Welche Fächer, wie viele Studenten? Fakten zum dualen Studium

Fächer, Modelle, Lernorte, freie Plätze und Trends: Infos zum dualen Studium in Deutschland

Welche Fächer, wie viele Studenten? Fakten zum dualen Studium

Mehr als 1500 unterschiedliche Angebote für ein duales Studium stehen in der Datenbank von AusbildungPlus, einem Projekt des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). In diesem Text geben wir dir einen Überblick darüber, welche Angebote wie stark vertreten sind – und wie die Trends aussehen.

Die Modelle

Unter den dualen Studiengängen für die berufliche Erstausbildung gibt es etwa gleich viele praxisintegrierende und ausbildungsintegrierende Angebote, die meisten stellen die Fachhochschulen. Das ist das Ergebnis einer Studie zu Trends und Analysen beim dualen Studium, die das BIBB im Januar 2014 veröffentlicht hat – auch die anderen Daten in diesem Text stammen daraus.
In konkreten Zahlen bedeutet das: In der Datenbank des Projekts findest du mehr als 500 ausbildungsintegrierende, mehr als 600 praxisintegrierende und fast 500 Angebote zur beruflichen Weiterbildung.

Die typischen Fächer

Um bei dieser riesigen Auswahl nicht den Überblick zu verlieren, solltest du dir zuerst überlegen, was du überhaupt studieren möchtest. Die meisten Angebote gibt es im Bereich der Wirtschaftswissenschaften (43,2 Prozent). Der akademische Abschluss ist meistens ein Bachelor oft Arts. Dann folgen die Ingenieurwissenschaften/Ingenieurwesen (40 Prozent), darunter viele Angebote für Maschinenbau/Verfahrenstechnik. Der Abschluss lautet: Bachelor of Engineering, manchmal Bachelor of Science. Mit deutlichem Abstand folgt der Bereich Informatik (12,2 Prozent) mit dem Abschluss Bachelor of Science.

Die Fächer-Trends

Einen Trend zu mehr dualen Angeboten sieht das BIBB zum Beispiel im Fachbereich Sozialwesen. Ein Grund: Es werden viele gut ausgebildete Fachkräfte für das Gesundheits- und Pflegewesen gesucht. Dazu gehören Altenpfleger ebenso wie Ärzte oder Hebammen. Ebenfalls neu ist zum Beispiel die Studienrichtung Designmanagement. Es lohnt sich also, nach eher „untypischen“ Berufsfeldern zu schauen – auch wenn hier das Angebot deutlich kleiner ist.

Die Studienorte

Ein weiteres Auswahlkriterium, mit dem du die Trefferliste kürzen kannst: Wo möchtest du studieren, zum Beispiel in welchem Bundesland? Hier steht ganz klar Baden-Württemberg vor allem wegen seiner Dualen Hochschule DHBW, an der Spitze: 245 Studiengänge gibt es in diesem Bundesland. Es folgen Nordrhein-Westfalen (183) und Bayern (172).

Die Studienplätze

Mehr als 64.000 Studienplätze verzeichnet das Projekt AusbildungPlus – wahrscheinlich sind es sogar deutlich mehr, da nicht alle Hochschulen ihre Zahlen veröffentlicht haben. Dazu kommen knapp 40.000 Kooperationsbetriebe. Das klingt erst einmal nach sehr viel – aber die Plätze sind teilweise hart umkämpft. Durchschnittlich 50 Interessenten bewerben sich auf einen Studienplatz, manche sind so beliebt, dass an die 1.000 Bewerbungen eingehen.

Wie geht es weiter?

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