistikbranche. Dazu gehören Speditionen, Transportunternehmen, Kurier-, Express- und Paketdienste, große Logistikdienstleister sowie Teilbereiche von Industrie und Handel. Die Logistikbranche sei die drittgrößte Wirtschaftsbranche in Deutschland und gehöre „zu den Zukunftsbranchen mit Wachstumspotenzial“, so der Bundesverband der Transportunternehmen.

Wie kann ich mich weiterbilden und/oder aufsteigen?

Lagerwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen oder auch Einkauf – die Liste der Weiterbildungsmöglichkeiten ist lang. Wenn du beruflich vorankommen möchtest, solltest du dich zunächst zum Logistikmeister oder zur Fachkraft für Logistik und Materialwirtschaft prüfen lassen. Für Leitungs- und Spezialfunktionen kannst du dich auch über andere Weiterbildungen qualifizieren, beispielsweise über eine Fortbildung zum Betriebswirt für Verkehr beziehungsweise Logistik. Mit einer entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung kannst du außerdem ein Studium anschließen und unter anderem einen Bachelorabschluss in Verkehrsbetriebswirtschaft machen.

Fakten zur Ausbildung

Abschluss Für die Ausbildung wird ein mittlerer Bildungsabschluss wie etwa der Realschulabschluss vorausgesetzt.
Ausbildungsdauer 2 Jahre
Ausbildungsort Berufsfachschule
Duales Studium Nein

*Quelle: Alle Informationen in diesem Ausbildungsprofil inklusive der beispielhaften Angaben zum Verdienst basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von der Region und vom Arbeitgeber – von unseren Angaben abweichen.

Web-Adresse: https://blicksta.de/welche-ausbildung-passt-zu-mir/logistikassistent-in-schulische-ausbildung
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