Welche Versicherungen brauche ich wirklich?

Wir erklären dir, welche Versicherungen sinnvoll sind – und welche nicht

Welche Versicherungen brauche ich wirklich?

Wie schnell ist es passiert und der Fußball landet beim Kicken in Nachbars Garten. Eigentlich halb so wild, hätte er dabei nicht ausgerechnet den teuersten Gartenzwerg erwischt. Der ist nun hinüber. Wenn du in diesem Fall keine Haftpflichtversicherung hast, kann es schnell teuer werden. Welche Versicherungen du in Ausbildung und Studium auf jeden Fall brauchst, erklären wir dir hier. Denn nicht jede Versicherung macht Sinn.

Notwendige Versicherungen für Auszubildende

Auszubildende brauchen auf jeden Fall diese Versicherungen:

  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Haftpflichtversicherung

Die Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung muss in Deutschland jeder zahlen. Die Beiträge für diese Versicherungen werden dir automatisch von deinem Bruttolohn abgezogen. Etwa die Hälfte der Beiträge zahlst du selbst, die andere Hälfte steuert dein Arbeitgeber bei. Der Prozentsatz, den du zum Beispiel für die Krankenversicherung zahlen musst, beträgt 15,5 Prozent deines Gehalts. 8,2 Prozent davon bezahlst du. Das sind zum Beispiel bei einem Brutto-Lohn von 500 Euro für die Krankenversicherung 41 Euro im Monat. Bei welcher Krankenkasse du dich versicherst, kannst du dir aussuchen, der Beitragssatz ist überall gleich.

Wenn du allerdings weniger als 365 Euro im Monat verdienst und noch nicht 25 Jahre alt bist, bist du weiterhin über deine Eltern krankenversichert.

Berufsunfähigkeitsversicherung früh abschließen

Als Auszubildender solltest du dich zu Ausbildungsbeginn auf jeden Fall über eine Berufsunfähigkeitsversicherung informieren. Durch einen Unfall kann es passieren, dass du von heute auf morgen nicht mehr in deinem erlernten Beruf arbeiten kannst. Dann springt die Berufsunfähigkeitsversicherung ein. Grundsätzlich gilt: Je jünger und gesünder du bist, desto weniger musst du zahlen. Es kommt auch darauf an, in welchem Beruf du arbeitest. In einem Handwerksberuf kann schneller etwas passieren als wenn du den Tag über im Büro sitzt. Deshalb ist der Beitrag für einen Maschinenführer höher als für einen Industriekaufmann.

Eine Haftpflichtversicherung, die deinem Nachbarn den Gartenzwerg ersetzt, wenn du ihn mit deinem ersten Auto umgefahren hast, solltest du in jedem Fall auch haben. Als Auszubildender bist du meistens noch über deine Eltern versichert, wenn es sich um deine erste Ausbildung handelt. Danach oder wenn du eine zweite Ausbildung machst, musst du eine eigene abschließen. Wie viel du dafür im Jahr bezahlen musst, ist ganz unterschiedlich. 40 Euro im Jahr solltest du auf jeden Fall einplanen, je nach Angebot und Versicherungsunternehmen kann es aber auch mehr sein.

Diese Versicherungen brauchen Studenten:

  • Krankenversicherung
  • Haftpflichtversicherung

Studenten müssen sich über die Versicherungen im Studium noch nicht so viele Gedanken machen. Bis du 25 Jahre alt bist, bist du weiterhin über deine Eltern krankenversichert. Danach musst du einen Anteil von ungefähr 65 Euro im Monat zahlen. Das ist bei jeder Krankenkasse gleich.

Wie geht es weiter?

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