Logopäde /Logopädin (schulische Ausbildung)

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Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsort Berufsfachschule und Praxisstelle
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Was mache ich in dem Beruf?

Auf das erste Wort ihres Kindes warten Eltern mit Spannung. Doch was ist, wenn das Kind nicht sprechen will? Oder es im fortgeschrittenen Alter das „sch“ nicht richtig sprechen kann? Dann kommen oft Logopäden ins Spiel. Als Logopäde behandelst du Sprach- und Sprechstörungen bei Patienten jeden Alters. Du kennst die verschiedenen Sprachstörungen und weißt, wie du sie behandeln muss. So therapierst du zum Beispiel bei Kindern das Lispeln oder Stottern. Dazu setzt du gezielt Atemübungen ein und zeigst den Kindern, wie man Wörter richtig ausspricht und betont. Aber auch Erwachsene suchen die Hilfe von Logopäden, zum Beispiel nach einem Schlaganfall, der das Sprachzentrum geschädigt hat. Ältere Menschen und Senioren behandelst du oft bei Demenz-Erkrankungen, da sich die Demenz auch auf das Sprechen auswirken kann. Es ist in jedem Fall wichtig, dass du dich zu Beginn intensiv mit jedem Patienten beschäftigst, um herauszufinden, welche Therapieform am besten für ihn geeignet ist.

Wo arbeite ich später?

Logopäden arbeiten oft zu mehreren in einer Praxis. So können sie mehrere Therapieformen anbieten. Viele Logopäden haben sich auf ein bestimmtes Therapiegebiet spezialisiert. Alternativ kannst du dein Wissen in einer Klinik, einem Rehabilitationszentrum oder in Behinderteneinrichtungen einbringen. Wenn deine Patienten nicht mobil sind, behandelst du sie möglicherweise in ihrem Zuhause. Vielleicht arbeitest du auch in einem Kindergarten oder einer Grundschule, da etwa ein Viertel der Kinder im Vorschulalter eine Sprachbeeinträchtigung haben.

Übrigens

Manche Berufsfachschulen wünschen sich, dass du dialektfrei deutsch sprechen kannst. Die Betonung liegt auf „kannst“. Du musst deinen Dialekt nicht gänzlich ablegen oder verleugnen.

Welche Fähigkeiten sind in diesem Beruf besonders wichtig?

  • du gehst mit anderen Menschen respektvoll um
  • du stellst dich gut auf neue Situationen ein
  • du interessierst dich für andere Menschen und das, was sie fühlen und wollen
  • du trittst gegenüber anderen Menschen selbstsicher auf
  • du hast ein Ziel und verfolgst dieses konsequent

Welche Chancen bietet der Arbeitsmarkt?

Die Chancen stehen nicht schlecht: Immer mehr Vorschulkinder erhalten einen Sprachtherapie, und auch in anderen Altersgruppen mehren sich die Stimmprobleme. Der Bedarf für professionelle Behandlung wächst.

Wie kann ich mich weiterbilden und/oder aufsteigen?

Mit der Hochschulreife kannst du ein Studium der Logopädie oder Lehrlogopädie anhängen oder direkt dual studieren. Mit der Behandlung von Kindern oder speziellen Therapieformen kannst du dich spezialisieren und später vielleicht eine eigene Praxis eröffnen.

Fakten zur Ausbildung

Abschluss Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss erforderlich. Meistens verlangen die Arbeitgeber aber mindestens einen Realschulabschluss. Als Hauptschüler hast du eine Chance, wenn du bereits eine andere, zweijährige Ausbildung absolviert hast.
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsort Berufsfachschule und Praxisstelle
Duales Studium Ja

*Quelle: Alle Informationen in diesem Ausbildungsprofil inklusive der beispielhaften Angaben zum Verdienst basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von der Region und vom Arbeitgeber – von unseren Angaben abweichen.

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