Wie schaffe ich es, dass meine Mitschüler bei meinem Referat wirklich zuhören?

Die Dienstagsfrage vom 14. April 2015

Wie schaffe ich es, dass meine Mitschüler bei meinem Referat wirklich zuhören?

An dieser Stelle beantworten wir jede Woche eine Frage von unseren Nutzern. Es geht um die Themen Studien- und Berufsorientierung, Bewerbung, Start der Ausbildung und Schule. Wenn du auch eine Frage hast, melde dich gerne unter dienstagsfrage@blicksta.de bei uns!

Wie schaffe ich es, dass meine Mitschüler bei meinem Referat wirklich zuhören?

So einfach es klingt: das Wichtigste ist, dass dein Vortrag interessant ist. Schaffst du das, werden dir deine Mitschüler auch zuhören.

Der Anfang ist entscheidend

Zunächst musst du einen spannenden Start schaffen. Du kannst zum Beispiel mit einem aktuellen Ereignis starten, das alle aus den Nachrichten kennen. Oder du beginnst mit einem "Was-Wäre-Wenn-Szenario". Das könnte bei einem Referat in Bio zum Thema Gentechnik so aussehen: "Stellt euch vor, in 20 Jahren blättern wir alle in einem Katalog und überlegen uns, wie groß unser Kind sein soll, welche Haarfarbe es haben soll und in welchen Fächern es besonders gut ist."

Du kannst auch mit einem persönlichen Beispiel starten. Kannst du dir vorstellen, dass ein Vortrag über Bauchspeicheldrüsenkrebs spannend ist? Das Thema klingt ja erstmal eher langweilig und anstrengend. Aber dieser Junge schafft den Start so gut, dass man direkt weiter zuhören möchte.

Powerpoint richtig nutzen

Vielleicht nutzt du Powerpoint für dein Referat. Das kann sehr hilfreich sein, um die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer zu bekommen. Man kann dabei aber leider auch viel falsch machen. 
Nicht gut sind Folien mit zu viel Text und vielen Fakten. Hast du solche Folien, sind deine Zuschauer erstmal damit beschäftigt, alles zu lesen. Zuhören werden sie dir dann nicht mehr. Außerdem haben sie dann das Gefühl, dass sie alles Wichtige eh auf der Präsentation finden (die sie nachher evtl. auch noch ausgedruckt bekommen) und dir gar nicht zuhören müssen. Schon beschäftigen sie sich mit anderen Dingen oder gucken gelangweilt aus dem Fenster.

Du kannst die Präsentation aber super zur Bebilderung nutzen. Durch Fotos kannst du Dinge anschaulicher erklären und du kannst sie auch nutzen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und ein bisschen zu irritieren. Verwende ruhig auch mal ein witziges Foto, das zum Thema passt - dann erinnern sich alle direkt viel besser an deinen Vortrag.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man dir gut zuhören kann und auch zuhören möchte. Das hängt nicht nur davon ab, was du sagst, sondern auch, wie du es sagst. Bei manchen Leuten ist die Stimme sehr hoch und leise, wenn sie aufgeregt sind. Was du dagegen tun kannst, liest du hier.

Vorher üben - aber nicht zu viel!

Natürlich ist es auch sinnvoll, den Vortrag vorher zu üben. Aber: Schreib ihn dir nicht Wort für Wort auf und lern ihn auch nicht komplett auswendig. Die Schriftsprache unterscheidet sich von der gesprochenen Sprache. Wenn du dein Referat vorliest oder auswendig aufsagst, merkt man das und es klingt merkwürdig. Man kann dir dann nicht gut folgen.

Versuch deshalb, den Vortrag so frei wie möglich zu halten. Mach dir am besten nur ein paar Stichpunkte auf Karteikarten, damit du wieder reinkommst, wenn du den Faden verlierst. Wenn du den Vortrag vorher ein paar mal übst, wirst du merken, dass du die Karten kaum brauchst.

Es ist übrigens auch keine Schande, sich Tipps von guten Rednern abzugucken. Dabei kann man echt viel lernen! Gute Vorträge kannst du dir im Internet zum Beispiel von Ted anschauen. Auf blicksta hat TedXYouth auch ein Profil, dort findest du spannende Vorträge von Jugendlichen.

Wie geht es weiter?

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