Musikfachhändler /-in

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Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer 3 Jahre
Verdienst *
  • 1. Lehrjahr: 549€ - 750€
  • 2. Lehrjahr: 594€ - 820€
  • 3. Lehrjahr: 706€ - 950€
Ausbildungsort Betrieb und Berufsschule
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Was mache ich in dem Beruf?

Welche Songs für Gitarre sind recht einfach? Welche Aufnahme von Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ ist besonders schön? Was unterscheidet die Klaviere verschiedener Hersteller voneinander? Wenn du eine Ausbildung zum Musikfachhändler absolviert hast, kannst du diese Fragen alle beantworten. Die Beratung von Kunden ist deine Hauptaufgabe in diesem Beruf. Zu den Kunden gehören Eltern, die das passende Einstiegsinstrument für ihr Kind suchen, der Bandmusiker, der Fragen zum Urheberrecht hat oder der Berufs- und Profispieler, für den du nach ganz seltenen Noten recherchierst. Bei der Beratung kann es durchaus vorkommen, dass du die Musikinstrumente vorführst. Außerdem bedienst du die Kasse und nimmst Reklamationen entgegen. Bei der Warenbestellung achtest du auf die Sortimentsgestaltung und weißt, was du im Lager vorrätig halten musst. Du führst Warenlisten und fertigst Kassenberichte an. Du beobachtest den Markt und kennst die neuesten Trends. Ein wichtiges Tätigkeitsfeld ist das Marketing. Dazu gehört beispielsweise die Schaufensterdekoration und die Gestaltung des Verkaufsraums sowie das Entwerfen von Anzeigen und Plakaten.

Wo arbeite ich später?

Nach deiner Ausbildung kannst du in Musikfachgeschäften, im Musikversandhandel oder bei entsprechenden Onlineshops arbeiten. Hier kannst du dich zum Beispiel auf bestimmte Instrumente spezialisieren, etwa auf Blas- oder elektronische Instrumente. Als Arbeitgeber kommen auch Warenhäuser oder Elektrofachmärkte mit einer Musikabteilung in Frage. Außerdem werden deine Kenntnisse im Großhandel mit Musikalien, Instrumenten und Tonträgern benötigt. In größeren Betrieben kannst du deinen Tätigkeitsschwerpunkt auch auf Bereiche wie Einkauf oder Marketing legen. Musikfachhändler arbeiten auch in Verlagen, die zum Beispiel Noten oder CDs herausbringen. Weitere Arbeitsorte sind die Musikindustrie sowie der Musikinstrumentenbau. Als Musikfachhändler kannst du dich auch selbständig machen, also ein eigenes Geschäft eröffnen.

Übrigens

Der Ladenschluss des Musikfachgeschäfts bedeutet für dich nicht automatisch Feierabend: Jetzt hast du Ruhe, um zum Beispiel die Kasse abzurechnen, Waren zu bestellen oder anderen „Papierkram“ zu erledigen. Zudem: Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, besuchst du entsprechende Messen als Fachbesucher. Damit die Kunden vom Klang eines Musikinstruments einen Eindruck bekommen können, musst du es ihnen vorspielen können. Am besten ist es, wenn du die beliebtesten Instrumente selbst spielen kannst. An der Spitze stehen laut Verband deutscher Musikschulen derzeit Klavier und Gitarre.

Welche Fähigkeiten sind in diesem Beruf besonders wichtig?

  • gute Kenntnisse in Wirtschaft und Mathe sind von Vorteil
  • du interessierst dich für den Bereich Recht, denn auch in der Musikbranche gibt es einige rechtliche Regelungen zu beachten
  • du interessierst dich für andere Menschen und das, was sie wollen
  • du bist sehr kommunikativ und hast ein freundliches Wesen
  • du arbeitest sorgfältig, weil Musikinstrumente wertvolle und empfindliche Waren sind

Welche Chancen bietet der Arbeitsmarkt?

Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt kannst du erhöhen, wenn du bereits während der Ausbildung Zusatzqualifikationen erwirbst. Im Jahr 2009 wurde der Ausbildungsberuf modernisiert. Das verbessert deine Chancen, da du im Vergleich zu Mitbewerbern zusätzliche Kompetenzen vorweisen kannst. Das Deutsche Musikinformationszentrum verzeichnet für das Jahr 2013 insgesamt 682 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Musikfachhandel, darunter 166, die 50 Jahre und älter sind. 437 der Beschäftigten haben einen anerkannten Berufsabschluss – eine Ausbildung ist demnach der häufigste Weg in diesen Beruf.

Wie kann ich mich weiterbilden und/oder aufsteigen?

Als Musikfachhändler hast du zahlreiche Möglichkeiten, dich weiterzubilden – etwa in den Bereichen Vertrieb und Verkauf, Marketing oder EDV-Anwendungen im Handel. Hilfreich für den beruflichen Aufstieg ist es, wenn du dich zum Musikfachwirt prüfen lässt. Für die mittlere Führungsebene kannst du dich beispielsweise über eine Weiterbildung zum Handelsbetriebswirt qualifizieren. Mit der entsprechenden Hochschulreife kannst du auch studieren und zum Beispiel einen Bachelor in Handelsbetriebswirtschaft machen.

Fakten zur Ausbildung

Abschluss Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss erforderlich. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Realschulabschluss beziehungsweise einem mittleren Bildungsabschluss ein.
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsort Betrieb und Berufsschule
Duales Studium Nein

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*Quelle: Alle Informationen in diesem Ausbildungsprofil inklusive der beispielhaften Angaben zum Verdienst basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von der Region und vom Arbeitgeber – von unseren Angaben abweichen.

Web-Adresse: https://blicksta.de/welche-ausbildung-passt-zu-mir/musikfachhaendler-in
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