Wie bereite ich eine Selbstpräsentation fürs Auswahlverfahren vor?

Die Dienstagsfrage vom 4. August 2015

Wie bereite ich eine Selbstpräsentation fürs Auswahlverfahren vor?

An dieser Stelle beantworten wir jede Woche eine Frage von unseren Nutzern. Es geht um die Themen Studien- und Berufsorientierung, Bewerbung, Start der Ausbildung und Schule. Wenn du auch eine Frage hast, melde dich gerne unter dienstagsfrage@blicksta.de bei uns!

Ich bin zu einem Auswahlverfahren für einen Ausbildungsplatz eingeladen und muss dort eine fünfminütige Selbstpräsentation halten. Power Point soll ich nicht verwenden. Wie bereite ich mich vor?

Erstmal: Glückwunsch! Super, dass du eingeladen wurdest  Bei der Selbstpräsentation geht es darum, den Personalern einen positiven Eindruck von dir und deinen Fähigkeiten zu vermitteln. Sie wollen dich als Person kennenlernen, aber auch wissen, ob du dich gut präsentieren kannst. Dazu gehört nicht nur der Inhalt deiner Präsentation, sondern auch, wie du präsentierst und ob du dabei gut strukturiert vorgehst.

Damit alles klappt, kommen hier unsere Tipps:

1. Nimm dir Zeit für die Vorbereitung

Die wenigsten Leute können einfach so einen guten Vortrag über sich selbst halten. Am besten schreibst du dir ein paar Stichpunkte auf. Diesen Zettel kannst du auch mit ins Vorstellungsgespräch nehmen - er sollte aber nur eine kleine Gedächtnisstütze sein und du solltest ihn auswendig kennen 

2. Beantworte drei Fragen

Deine Gesprächspartner haben keine Lust, sich eine Nacherzählung deines Lebenslaufs anzuhören (den sie eh schon kennen). Deshalb solltest du in deiner Selbstpräsentation kurz und knapp diese drei W-Fragen beantworten:

1. Wer?: Stell dich ganz kurz vor (z. B. Alter, Schule, wann du deinen Abschluss machst, welche Lieblingsfächer du hast)
2. Warum?: Warum möchtest du genau diese Ausbildung bei genau diesem Unternehmen machen? (Informier dich vorher über das Unternehmen und den Ausbildungsgang und erzähle, warum dir beides so gut gefällt und warum du das machen möchtest)
3. Was?: Welche Qualifikationen bringst du mit, die für die Ausbildung wichtig sind?

3. Verknüpfe die Anforderungen mit deinen Qualifikationen

Ein Beispiel: Wenn du dich für eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel bewirbst, könntest du zum Beispiel folgendes aufgreifen:

  • Dein Schulpraktikum in einem Supermarkt, das dir super gut gefallen hat
  • Deinen Nebenjob in einem kleinen Laden in deiner Stadt, bei dem du regelmäßig Kunden berätst und gemerkt hast, dass das genau dein Ding ist
  • Deine Mitarbeit bei der Organisation des Schulfestes
  • ...

In diesen Situationen hast du gezeigt, dass du gut organisieren und Kunden beraten kannst. Und genau diese Erfahrungen kannst du in deiner Ausbildung einbringen!

Falls du jetzt spontan denkst: "Oh Gott, ich habe gar keine Qualifikation, über die ich reden kann": Entspann dich! Meist fallen einem die eigenen Qualifikationen nicht innerhalb von fünf Minuten ein. Deshalb nimm dir ein bisschen Zeit (siehe Punkt 1  ) und denkt in Ruhe darüber nach. Eine Mindmap kann dir dabei helfen. Ein Beispiel für so eine Mindmap findest du hier.

4. Übe deine Präsentation

Wenn du weißt, was du sagen möchtest, ist das schon mal super. Jetzt geht es noch darum, wie du es sagst. Übe deine Präsentation - vor dem Spiegel, vor deinen Freunden, deinen Eltern, deiner Oma... Bitte deine Zuhörer, auf drei Dinge zu achten:

  • Ist das, was du erzählst, sinnvoll und nachvollziehbar?
  • Bleibst du innerhalb der vorgegebenen Zeit (fünf Minuten)?
  • Wie ist deine Körpersprache?

Der letzte Punkt ist sehr wichtig. Denn: Du kannst eine ganze tolle Selbstpräsentation vorbereiten - wenn du die ganze Zeit auf den Boden guckst und so leise sprichst, dass dich niemand versteht, wird sie deine Gesprächspartner nicht überzeugen. Stehe (oder sitze) gerade, richte dich auf und suche unbedingt Blickkontakt zu deinen Gesprächspartnern.

Hier findest du weitere Infos

Web-Adresse: https://blicksta.de/wie-bereite-ich-eine-selbstpraesentation-fuers-auswahlverfahren-vor.html
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