Thermometermacher /-in

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Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer 3 Jahre
Verdienst *
  • 1. Lehrjahr: 220€ - 690€
  • 2. Lehrjahr: 262€ - 740€
  • 3. Lehrjahr: 338€ - 840€
Ausbildungsort Betrieb und Berufsschule
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Was mache ich in dem Beruf?

Ob beim Fiebermessen, in Labors oder bei meteorologischen Messungen – Thermometer zeigen uns die exakte Temperatur an. Als Thermometermacher fertigst und justierst du diese teilweise hochpräzisen Messgeräte. Bei der Ausbildung kannst du dich zwischen den Fachrichtungen Thermometerblasen und Thermometerjustieren entscheiden. Als Vertreter der Fachrichtung Thermometerblasen verarbeitest du Glasröhren und -stäbe zu Rohlingen. Dazu erhitzt du in der Werkhalle das Glasmaterial vor einer Flamme, dann ziehst, bläst und biegst du es, bis es die gewünschte Form hat. Hierfür ist handwerkliches Geschick und ein gutes Gefühl für die Eigenschaften von Glas erforderlich. Als Vertreter der Fachrichtung Thermometerjustieren trittst du später in Aktion. Mit Hilfe von Justierbädern, die beispielsweise mit Trockeneis oder siedendem Wasser gefüllt sind, ermittelst du den Null- und den Kochpunkt. So kannst du die ersten Markierungen für die Messskala ermitteln. Zusätzlich stellst du auch Träger für die von dir gefertigten Thermometer aus Holz, Kunststoff oder Metall her.

Wo arbeite ich später?

Die meisten Thermometermacher arbeiten in kleinen und mittleren Betrieben, die technische Glaswaren für Laboratorien oder feinmechanische und optische Erzeugnisse herstellen, bearbeiten und veredeln. Wenn du in der Serienfertigung in der Industrie arbeitest oder größere Glasthermometer anfertigst, ist Teamarbeit angesagt. Wenn du dich für die Fachrichtung Thermometerjustieren entschieden hast, kommen zudem Betriebe in Frage, in denen Thermometer repariert werden. Du kannst dich in diesem Beruf auch selbständig machen. Dafür brauchst du die Meisterprüfung.

Übrigens

In der Werkstatt kann es auch schon einmal laut sein, zum Beispiel, wenn die Vakuumanlage, mit der Luft und Verunreinigungen aus der Glasröhre entfernt werden, im Einsatz ist. Als Vertreter der Fachrichtung Thermometerblasen füllst du in den luftleeren Raum des Rohthermometers rote beziehungsweise blaue Alkohole oder auch Quecksilber. Da es sich dabei um eine giftige Substanz handelt, ist es besonders wichtig, dass du dich an die Sicherheitsbestimmungen hältst. Gleiches gilt für die Fachrichtung Thermometerjustieren – auch hier arbeitest du mit heißen und kalten Justierflüssigkeiten und mit giftigen Stoffen wie Quecksilber und Flusssäure.

Welche Fähigkeiten sind in diesem Beruf besonders wichtig?

  • du arbeitet sehr präzise, sorgfältig und vorsichtig, da du aus zerbrechlichen Materialien Messgeräte herstellst, die präzise funktionieren müssen
  • du hast Kenntnisse in Mathe – das ich wichtig, da du Flächen und Körper berechnen musst
  • du interessierst dich für Physik, was dir hilft, um die Mechanik der Gase zu verstehen
  • du bringst Kenntnisse in Chemie mit
  • du hast Spaß an Werken und Technik, denn zu deinen Aufgaben gehört auch, Werkzeuge, Maschinen und Anlagen zu warten und zu pflegen

Welche Chancen bietet der Arbeitsmarkt?

In privaten Haushalten sind Thermometer aus Glas seltener geworden, in der Industrie und in Laboren spielen sie aber nach wie vor eine wichtige Rolle. Konkurrenz bekommt das Handwerk des Glasthermometermachers allerdings von Produzenten aus China – und durch den Trend zum Digitalthermomteter. In Deutschland gibt es nur knapp ein Dutzend Thermometermacher-Betriebe – dennoch fehlt es ihnen an Nachwuchs, auch mit Blick auf den Generationenwechsel. 2012 gab es laut Bundesagentur für Arbeit keine neuen Auszubildenden in diesem Beruf. „Der Beruf an sich ist wenig bekannt und er ist natürlich auch sehr speziell“, wird Manfred Breuer von der Berufsschule am Beruflichen Schulzentrum in Wertheim in einem Artikel der Deutschen Presse-Agentur zitiert. Die Schule im Norden Baden-Württemberg ist bundesweit für die Ausbildung der Thermometermacher zuständig.

Wie kann ich mich weiterbilden und/oder aufsteigen?

Die Palette der möglichen Weiterbildungen ist groß und reicht von der Aufbe- und Verarbeitung von Glas sowie bis zur Arbeitssicherheit. Mit der Fachrichtung Thermometerjustieren kannst du dich zudem im Bereich physikalische Messtechnik fortbilden. Wenn du beruflich vorankommen möchtest, solltest du zunächst die Prüfung zum Glasbläser- und Glasapparatebauermeister oder zum Industriemeister der Fachrichtung Glas ablegen. Für die mittlere Führungsebene qualifizierst du dich zum Beispiel auch über eine Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Glastechnik mit dem Schwerpunkt Glasgestaltung. Wenn du über die entsprechende Hochschulreife verfügst, kannst du zum Beispiel einen Bachelor in Keramik- und Glastechnik oder Produkt- und Industriedesign machen.

Fakten zur Ausbildung

Abschluss Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss erforderlich.
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsort Betrieb und Berufsschule
Duales Studium Nein

Freie Ausbildungsplätze

Thermometermacher /-in

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*Quelle: Alle Informationen in diesem Ausbildungsprofil inklusive der beispielhaften Angaben zum Verdienst basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von der Region und vom Arbeitgeber – von unseren Angaben abweichen.

Web-Adresse: https://blicksta.de/welche-ausbildung-passt-zu-mir/thermometermacher-in
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